Herausgeber
Nuissl von Rein, Ekkehard
Titel
Übergänge
Zeitschrift
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
Ausgabe
1/2007
Abstract
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Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/3494
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Inhalt

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Baethge, Martin

Stichwort "Übergänge"

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Hanf, Georg R.

Gespräch "Deutschland hat 'A' gesagt"

Eine ernstgemeinte Rezeption des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) könnte Übergänge vereinfachen
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Gnahs, Dieter

Übergänge als Testfall

Das Konzept des lebenslangen Lernens und die Durchlässigkeit des Bildungssystems
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Mit dem Konzept des lebenslangen Lernens ist eine bessere Verschränkung der Bildungsbereiche intendiert. Wie die Bildungspolitik die Rolle des lebenslangen Lernens an Übergängen strategisch fasst und welche Praxis sie dabei faktisch unterstützt hat, untersucht der Beitrag an zentralen Quellen: an einem Strategiepapier von Bund und Ländern zum lebenslangen Lernen sowie anhand von Abschlussberichten über geförderte Modellversuche lebenslangen Lernens und Lernender Regionen. Indem zum Schluss der erste nationale Bildungsbericht nach der Übergangsfreundlichkeit des deutschen Bildungssystems befragt wird, werden die vielfältigen positiven Ansätze in einen ernüchternden empirischen Kontext gestellt.

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Ahnen, Doris

Brücken bauen, unterstützt von Fort- und Weiterbildung

Übergänge zwischen Bildungsbereichen aus bildungspolitischer Sicht

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Der Beitrag untersucht aus bildungspolitischer Sicht, wie die Bewältigung von Übergängen zwischen Bildungsbereichen begleitet werden kann. Hierzu erinnert die Autorin, Bildungsministerin des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, an die Maßnahmen, die im Zuge ihrer Präsidentschaft in der bundesdeutschen Kultusministerkonferenz 2004 beschlossen worden sind. Danach wurde die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung verbessert und der Überstieg zur Hochschule für Frühstudierende erleichtert. Schließlich beleuchtet der Beitrag die Aktivitäten des Bundeslandes zur Verbesserung des Übergangs von Kindertagesstätten zur Grundschule. Für das Übergangsmanagement kommt der Fort- und Weiterbildung der Professionellen in den berührten Bildungsbereichen eine große Bedeutung zu.

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Giese, Juliane; Wittpoth, Jürgen

Übergangsmanagement der Bochumer Weiterbildung

Beratung, Qualifizierung und Bildung am Übergang Schule-Berufsausbildung
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Der Beitrag beschreibt aus der Perspektive wissenschaftlicher Praxisbegleitung, wie sich eine kommunale Weiterbildungsberatungsstelle (in der Ruhrgebiets-Großstadt Bochum) am Übergang Schule¬–Berufsausbildung engagiert, indem sie Schüler/inne/n Orientierung und Hilfen bei der Berufswahl gibt. Rein quantitativ scheint es sich um ein höchst erfolgreiches Projekt zu handeln. Seit 2000 sind ca. 30.000 Teilnehmende registriert worden. Beim genaueren Hinsehen aber entpuppt sich der Bochumer Zugang als defizitär: Die Akteure des Übergangsmanagements arbeiten mit einer unvollständigen Adressatenkonstruktion: Sie beziehen die Haltungen der Schüler/innen nicht hinreichend in ihr Konzept ein. Und sie gehen von der unzutreffenden Vermutung aus, den Schüler/inne/n mangele es an Informationen.

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Käpplinger, Bernd

Eisberg Weiterbildung

Leistungen der abschlussbezogenen Weiterbildung für die Bewältigung von Übergängen im Bildungssystem

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Wie bei einem Eisberg ist auch von den Leistungen der Weiterbildung ein beträchtlicher Teil recht unsichtbar für die öffentliche Wahrnehmung. Hierzu zählen die Aktivitäten zur Ermöglichung von Übergängen im Bildungssystem. Der Autor hat im Rahmen einer Dissertation die Anzahl von Zertifikaten und Abschlüssen abgeschätzt, die die bundesdeutsche Weiterbildung jährlich erbringt. Das Volumen ist mit 720.000 beträchtlich. Weiterbildung hat sowohl kompensatorische als auch komplementäre Funktionen gegenüber dem Sekundar- und Tertiärbereich. Trägerübergreifende Nachweise sind jedoch noch zu selten in der Weiterbildung.

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Felden, Heide von

Zeiten von (Um-)Deutungen

Übergänge und ihre Bearbeitung aus Sicht der Biographieforschung

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Der Beitrag fragt aus Sicht der pädagogischen Biografieforschung nach der Bedeutung von Übergängen im Bildungssystem. Übergänge bewirken vor allem zunächst Verunsicherungen, Klärung der eigenen Basis, Entwicklung von neuen Perspektiven, Annehmen oder Verändern der neuen Situation, Freisetzen von Energie und Aktivitäten zur Bewältigung von Veränderungen. Am Beispiel einer Interviewpassage zum Übergang vom Beruf in den Ruhestand (in der am Rande auch der Verlust von Familienangehörigen thematisiert wird) fragt die Autorin: Wie gehen Menschen mit Übergängen um? Welche Ressourcen werden benötigt? Von der Erwachsenenbildung erwartet sie Angebote zur Bewältigung von Lebenskrisen, die (Um)Deutungsangebote machen. Ziel sei, die eigene Situation zu reflektieren, Verunsicherungen in ihrer Bedeutung für die Identitätsbildung zu thematisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

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Buddenberg, Verena; Hohensteint, Kerstin; Holzapfel, Cornelia; Kaiser, Arnim; Uemminghaus, Monika; Wolter, Maren

Beliebter als ihr Ruf

Lernerfolgskontrollen in der Erwachsenenbildung

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Das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt „LeKo“ der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) hat untersucht, wie Lernerfolgskontrollen in allen Bereichen der Erwachsenenbildung sinnvoll einbezogen werden können und welche Einstellungen Teilnehmende dazu haben. Hier werden erste empirische Ergebnisse vorgestellt. Danach wird der pädagogisch-instrumentelle Wert entgegen landläufiger Meinungen mit einem Mittelwert von 3,73 auf einer Skala von 0 (= stimme überhaupt nicht zu) bis 5 (= stimme völlig zu) erstaunlich positiv eingeschätzt. Je nach Passung des eingesetzten Typs der Lernerfolgskontrolle ergibt sich eine steigende oder fallende Zustimmung zu Lernerfolgskontrolle im Verlaufe eines Seminars.

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Brater, Michael; Dufter-Weis, Angelika

Ein neuer Beruf für Berufsausbilder

"Berufspädagoge für die Aus- und Weiterbildung (IHK)"

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Der Beitrag berichtet über Kontext, Konzept und Perspektiven einer Pilot-Fortbildung zum »Berufspädagogen für die Aus- und Weiterbildung (IHK)“, die derzeit in Bayern erprobt wird. Er stellt vor allem die heute dringend erforderliche pädagogische Qualifizierung der Ausbilder sicher und fördert deren Professionalisierung. Die Fortbildung ist im Jahr 2005 mit 27 Teilnehmenden bei der GAB (Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung GmbH) in München gestartet.

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