Verfasser
Rosenbladt, Bernhard von
Titel
Schriftschwäche als Handicap: Zur sozialen Verortung des funktionalen Analphabetismus in Deutschland
Jahr
2012
In
REPORT Zeitschrift für Weiterbildungsforschung 2/2012: System und Systemsteuerung in der Erwachsenenbildung
Seite
73 - 89
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/9404
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Abstract
Laut leo-Studie (2010) erreichen 7,5 Mio Personen in Deutschland nicht einen bestimmten Mindeststandard der schriftsprachlichen Kompetenz und werden daher als „funktionale Analphabeten“ eingestuft. Das Sozial- und Bildungsprofil dieses großen Personenkreises unterscheidet sich von dem der kleinen Teilgruppe, auf die sich bisherige Studien zum Analphabetismus meist stützen, nämliche die Teilnehmenden an Alphabetisierungskursen. Während diese größtenteils eine Sonder-bzw. Förderschule besucht haben, verfügt die Gesamtgruppe größtenteils über einen Schulabschluss auf Hauptschulniveau oder höher. Einschränkungen im Berufs- und Alltagsleben aufgrund der mangelnden Lese- und Schreibfähigkeiten sind vorhanden, aber deutlich geringer als bei den Kursteilnehmenden. Diese Befunde verlangen ein Überdenken bisheriger Problemwahrnehmungen und pädagogischer Angebote.

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