Abbildung 20: Entwicklung der Unterrichtsstunden und Belegungen offener VHS-Kurse im Programmbereich „Grundbildung/Schulabschlüsse“ 1970–2009 (Quelle: DIE 1971–2010)
An den
Volkshochschulen steigen die Unterrichtsstunden im Programmbereich „Grundbildung/Schulabschlüsse“
von 1970 bis zum Jahr 1991 um 600 Prozent auf 1,6. Mio. an. Bis 1998 ist dann ein
Rückgang auf unter eine Million Unterrichtsstunden zu verzeichnen, entsprechend
dem Niveau zu Beginn der 1980er Jahre. Von 2002 bis 2008 erfolgt ein Wiederanstieg
der Unterrichtsstunden auf 1,3 Mio., 2009 ist wieder einen Rückgang um 2 Prozent
zu beobachten. Die Fachgebiete mit dem größten Stundenumfang sind Realschulabschluss
(2009: 26,2% der Unterrichtsstunden), Hauptschulabschluss (2009: 21,7% der Unterrichtsstunden)
und Alphabetisierung/Elementarbildung (2009: 17,6% der Unterrichtsstunden, siehe
folgende Grafik) und haben stark zum Anstieg der letzten 10 Jahre beigetragen.
Bei den Belegungen erreichte der Programmbereich 1975 mit 166 Tausend Anmeldungen
seinen Höchststand, der bislang tiefste Stand nach 1975 ist mit 86 Tausend im Jahr
1999 zu sehen. Die Kursbelegungen stiegen danach wieder an, insgesamt um 23 Prozent
im Zeitraum von 2000 bis 2009 auf aktuell 111 Tausend.
Trotz der im Vergleich zu den anderen Programmbereichen überdurchschnittlichen Zuwächse
beim
Angebot und der Nachfrage in den letzten 10 Jahren (vgl. Abb. 6 und Abb.
7) spielt der Programmbereich „Grundbildung/Schulabschlüsse“, gemessen an Unterrichtsstunden
und Belegungen, im Vergleich zu den anderen thematischen Bereichen der Volkshochschulen
nur eine nachrangige Rolle.