Verfasser
Köthke, Torben
Titel
Väter als Zielgruppe in der Erwachsenenbildung
Reihe
texte.online
Jahr
2004
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/1037
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Abstract
Erwachsenenbildung für die Zielgruppe Väter stellt eine konsequente Differenzierung von Männerbildung und Familienbildung dar. Beide Bereiche gewinnen nur einen geringen Teil der Männer als Teilnehmer. Als Gründe werden z. B. genannt, dass Männer im Fall der Familienbildung sich als Minderheit in Kursen unwohl fühlen oder im Fall der Männerbildung es scheuen, ihr Selbstkonzept zu hinterfragen und fürchten, Status, Sicherheit und Unabhängigkeit zu verlieren. Väterbildung kann demgegenüber strukturelle Vorteile vorweisen, die es einerseits rechtfertigen, diesen Bildungsbereich gesondert zu betrachten und es andererseits möglich erscheinen lassen, dass dieser Zugang zur Zielgruppe Väter langfristig erfolgreich ist; denn im Gegensatz zur Familienbildung bietet Väterbildung den Teilnehmern einen geschlechtshomogenen Raum und zielt auf einen spezifischen Kompetenzerwerb von Männern. Im Gegensatz zur Männerbildung, deren Motiv der Männeremanzipation vielen unverständlich bleibt, greift Väterbildung ein bei einem Großteil der Männer manifest vorhandenes Bedürfnis auf: den Wunsch, aktiv an der Erziehung und Betreuung der eigenen Kinder teilzunehmen. So wird Vatersein zum Bildungsthema.

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