Herausgeber
Gruber, Elke
Titel
Finanzierung
Zeitschrift
REPORT Zeitschrift für Weiterbildungsforschung
Ausgabe
2/2013
Ort
Bielefeld
Verlag
wbv
ISBN
978-3-7639-5144-4
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/10984
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Abstract

Geld kann es für Bildung nie genug geben. Darüber sind sich alle Akteure – von den Betrieben über die Einrichtungen und Anbieter der Weiterbildung bis hin zu den Teilnehmenden – einig. Dennoch bestimmen Rationalisierung, Effizienzsteigerung und die Abwägung von Kosten-Nutzen-Relationen auch die Diskussion um die Finanzierung von Weiterbildung. Die Bildungspolitik versucht ihrerseits, die Kosten der Erwachsenenbildung auf verschiedene „Schultern“ zu verteilen und Förderungen gezielter einzusetzen. Wenig beachtet bleibt bei diesen Bestrebungen um Finanzierung und Verteilung der Finanzierungslasten die Frage, in welcher Form über das Thema geforscht wird. Die Beiträge der aktuellen Ausgabe des REPORT wollen diese Lücke schließen und untersuchen, ob zur Finanzierung und Förderung in der Erwachsenenbildung ein wissen-schaftlicher Diskurs geführt und evidenzbasiert geforscht wird – und präsentieren Forschungsergebnisse aus Deutschland und Österreich.

Heftherausgeberin: Elke Gruber

Inhalt

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Müller, Normann

Unterinvestieren Betriebe in berufliche Weiterbildung?

Arbeitsmarktforscher vermuten, dass zu wenig in die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten investiert wird, weil personengebundene Kenntnisse und Fertigkeiten eine allgemein zugängliche Ressource darstellen, die prinzipiell jedem Betrieb zur Verfügung steht. Diese Unterfinanzierungsproblematik müsste umso stärker hervortreten, je schlechter Qualifikationen, deren Entwicklung durch Betriebe finanziert wurde, vor der Verwertung durch andere Betriebe geschützt sind. Höhere Fluktuationsraten sollten sich demnach in einem geringeren betrieblichen Weiterbildungsengagement äußern; generelle Investitionen dabei stärker betroffen sein als spezifische. Auswertungen der BIBB-FluCT-Erhebung aus dem Jahr 2011 können diese Hypothesen für Betriebe in Deutschland jedoch nicht zweifelsfrei bestätigen.
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Lassnigg, Lorenz; Vogtenhuber, Stefan

Neuere Schätzungen zur öffentlichen und privaten Finanzierung der Erwachsenenbildung in Österreich

Der Beitrag beschreibt einen Ansatz zur Gesamterfassung der Finanzierung der Erwachsenenbildung (EB/WB) in Österreich, gegliedert nach öffentlichen und privaten Beiträgen, und diskutiert diesen Ansatz im Rahmen der Entwicklung einer Wissensbasis für die Förderung und Politik im Bereich der EB/WB. Die Ausgaben werden in verschiedenen Varianten dargestellt, für 2009 ergeben sich 0,7 Prozent des BIP an direkten und 1,2 Prozent des BIP an direkten und indirekten Ausgaben/Kosten zusammen. Den größten Beitrag leisten die Unternehmen mit ca. 40 Prozent, gefolgt von den öffentlichen Ausgaben mit 30 bis 34 Prozent und den individuellen Ausgaben mit etwas unter 30 Prozent. Unter den öffentlichen Ausgaben ist der Anteil der Arbeitsmarktpolitik hoch und tendenziell steigend.
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Haberzeth, Erik; Käpplinger, Bernd; Kulmus, Claudia

Finanzierung von Bildung im Lebenslauf

Was Hänschen finanziert bekommt, kann Hans selbst zahlen?
Es gibt in der Bildungspolitik und -ökonomie Stimmen, die eine Verlagerung öffentlicher Finanzierung auf frühe Bildungsbereiche fordern. In kritischer Auseinandersetzung mit solchen Forderungen wird hier die hohe Relevanz öffentlicher Finanzierungsanreize für Bildungsentscheidungen und Berufskarrieren im Lebenslauf aufgezeigt. Hierzu werden Ergebnisse der Brandenburg-Studie präsentiert, in der die Nutzung eines Weiterbildungsgutscheins quantitativ und qualitativ untersucht wurde. Gezeigt wird, wie in verschiedenen Berufs- und Lebensphasen von Frauen in den Gesundheits- und Sozialbranchen ein erhöhter Weiterbildungs- und Finanzierungsbedarf entsteht.
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Zürcher, Reinhard

Anerkennung von Kompetenzen und Professionalisierung

Sammelrezension
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Müller-Commichau, Wolfgang

Arnold, Rolf: Systemische Erwachsenenbildung. 2013

Rezension

Dialog mit dem Autor/den Autoren

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