Herausgeber
Nuissl von Rein, Ekkehard
Titel
BA/MA - die Studiengänge
Zeitschrift
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
Ausgabe
3/2007
Ort
Bielefeld
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/3884
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Abstract
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Inhalt

15

Stang, Richard

Wie im wirklichen Leben!?

Second Life als Lebens- und Bildungswelt
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Knoll, Joachim H.

Rückblicke Herausforderungen des Bologna-Prozesses

Neue Graduierungen (BA/MA) und die traditionelle Universität

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Der Beitrag fragt nach der Beziehung neuer BA/MA-Graduierungen zum System traditioneller Universitäten, das in Deutschland mit dem Namen Wilhelm von Humbodts verbunden wird. Weil die Universität schon immer auch Ausbildungsfunktionen übernommen hätte, könnte die heutige Reform durchaus durch die klassische Universitätsidee legitimiert werden. Nach einem Kurzabriss des Bologna-Prozesses und unter Berücksichtigung disziplinärer Fragestellungen der Erwachsenenbildung resümmiert der Autor die erfolgte Implementierung eher kritisch. Hier sei vieles zu schnell und mit zu viel Eigeninteresse umgesetzt worden. Von der Kritik unberührt bleibt die ursprüngliche Zielperspektive, Mobilität, Flexibilität, competitiveness und employability durch vereinheitlichte Ausbildungsgänge und Graduierungen zu erreichen

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Wittpoth, Jürgen

Quo Vadis Abolvent?

Erste Einschätzung vom BA/MA-Studienort Bochum

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Der Beitrag sichtet Erfahrungen in Bezug auf Absolvent/inn/en erziehungswissenschaftlicher BA- und MA-Studiengänge in Bochum. Zum Bachelor: Die Absolventenquote liegt mit 60 Prozent weit oberhalb der früheren Quoten – etwa im Magisterstudiengang. Während etwa die Hälfte der Absolventen das Studium in Bochum fortsetzt, münden andere unmittelbar in den Arbeitsmarkt ein. Sie finden Anstellungen im weiteren Umfeld der Erwachsenenbildung. Für die Aufnahme des Master-Studiums ist oft das Motiv leitend, »erst mal weiter zu machen« So bekommt der Master den Charakter eines Moratoriums. Studierenden gelingt gelegentlich ein vorzeitiger Übergang in Berufstätigkeit, nicht zuletzt, weil mit dem Bachelor bereits ein qualifizierender Berufsabschluss vorliegt.

28

Reischmann, Jost

Der BA/MA-Unsinn

Eine Widerrede

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Die Polemik gegen die Studienreform beginnt bei ihrem Absolutheitsanspruch und der Ableitung eines »Diplom-Verbots« aus dem Bologna-Prozess. Der Bildungspolitik wird unterstellt, aus finanziellen Gründen Bachelor und Master eingeführt zu haben. Der Autor hält 15 Thesen zum Schaden fest, den die Studienreform anrichtet, u.a.: 1. BA und MA sind studienzeitverlängernd. 2. Der BA vernichtet Studienplätze. 3. Der BA ist nicht berufsqualifizierend. 4. Die Verschulung verhindert die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen. 5. Die Mobilität innerhalb Deutschlands wird verunmöglicht. Der Beitrag wird abgerundet durch einen Blick nach Amerika.

30

Erwartungen an BA/MA-Absolvent/inn/en

Eine Umfrage der DIE Redaktion

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Schemmann, Michael

Gespräch Korsett mit nicht nur schlechten Nebenwirkungen

Studierende aus Gießen diskutieren das Für und Wider des gestuften Studiums
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Egetenmeyer-Neher, Regina

Der "European Master in Adult Education"

Transnationale Studiengänge als Frucht des Bologna-Prozesses
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Ausgehend von den Dokumenten des Bologna-Prozesses lenkt der Beitrag den Blick auf die europäische Dimension in Studienprogrammen europäischer Hochschulen. Im Bereich der Erwachsenenbildung hat ein gemeinsamer Studiengang von acht europäischen Universitäten und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung eine Vorreiterrolle. Der im Rahmen eines Erasmus-Projekts entwickelte und von der Universität Duisburg-Essen koordinierte »European Master in Adult Education« (EMAE) hat das Ziel, die Transparenz von Erwachsenenbildungs-Studiengängen, Mobilität von Pädagogik-Studierenden sowie den europäischen Diskurs in der Erwachsenenbildung zu fördern. Der englischsprachig durchgeführte und mit Online-Modulen angereicherte Master-Studiengang umfasst ein gemeinsames europäisches »Core Curriculum« (70 ECTS) sowie ein nationalen Inhalten orientiertes »University Specific Offer« (50 ECTS). Der Studiengang wurde inzwischen bereits erfolgreich akkreditiert und wird im Wintersemester 2007/08 starten.

38

Kraft, Susanne; Schmidt-Lauff, Sabine

Standbeine der Professionalisierung

Der "Qualifikationsrahmen für Lehrende" und das "Kerncurriculum EB/WB"

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Hier werden zwei Initiativen miteinander verglichen, die zur Professionalisierung des Weiterbildungsbereichs beitragen wollen. Der »Qualifikationsrahmen für Lehrende in der Weiterbildung« ist ein deutsches Derivat des Europäischen Qualifikationsrahmens. Er schafft ein Raster, in dem die vielfältigen Qualifizierungswege für Lehrende des Weiterbildungsbereichs vergleichbar gemacht werden können. Das »Kerncurriculum EB/WB« entspringt einer Initiative der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE). Es legt diejenigen Inhaltsfelder fest, die bei einer Studienreform im Rahmen von BA/MA-Studiengängen notwendig sind, um das Wissen und die Handlungskompetenzen für das Berufsfeld EB/WB zu sichern. Beide Ansätze ergänzen sich gut und stellen jeweils auf Kompetenzorientierung ab.

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Friebel, Harry

Familiengründung als Sollbruchstelle?

Interaktion von Elternschaft und Weiterbildungsteilnahme
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Im Rahmen eines empirischen Längsschnittforschungsprojekts werden die Prozesse und Wendepunkte der Weiterbildungspraxen im geschlechtstypischen Lebenszusammenhang dokumentiert und diskutiert. Die Erhebung belegt eine geschlechtstypische Änderung des (Weiter-) Bildungsverhaltens von Männern und Frauen, wenn sie Väter und Mütter werden: Die Weiterbildungsbeteiligung von Vätern nimmt enorm zu, die der Mütter reduziert sich erheblich. Angesichts der Tatsache, dass Frauen mit der Sollbruchstelle Mutterschaft ohnehin in der Regel in diskontinuierliche Erwerbsarbeitskarrieren einmünden, wäre Weiterbildungsteilnahme aber eine Chance, die Entwertung beruflicher Qualifikationen zu verhindern.

46

Büning-Fesel, Margret; Groeneveld, Maike; Müller, Claudia

Kulinarische Kompetenz entwickeln

"Food literacy" als Querschnittsaufgabe für die Erwachsenenbildung

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Ernährungsrelevante theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten in der Zubereitung von Speisen nehmen immer mehr ab. Zugleich steigen die Anforderungen an die persönliche Ernährungskompetenz: Die Angebotsvielfalt fordert vom Verbraucher laufend Entscheidungen und Zeitbudgets für Ernährung werden – in Konkurrenz zu Arbeits- und Mediennutzungszeiten – kleiner. Der Beitrag stellt die Konzeption eines Grundtvig-Projektes vor, das sich zum Ziel gesetzt hat, »Ernährung« zu einem Querschnittsthema zu machen. Es sollen gerade nicht eigene Veranstaltungen zu diesem Thema etabliert werden, sondern vielmehr soll innerhalb bestehender Angebote unterschiedlichster Provenienz Ernährung Lerngegenstand werden.

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