Herausgeber
Nuissl von Rein, Ekkehard
Titel
Politische Bildung
Zeitschrift
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
Ausgabe
2/2003
Ort
Bielefeld
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/497
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Abstract
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Inhalt

Hugger, Kai-Uwe

Erwachsene als »Muggles« des Digitalzeitalters?

Empirisches zur Medienkompetenz älterer Erwachsener
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In der Welt des Zauberlehrlings Harry Potter sind »Muggles« diejenigen Menschen, die sich mit der Zauberkraft kein bisschen auskennen. Das Bild lässt sich auf die »digital divided« Geellschaft übertragen. Sind ältere Erwachsene die »Muggles« des Digitalzeitalters? Hugger hat die Auswirkungen der Neuen Medien auf ältere Erwachsene als Mitautor der „Treumann-Studie" empirisch untersucht und um Überlegungen zu notwendigen Forschungsaspekten und praktischen Handlungsstrategien für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen ergänzt.

Bouder, Annie; Kirsch, Jean-Louis

Frankreich: Die schwierige Entdeckung des Berufswissens

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Anlässlich des Anfang 2002 verabschiedeten Gesetzes über die Validierung des Erfahrungswissens reflektieren die beiden Autoren vom »Centre d’Études et de Recherches sur les Qualifications« (Céreq) die lange Geschichte der Anerkennung individueller Fähigkeiten und insbesondere der an der Arbeitsstelle erlangten Kenntnisse.

Wittig, Jarno

Die »Kultur der Beteiligung« lernen

Das Leipziger »Stadtbüro« unter erwachsenenpädagogischer Beobachtung
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Das am 1. Juli 1998 eröffnete Leipziger Stadtbüro ist keine Meckerecke, obwohl hier alles, was den Bürgern auf den Nägeln brennt, auf den Tisch kommt. „Beteiligung“ ist sein Thema und ein Ort des Dialogs zwischen Verwaltung und Bürgern. Der Lehrstuhl für Erwachsenpädagogik in Leipzig war von Anfang an an der Konzeption beteiligt und begleitet das Projekt seitdem wissenschaftlich. Jarno Wittig berichtet über Konzepte, Erfahrungen und Zukunftsperspektiven.

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Körber, Klaus

Stichwort Politische Bildung

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Begriffklärungen rund um das Thema politischen Bildung.

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Brandt, Peter; Länge, Theo W.; Rudolf, Karsten

Gespräch Junger Wilder trifft alten Hasen

»Bericht politische Bildung 2002« in der Diskussion mit Theo W. Länge und Karsten Rudolf
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In der Diskussion zwischen Theo W. Länge, Bundesgeschäftsführer des Bundesarbeitskreises Arbeit und Leben, und Karsten Rudolf, Autor des 'Berichts politische Bildung 2002', werden grundsätzliche Fragen der Teilnehmerorientierung und der Veränderungsnotwendigkeiten der Angebote politischer Erwachsenenbildung kontrovers ausgetragen. Besonders die vom Bericht politische Bildung erhobene Diskrepanz zwischen faktischer und möglicher erreichbarer Teilnehmerzahlen und der Vorschlag, zwischen Breiten- und Elitebildung zu unterscheiden, stehen im Mittelpunkt.

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Metten-Jäckel, Bettina

Hart(z)e Zeiten in der Förderpolitik

Finanzierung politischer Bildung (mit Statements von K.-P. Hufer und M. Engel)

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Die Bundesgesetze des sog. Hartz-Papieres sehen eine Einführung von Bildungsgutscheinen vor. Ist davon politische Bildung betroffen? Der Beitrag untersucht auf diesem Hintergrund die Förderstrukturen politischer Bildung auf Bundes- und Landesebene, von Kommunen und Stiftungen. Ihr Urteil ist ernüchternd: Viele Einrichtungen der politischen Bildung, gerade sehr kleine, stehen vor dem Aus. Dies bestätigen auch zwei in den Text eingespielte Statements von Praktikern.

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Turek, Jürgen

Der »Clash of gernerations ist vermeidbar«

Sozialer Wandel - Zukunftsaufgabe politischer Bildung

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Ausgehend von der demografischen Entwicklung erarbeitet Turek Funktionen politischer Bildung. Sie soll helfen, den »Clash of generations« zu verhindern. Der demografische Wandel ist aber nur einer unter mehreren Trends: Der Wandel von der modernen Industrie- zur transnationalen Technologiegesellschaft erfordert einen erneuerten Generationenvertrag. Politische Bildung initiiert dabei eine zukunftsorientierte Einwirkung der Gesellschaft auf sich selbst und bildet so eine Investition in ihre Humanressourcen.

35

Oels, Monika

Neue Blüte oder »last exit«?

Politische Erwachsenenbildung in Europa

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Während sich die politische Bildung national als Stiefkind öffentlicher Förderung fühlt, gelangt sie auf europäischer Ebene zu neuer Blüte. Die europäischen Bildungsminister entwickeln eine gemeinsame Bildungsplanung und suchen hierzu nach gemeinsamen Zielen politischer Bildung. Die einschlägigen Förderprogramme sind eine Fundgrube für gute Praxis. Bei Querschnittsaufgaben zeigt sich die Verschränkung von politischer Bildung und Politikentwicklung. Monika Oels übersieht nicht, dass es oft der Kampf ums nackte Überleben ist, der Einrichtungen in die EU-Förderung treibt.

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Siebert, Horst

Rückblicke Politische Bildung - wie immer in der Krise?

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Ein Blick auf die Krise in der politischen Bildung von den 1960er Jahren bis heute.

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Luther, Klaus

Neue Abteilung "Lebenslanges Lernen, Weiterbildung" im BMBF

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Nach der Bundestagswahl hat sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine neue Organisationsstruktur gegeben. Erstmals sind nun die weiterbildungspolitischen Aktivitäten des BMBF in einer eigenen Unterabteilung gebündelt (»Lebenslanges Lernen; Weiterbildung«). Dadurch besteht die verbesserte Möglichkeit, dass das BMBF in der Weiterbildung »mit einer Stimme spricht«. Außerdem heißt die übergeordnete Abteilung »Hochschule, Weiterbildung.« Das zeigt: Weiterbildung ist organisationspolitisch als gleichrangig anerkannt.

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Käpplinger, Bernd; Puhl, Achim

Zur Zertifizierung von Kompetenzen

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Wie lassen sich informell erworbene Kompetenzen zertifizieren? Diese Frage stellt sich im Zuge der Diskussion um selbstgesteuerte und lebenslang erforderliche Lernprozesse. Während Deutschland noch am Beginn dieser Entwicklung steht, haben andere Länder bereits Zertifizierungssysteme eingeführt. Aber trotzdem scheint es für eine Einführung in Deutschland keine vorgezeichneten Wege zu geben. Bernd Käpplinger hat im Rahmen des DIE-Projektes »Transparenz und Akzeptanz berufsrelevanter Kompetenzen – Instrumentarien und Umsetzungsstrategien« (TAK) entsprechende europäische Tendenzen im Bereich der beruflichen Bildung gesichtet. Achim Puhl hat in einem zweiten Schritt bundesdeutsche Expertenmeinungen eingeholt (Prof. Dr. John Erpenbeck und Prof. Dr. Günther Dohmen).

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Hemsing-Graf, Sabine; Kraft, Susanne

E-Learning: Von Teilnehmenden lernen

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Der Beitrag enttarnt zunächst gängige Vorurteile über E-Learning. Der pädagogische Mehrwert steht und fällt mit der methodisch-didaktischen Gestaltung. Die Autorinnen gründen ihr Urteil auf Erfahrungen von Teilnehmenden einer online-basierten Weiterbildung. Diese bewerteten das Lernen mit Neuen Medien als intensiv, kommunikativ, aber zeitaufwändig. E-Learning erfordere Selbstdisziplin, -motivation, -organisation, ein gutes Zeitmanagement sowie eine grundlegende Technikkompetenz.

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