Herausgeber
Nuissl von Rein, Ekkehard
Titel
Nutzen von Bildung
Zeitschrift
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
Ausgabe
3/2004
Ort
Bielefeld
Verlag
wbv
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/538
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Abstract
Eine natürliche Fortsetzung des Kosten-Heftes 2004/2: Was kommt, nach all den Investitionen in Bildung und Weiterbildung eigentlich Gutes hinten raus? Und vor allem für wen? Lässt sich der Nutzen von Bildung messen - gesellschaftlich und individuell - und wenn ja, wie? Wo liegen die Grenzen des Nutzenkalküls?
Eine Studie des BIBB hat gezeigt, dass Teilnehmende der Weiterbildung den Nutzung insgesamt sehr positiv einschätzen (Beitrag Beicht u.a.). Und im Interview (Alheit/Weiss) zeigt sich, dass der Nutzenkalkül der Bildungsökonomen keineswegs nur materiellen Nutzen im Blick hat. Fazit: Über den Bildungsnutzen muss mehr geredet werden, um denen, die gebetsmühlenartig auf die Kosten verweisen, die Stirn zu bieten.

Inhalt

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Reutter, Gerhard

Wunder gibt es immer wieder, oder: Wie Arbeitslosigkeit um 51,6 Prozent gesenkt werden kann

Leserbrief von Gerhard Reutter zum Artikel »Qualifizierungsgutscheine statt Bildungsgutscheine« des Ökonomen Oliver Farhauer in der DIE Zeitschrift H. 2, 2004, S 33–36.
Gerhard Reutter setzt sich mit einem Artikel des Ökonomen Oliver Farhauer aus der letzten Ausgabe der DIE Zeitschrift auseinander zum Thema Qualifizierungs- oder Bildungsgutscheine. Deutlich werden die unterschiedlichen Ansichten und Einschätzungen zu den Ursachen der Arbeitslosenzahlen und der Frage, welche Grundvoraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine dauerhafte Eingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitmarkt zu erreichen. Die Gegensätze treten besonders bei der Beurteilung der Qualität außerbetrieblicher Weiterbildung einerseits und dem Stellenwert betrieblicher Weiterbildung andererseits hervor.
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Beccarelli, Claudio

Nutzen universitärer Weiterbildung im Nonprofit-Bereich

Ein Praxisbeispiel zur Nutzenerhebung am Verbandsmanagement Institut der Universität Freiburg/Schweiz
Die Universität Freiburg in der Schweiz hat ein Management-Modell für die Weiterbildung von Führungskräften in Nonprofit-Organisationen (FMM) erarbeitet. Eine ganzheitliche Herangehensweise soll den Teilnehmenden schnell einen praxisorientierten Nutzen garantieren und gleichzeitig eine Erfolgskontrolle ermöglichen. Der Artikel beschreibt das Verfahren und nennt die angewandten Kriterien zur Messung des individuellen und betrieblichen Nutzens.
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Brandt, Peter

Stichwort Nutzen von (Weiter-)Bildung

Begriffklärungen rund um das Thema Nutzen von Bildung.
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Alheit, Peter; Brandt, Peter; Weiss, Manfred

Gespräch Keine Chance für engen Nutzenkalkül

Bildungsökonomie und Erziehungswissenschaft im Gespräch
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Spreen, Dirk

Bildung als »regulative Idee«

Zum Verhältnis von Bildung und Nutzen
Einen funktionalen Bildungsbegriff hat schon Max Scheler entwickelt. Bei Scheler steht Bildung dem Nutzeninteresse nicht entgegen, sondern ermöglicht dem instrumentellen Interesse, einen Nutzen überhaupt zu erreichen. Unter den Vorzeichen der postmodernen Medien- und Massengesellschaft ist das Verhältnis von Bildung und Nutzen umzuformulieren. Unter Rückgriff auf Lyotard entwickelt der Autor die Idee von Bildung als einer regulativen Idee. Dieses Konzept erwartet von den Individuen nicht mehr die kulturelle Integration in Gesellschaft, sondern begnügt sich mit einem pluralen kulturellen Überschuss.
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Bodenhöfer, Hans-Joachim

Formen des Nutzens und ihre Evaluierung

Weiterbildungsnutzen in ökonomischer Perspektive
Die Bildungsökonomie identifiziert unterschiedliche Nutzenarten von Bildung: den individuellen Nutzen sowie sog. externe Erträge, von der die Gesellschaft profitiert (interne wie externe Erträge können monetär und nicht-monetär sein). Dabei sind die einzelnen Nutzendimensionen unterschiedlich gut quantifizierbar. Der Nutzen von Weiterbildung ist bildungsökonomisch noch nicht so gut erforscht wie die Kostenseite. Die umfassenderen Wohlfahrtseffekte von Weiterbildung sind dabei besonders schwer messbar. Evaluierungen von Programmen und Maßnahmen mit Arbeitsmarktbezug dürften bisher ein zu positives Bild von deren Leistungsfähigkeit zeichnen.
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Beicht, Ursula; Krekel, Elisabeth M.; Walden, Günter

Weiterbildung nützt

Empirische Unterschung des BIBB zum individuellen Nutzen beruflicher Weiterbildung
Die Privatpersonen in Deutschland tragen zum Teil hohe eigene Kosten und wenden in erheblichem Umfang Freizeit für ihre berufliche Weiterqualifizierung auf. Inwieweit zahlen sich die Investitionen von Geld und Zeit für die Weiterbildungsteilnehmenden aus? Im vorliegenden Beitrag wird dargestellt, wie die Teilnehmenden den Nutzen ihrer beruflichen Weiterbildung unter unterschiedlichen Aspekten einschätzen und wie sie das Verhältnis von Aufwand und Nutzen beurteilen. Hierbei zeigt sich ein hoher Zufriedenheitsgrad. Die Beurteilung des Nutzens beruflicher Weiterbildung unterscheidet sich aber teilweise signifikant hinsichtlich wichtiger soziodemographischer Merkmale der Teilnehmenden.
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Reischmann, Jost

Warum nicht mal den Nutzen messen?

Evaluation von Bildungsarbeit
Lässt sich der Nutzen einer Weiterbildung messen? Was ist dabei methodisch zu beachten? Es muss vorab definiert sein, welche Indikatoren den Nutzen angeben sollen. Evaluatoren und Stakeholder müssen sich gemeinsam auf Sollwerte einigen. Mit den Methoden der quantitativen und qualitativen Forschung müssen Daten gesammelt werden. Anekdotisches hat unter Evaluationsgesichtspunkten keinen Wert. Am Schluss des Artikels zeigt der Autor vier prinzipielle Berechnungsmöglichkeiten auf: Kostenevaluation, Evaluation alternativer Kosten, Nutzenevaluation und Kombinationen der genannten.
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Negt, Oskar

Rückblicke Vom Nutzen der Eigenzeiten

Historischer Längsschnitt zum Thema Nutzen
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Welter, Sebastian

An Entwicklungsaufgaben fehlt es nicht

Erwachsenenbildung in der erweiterten Europäischen Union
Mit diesem Beitrag eröffnet der Autor vom Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (IIZ/DVV) eine Leserdiskussion dieser Zeitschrift zum Thema „EU-Erweiterung und Bildung“. Sein Beitrag spannt den Horizont der anstehenden Diskussionspunkte auf. Nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatsordnungen in den mittelosteuropäischen Ländern haben Bildungseinrichtungen einen starken Autoritätsverlust erlitten. Er wurde nur teilweise durch kommerzielle Bildungsträger aufgefangen. Besonders für Benachteiligte ist der Zugang zu Bildung oft noch erschwert. Um Fördermittel für spezielle Angebote für diese Gruppen zu erhalten, müssen sich nationale Akteure den international diskutierten Themen und Vorgaben stellen. Auch dies eine Dimension der Entstehung eines europäischen Raums des Lebenslangen Lernens. Dies leitet den Autor zu einer Verhältnisbestimmung nationaler und internationaler Bildungsparadigmen – gerade auch im Hinblick auf Deutschland.
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Fiebig, Marco; Heuer, Klaus

Traditionsbruch zugunsten eines zeitgemäßen Neuanfangs

»Bibliographie zur Erwachsenenbildung« wird als Printmedium eingestellt
Über 40 Jahre ist die »Bibliographie zur Erwachsenenbildung« erschienen. Dieser Service des DIE wurde im April in ein zeitgemäßeres Online-Angebot transformiert. In der Rückschau zeigt sich, dass die Bibliographie durch ihren Vollständigkeitsanspruch immer ein wenig behindert war, aber dennoch wesentlich zum Aufbau der Erwachsenenbildung als Teildisziplin der Erziehungswissenschaft beigetragen hat.

Dialog mit dem Autor/den Autoren

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