Weiterbildungsstatistik: Informations- und Auswertungsservice des DIE

Informations- und Diskussionspapier für die Steuergruppe des Projekts „Weiterbildungsstatistik“

Klaus Pehl, 24.05.2002

Inhalt

1      Einleitung. 1

1.1       Datenbasis - Input 1

1.2       Datenbasis- Output 3

2      Charakteristische Eigenschaften von summativen Auswertungen. 4

3      Dokumentationsformen der Auswertungen. 5

4      Adressaten von Auswertungen. 6

4.1       Institutionelle Adressaten von Auswertungen in der Weiterbildungspraxis: 6

4.2       Institutionelle Adressaten von Auswertungen der Bildungspolitik und Bildungsverwaltung. 6

4.3       Institutionelle Adressaten – Support- und Forschungseinrichtungen. 7

4.4       Sonstige institutionelle Adressaten. 7

4.5       Personen. 7

5      Spektrum der möglichen Auswertungen. 7

6      Vorschlag für einen Aktionsrahmen. 9

7      Anhang. 14

7.1       Tabellenverzeichnis. 14

7.2       Abbildungsverzeichnis. 14

 

1         Einleitung

1.1      Datenbasis - Input

Zum Ende des Projekts „Weiterbildungsstatistik“ wird für eine dauerhaft zu etablierende Datenbasis im DIE definiert sein,

Anschaulich ist die Datenbasis wie die Organisation einer dreidimensionalen Tabelle (s. Abbildung 1, S. 2)zu verstehen mit den Dimensionen

  1. Merkmalen in Spalten (Felder/Untersuchungsmerkmale)
  2. Weiterbildungseinrichtungen als Zeilen (Datensätze/Untersuchungseinheiten)
  3. Jahrgängen als Schichten[1].

Abbildung 1 Datenbasis

Das Projekt sorgt für die Auffüllung der Datenbasis mit Daten für das Berichtsjahr 2002 als Erprobungsjahr und bereitet die Auffüllung für 2003 vor.

Dazu ist im Verlauf des Projekt erarbeitet, welche spezifischen Merkmale jeweils für die relevanten Trägerbereiche AdB, AL, DEAE, DVV und KBE erhoben werden. Dies hat seinen Ausdruck in der Festlegung der Dokumente „Berichtsbogen“ (in elektronischer Form auch als Druckvorlagen geeignet) zur Übergabe der Daten einer Weiterbildungseinrichtung für ein Berichtsjahr an die Datenbasis gefunden. Dabei ist gewährleistet, dass die Merkmale/Ausprägungen aller Trägerorganisationen einen tragfähigen gemeinsamen Kern enthalten. Er wird Grundlage sein, um über den trägerspezifischen Informations- und Auswertungsservice hinausgehend eine Form für eine „Verbundstatistik“ zu finden.

Für die Dimension „Merkmale“ ist Teil der Dokumentation, das ausgewählte Spektrum zu differenzieren nach institutionellen Merkmalen, Merkmalen des Personals, Merkmale der Finanzierung und Merkmale der Veranstaltungen[2]. Innerhalb dieser Merkmalsgruppen ist identifiziert, welche Merkmale zu dem gemeinsamen Kern gehören und welche trägerspezifisch darüber hinausführen.

Weiterhin ist im Projekt für alle Trägerbereiche dokumentiert, welche Weiterbildungseinrichtungen als Organisationseinheiten in die Datenbasis einbezogen werden sollen und in welchen Relationen sie zu Unterorganisationen und/oder Mitgliedern der Bundesverbände stehen. Außerdem ist festgelegt und dokumentiert, in welchen Verfahren („Organisationsmodell“) die Merkmalsausprägung der Einrichtungen gesammelt, kontrolliert und weitergeleitet werden. Dabei ist das Organisationsmodell über die Besonderheiten des Berichtsjahr 2002 als Erprobungsjahr hinausgehend ausgelegt.

1.2      Datenbasis- Output

Alle diese Ergebnisse des Projekts auch im Hinblick auf die Zeit danach machen die komplexen strukturellen Vorarbeiten aus, sorgen aber im Rahmen der Datenbasis lediglich für den Input. Der „externe“ Nutzen für unterschiedliche Adressaten sowohl des Projekts als auch des anschließenden Regelsystems liegt ausschließlich im möglichen Output. Nur ein Informations- und Auswertungsservice, der auf der Datenbasis aufsetzt, kann aus einem „inaktiven Datenlager“[3] ein nützliches Informationssystem machen.

Deswegen liegt in der zweiten Projekthälfte als Schwerpunkt an, das Spektrum der möglichen Auswertungen von Daten in der Datenbasis für die Steuergruppe und die trägerspezifischen Arbeitsgruppen aufzuzeigen und exemplarisch zu verdeutlichen[4]. Mit diesem Überblick ist

·        mit den einzelnen Kooperationspartnern festzulegen, welches Set von ausgewählten Auswertungen vom DIE an welche Adressaten in ihrem Bereich regelmäßig geliefert werden soll

·        mit den einzelnen Kooperationspartnern festzulegen, welche weiteren Auswertungen von welchen Adressaten in ihrem Bereich vom DIE beziehbar sein sollen

·        mit allen Kooperationspartnern festzulegen, welche Art von Auswertungen öffentlich angeboten werden kann (Bildungspolitik, Medien, interessierte Fachwelt)

·        mit allen Kooperationspartnern festzulegen, welche Daten in welcher Form der Forschung bereitgestellt werden können.

·        mit allen Kooperationspartnern festzulegen, welche Anfragen nach maßgeschneiderten Auswertungen vom DIE bedient werden können und zu welche Anfragen Auskunft gegeben werden kann

·        mit allen Kooperationspartnern gemeinsam zu beraten, welche Art von Auswertung auf Bundes- und/oder Landesebene zum gemeinsamen Merkmalskern als „Verbundstatistik“ regelmäßig von DIE geliefert werden soll.

Diese Vereinbarungen sind für die Auswertung der Daten des Erprobungsjahrs 2002 als unmittelbares Projektergebnis umzusetzen, aber vor allem auch so vorzunehmen, dass sie die Grundlage für das Regelsystem nach Ablauf des Projekts bilden. Dabei geht das DIE davon aus, dass sich die Vereinbarungen mit Ein- und Ausschlusscharakter nicht auf die konkreten Zahlen als Ergebnis einer Auswertung im Nachhinein beziehen, sondern auf den Typ einer Auswertung im Vorhinein. In das Regelsystem ist auch einzubeziehen, welches zukünftig unentgeltliche Leistungen der Kooperationspartner und des DIE sein und auf was sich kostenpflichtige Dienstleistungen des DIE beziehen sollen.

2         Charakteristische Eigenschaften von summativen Auswertungen

Um die in der Einleitung genannten Fragestellungen zur Festlegung eines Informations- und Auswertungsservice bearbeiten zu können, ist es notwendig, die bestimmenden Eigenschaften einer möglichen Auswertung zu überblicken. Damit können Kriterien festgelegt werden, welche Arten von Auswertungen an welche Adressatengruppen vom DIE geliefert oder angeboten werden sollen/können und worin die Einschränkungen bestehen.

Wegen ihrer dominierenden Rolle im vermuteten Bedarf sollen hier besonders die summativen Auswertungen diskutiert werden, d.h. solche Auswertungen, bei denen für ein oder mehrere Merkmale zu einer geeigneten Gruppenbildung von Untersuchungseinheiten die den Gruppen entsprechenden Teilsummen als Absolutzahlen mit geeigneten Prozentuierungen präsentiert werden.

Beispiel: Anzahl der Unterrichtsstunden (von WB-Einrichtungen eines Trägerbereichs) in einem Berichtsjahr nach Themenbereichen und Bundesländern prozentuiert nach Themenbereichen

Beantwortbare Frage u. a.: Ist das Angebotsprofil nach Themenbereichen bundeslandspezifisch?

Solche Auswertungen werden in Tabellen realisiert und können durch geeignete graphische Darstellungen (Grafiken) ergänzt werden. Die Verdichtung der Information ist dabei relativ groß.

Verteilungsfragen unter Umständen unter Verwendung statistischer Kennzahlen, die mehr Information aus der Datenbasis verwenden (geringerer Verdichtungsgrad und Informationsverlust), erfordern einen anderen Auswertungstyp.

Beispiel: Verteilung der Weiterbildungseinrichtungen (eines Trägerbereichs) nach der Stellenzahl in einem Berichtsjahr mit Kennzahlen für die Lage und die Streuung

Beantwortbare Fragestellungen u. a.: Wie viel Prozent der Einrichtungen haben außer der Leitung keine weiteren besetzten Stellen für hauptberuflichen pädagogischen Mitarbeitenden? Die 10% personalmäßig bestausgestatteten Einrichtungen verfügen über mindestens x besetzte Stellen für hauptberufliche pädagogische Mitarbeitende. Im 5-Jahresvergleich hat zwar die durchschnittliche Zahl der Stellen für hauptberufliche pädagogische Mitarbeitende zugenommen, aber ebenso der Anteil der Einrichtungen mit lediglich einer Stelle.

Solche komplexeren Fragestellungen sind erfahrungsgemäß häufig wissenschaftlichen Spezialuntersuchungen vorbehalten und sollen hier vorerst nicht weiter in die Darstellung einbezogen werden.

Auch dann, wenn bei summativen Auswertungen die dritte Dimension, der zeitliche Verlauf, im Vordergrund steht („Zeitreihen“), sind die üblichen Darstellungsformen Tabellen und geeignete Grafiken. Da eine überschaubare Tabelle lediglich zwei Dimensionen zur Darstellung bringen kann, wird bei Zeitreihen jeweils zu entscheiden sein, der zeitliche Verlauf welchen Merkmals ausgewertet werden soll.

Beispiel (Fortführung): Anzahl der Unterrichtsstunden (von WB-Einrichtungen eines Trägerbereichs) nach Berichtsjahren und Themenbereichen prozentuiert nach Themenbereichen

Sollte hier nicht auf die Differenzierung nach Bundesländern wie im obigen Beispiel verzichtet werden, bedeutet das, die Auswertung in 16 (Teil-)Tabellen (u. U. mit einer 17. für die BRD) vorzunehmen.

Charakteristisch für eine summative Auswertung sind

  1. das ausgewählte statistische Merkmal (was wird summiert?)
  2. der betrachtete Zeitraum, z.B. Berichtsjahr oder Beginn/Ende einer Zeitreihe
  3. die einbezogenen Untersuchungseinheiten (= Weiterbildungseinrichtungen) nach Sache (Trägerzugehörigkeit) und/oder nach Gebiet (auf welche Untersuchungseinheiten bezieht sich die Gesamtsumme?)
  4. die zugrunde gelegte (Unter-)Gruppenbildung für die Weiterbildungseinrichtungen, z.B. Regionen innerhalb eines Bundeslands, Bundesländer innerhalb BRD, alte/neue Bundesländer in BRD (für welche Gruppierung werden Teilsummen gebildet?)
  5. die für eine geeignete Prozentuierung von Teilsummen auf die Gesamtsumme bevorzugte Dimension, z.B. nach Kategorien des Merkmals, nach (Unter-)Gruppen der WB-Einrichtungen (was soll verglichen werden?)
  6. Angaben zur Gültigkeit, z.B. fehlenden Angaben, Auswertungsquote, geschätzte Angaben

Übliche und sinnvolle Ergänzungen sind

  1. Erläuterungstext zu Auswertungstabellen, die den Blick auf das Wesentliche/Überraschende lenken.
  2. Interpretationstext, die das zentrale Ergebnis deutet und in Beziehung zu anderen Befunden setzt.

3         Dokumentationsformen der Auswertungen

Schon längst ist die Papierform nicht mehr die einzige und geeignetste Form, um das Ergebnis einer Auswertung zu dokumentieren und sie Adressaten zu übermitteln.

Hinzugetreten sind im Lauf der letzten Jahre elektronische Dateien, die alle per Email direkt adressiert werden, aber auch downloadbar geschützt oder frei im Internet angeboten werden.

  1. Auswertungstabellen in Printform (PRINT);
    diese Form ist zur Zeit noch nachgefragt, sollte aber perspektivisch nur in Verbindung mit elektronischen Formen angeboten werden.
  2. Auswertungstabelle in einem weiterverarbeitbaren elektronischen Standardformat (EXCEL);
    weit nutzbar ist das MS-Excel-Format, weil MS-Office zu den am weitesten verbreiteten Standardformaten auf PC gehört. Adressaten können solche Dateien für eigene Zwecke weiterverarbeiten und eigenen Bedürfnissen anpassen.
  3. Auswertungstabelle in einem elektronischen (geschützten) druckfertigen PDF-Format (PDF);
    international übliches Format für „fertige“ Dokumente. Adressaten drucken sie layout-treu aus.

In beiden Fällen sind Erläuterungstexte/Interpretationstexte integriert oder als Ergänzung einbaubar.

Bei größeren Sammlungen von Auswertungen empfiehlt sich eine Dokumentation auf einer CD-ROM. Hier ist aber ein intelligentes Inhaltsverzeichnis (z.B. als Web-System) zu ergänzen. Auch Archivierungen können vorläufig durch CD-ROM ergänzt werden.

4         Adressaten von Auswertungen

Die Organisationseinheiten bei denen die statistischen Daten anfallen sind die Weiterbildungseinrichtungen[5] selbst. Hier sind die Daten aus dem laufenden Betrieb zu destillieren und am Ende des Berichtsjahrs zu sammeln und weiterzuleiten. Hier fällt der Großteil der Erhebungsarbeit an. Entsprechend ist nur natürlich, dass besonders darauf geachtet wird, welche Auswertungen besonders den lokalen Einrichtungen nutzen. Einem System, welches diese Adressaten für ein Informations- und Auswertungsservice ausklammert, ist vermutlich keine lange Lebensdauer beschert.

4.1      Institutionelle Adressaten von Auswertungen in der Weiterbildungspraxis:

  1. (Lokale) Weiterbildungseinrichtungen und ihre Träger in Trägerbereichen
  2. Regional begrenzte Verbünde/Organisationen von Weiterbildungseinrichtungen für Trägerbereiche
  3. Landesorganisationen von Weiterbildungseinrichtungen (z. T. Mitglieder von Bundesorganisationen) für Trägerbereiche
  4. Mitglieder von Bundesorganisationen für Trägerbereiche
  5. Bundesorganisationen für Trägerbereiche
  6. KAW
  7. Dachverbände der Weiterbildung in EU-Staaten und Anschlussstaaten

4.2      Institutionelle Adressaten von Auswertungen der Bildungspolitik und Bildungsverwaltung

In Deutschland:

  1. Für Weiterbildung zuständige Referate in kreisfreien Städten und Kreisen
  2. Organisierte Netze von trägerübergreifenden Weiterbildungsorganisationen in Regionen
  3. Für Weiterbildung zuständige Referate in Regierungsbezirken
  4. Für Weiterbildung zuständige Referate in Landesministerien
  5. Statistische Landesämter
  6. KMK-Fachausschuss Fort- und Weiterbildung
  7. Für Weiterbildung zuständige Referate in Bundesministerien, insbesondere im BMBF und nachgeordnete Behörden (z.B. BIBB)
  8. Statistisches Bundesamt

In Europa und international:

  1. Für Weiterbildung zuständige Referate EU-Generaldirektionen und nachgeordnete Institute (z.B. CEDEFOB)
  2. EUROSTAT
  3. Für Weiterbildung zuständige Referate in Ministerien und statistischen Ämtern anderer EU-Staaten und Anschlussstaaten
  4. Für Weiterbildung zuständige Referate in internationalen Organisationen wie OECD und Unesco

4.3      Institutionelle Adressaten – Support- und Forschungseinrichtungen

  1. Landesinstitute für Weiterbildung
  2. Fachabteilungen des DIE
  3. Trägerübergreifende Verbünde auf Landesebene
  4. (Außer-)Universitäre Forschungseinrichtungen

4.4      Sonstige institutionelle Adressaten

  1. Medien (Rundfunk-/Fernsehanstalten, Zeitungen, Verlage)
  2. Parteien
  3. Verbände/Organisationen gesellschaftlicher Gruppen (z.B. GEW, BDI, DIHT)

4.5      Personen

  1. Weiterbildungspersonal
  2. Freie Mitarbeitende bei Medien
  3. Studierende
  4. Hochschulpersonal

5         Spektrum der möglichen Auswertungen

Die Zahl der möglichen (Grund-[6])Auswertungen ist groß und nur durch die Festlegungen der kooperierenden Verbände begrenzt. Ebenso groß ist die Zahl der möglichen Adressaten (vgl. Abschnitt „Adressaten von Auswertungen“, S. 6). Ein gründliches induktives Vorgehen, um die in Abschnitt „Datenbasis- Output“ (S. 3) genannten Entscheidungen zu treffen und zu dokumentieren, wäre anhand einer Matrix, die alle Kombinationen zwischen allen Merkmalen[7] und allen Adressaten als Felder enthält, zu treffen, wobei in die Felder einzutragen wäre,

Für eine solche Entscheidungsmatrix ist dann eine Legende notwendig der Art:

Tabelle 1 Aktionsrahmen für Informations- und Auswertungsservice des DIE

Koop.partner Z

Auswertung für Merkmal

Zulässige Auswertungsformen und Aktionen des DIE

Merkmal 1

Merkmal 2

Merkmal 3
Bsp.: U.-Stunden nach Themenbereichen

Merkmal 4

Merkmal x

Addressat 1

 

 

 

 

 

Addressat 2
Bsp.: Träger-Landesorganisation

 

 

Bsp.:
PRINT,
EXCEL, PDF;
E;

OHNE;

AKTIV

 

 

Addressat 3

 

 

 

 

 

Addressat 4

 

 

 

 

 

Addressat y

 

 

 

 

 

Der Beispieleintrag bedeutet, dass das DIE an alle Landesorganisationen des Kooperationspartners Z in allen drei Formen (Print, Excel, PDF) die Zahl der Unterrichtsstunden nach Themenbereichen differenziert nach Einrichtungen gruppiert (also eine Liste) ohne textlichen Erläuterungen regelmäßig (nach Abschluss des Berichtsjahrs liefern soll.

Vor dem Hintergrund der Vielfalt der möglichen Adressaten und der großen Zahl von Erhebungsmerkmalen wird verständlicherweise nach einem weniger aufwendigen Verfahren gesucht. Deswegen macht das DIE auf der Basis der guten Erfahrungen der Volkshochschulen mit dem Auswertungs- und Informationsservice des DIE, welches sogar ohne eine detaillierte dokumentierte Vereinbarung bisher nie in die „Geruch“ von Datenmissbrauch kam, einen Vorschlag.

Er beruht auf einer Gruppenbildung in der Dimension Merkmale wie auch auf einer Gruppenbildung der möglichen Adressaten und bündelt nach Möglichkeit einzelne Auswertungen zu adressatenspezifischen „Paketen“.


6         Vorschlag für einen Aktionsrahmen

Der Vorschlag für eine vereinfachte Matrix (s. Tabelle 2, S. 11) als Diskussionsvorlage und Vorbereitung von Vereinbarungen zwischen den Trägerorganisationen und dem DIE basiert einerseits auf einer Gruppierung der Merkmale nach dem Schema in Abbildung 2.

Abbildung 2 Gruppierung nach Merkmalen

Außerdem sind die Adressaten gruppiert nach dem Schema in Abbildung 3:

Abbildung 3 Gruppierung nach Adressaten[8]

In den Zellen der Tabelle 2 sind die vorgeschlagenen Dienstleistungen eingetragen und vermerkt,

         ob sie aktiv (regelmäßige Belieferung) oder passiv (auf Anforderung/Anfrage) erbracht werden

         ob sie mit oder ohne Erläuterungs-/Interpretationstexte ausgeliefert werden

         in welchem Format (Print – Excel – PDF) sie ausgeliefert werden.

 


Tabelle 2 Kompakter Aktionsrahmen für Informations- und Auswertungsservice des DIE (Vorschlag DIE)

Adressaten

Merkmale

Institutionelle Merkmale

Personaldaten

Finanzierungsdaten

Veranstaltungsdaten

DIE-Service

Gemeinsamer Kern

Trägerspezifische Daten

Gemeinsamer Kern

Trägerspezifische Daten

Gemeinsamer Kern

Trägerspezifische Daten

Gemeinsamer Kern

Trägerspezifische Daten

WB-Praxis

 

Bundes­org.

Eigene Daten

Aktiv – mit – Excel/PDF

Paket (exclusiv jeweils für AdB, AL, DEAE, DVV, KBE):

·         Tabellen/Grafiken aller Merkmale im Berichtsjahr nach Ländern (Bsp. 1-1 Excel/PDF, Bsp. 1-4 Excel/PDF)

·         Listen ausgewählter Merkmale im Berichtsjahr (z.B. Eckdaten/Programmprofil) nach Suborganisationen (Bsp. 1-3 Excel/PDF)

·         Listen ausgewählter Merkmale im Berichtsjahr (z.B. Eckdaten/Programmprofil) nach Regionen (Bsp. 6 Excel/PDF)

·         Listen ausgewählter Merkmale im Berichtsjahr nach WB-Einrichtungen (Bsp. 1-2 Excel/PDF)

·         Zeitreihen ausgewählter Merkmale (Bsp. 1-1 Excel/PDF)

·         Auswertung von einzelnen Themenbereiche (Bsp. 2-1 Excel/PDF, Bsp. 2-2 Excel/PDF)

·         Auswertung nach besonderen Zielgruppen (Bsp. 3 Excel/PDF)

Archiv Basisdaten (exclusiv jeweils für AdB, AL, DEAE, DVV, KBE):

Vergleichsdaten im Verbund

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE:

         Tabellen/
Grafiken im Berichtsjahr nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.)

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.)

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.)

 

 

Sub­org.

Eigene Daten

Aktiv – mit – Excel/PDF

Paket (exklusiv trägerbereichspezifisch):

·         Tabellen/Grafiken aller Merkmale im Berichtsjahr (nach Ländern) (Bsp. 5-1 Excel/PDF)

·         Listen ausgewählter Merkmale im Berichtsjahr nach Regionen (Bsp. 6 Excel/PDF)

·         Listen ausgewählter Merkmale im Berichtsjahr nach WB-Einrichtungen (Bsp. 5-2 Excel/PDF)

·         Zeitreihen ausgewählter Merkmale (Bsp. 5-1 Excel/PDF)

·         Auswertung von einzelnen Themenbereiche (Bsp. 5-3-1 Excel/PDF, Bsp. 5-3-2 Excel/PDF)

·         Auswertung nach besonderen Zielgruppen (Bsp. 3 Excel/PDF)

Vergleichsdaten auf derselben Ebene innerhalb Trägerbereich

         Listen ausgewählter Merkmale (z.B. Eckdaten/Programmprofil) im Berichtsjahr nach Suborganisationen

         Listen ausgewählter Merkmale im Berichtsjahr (z.B. Eckdaten/Programmprofil) nach Regionen

Vergleichsdaten auf derselben Ebene im Verbund

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE:

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.)

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.)

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.)

 

 

WB-Einrich­tungen

Eigene Daten

Passiv – ohne – Excel/PDF

Lokales Paket (trägerbereichsspezifisch):

·         Tabellen/Grafiken aller Merkmale im Berichtsjahr (Bsp. 7 Excel/PDF)

·         Zeitreihen ausgewählter Merkmale (z.B. Eckdaten/Programmprofil) (Bsp. 7 Excel/PDF)

·         Vergleichsdaten eigene Region (Bsp. 5-1 Excel/PDF, Bsp. 6 Excel/PDF)

·         Vergleichsdaten eigenes Bundesland (Bsp. 5-1 Excel/PDF, Bsp. 7 Excel/PDF)

Vergleichsdaten auf derselben Ebene innerhalb Trägerbereich

Passiv - ohne Excel-PDF

Auswahllisten von „Eckdaten[Rechtsträger] vergleichbarer Einrichtung in strukturähnlichen Regionen, vergleichbare Größenordnung (u.U. anonymisiert)

 

Passiv - ohne Excel-PDF

Auswahllisten von „Eckdaten“ (Forts.)
[Gesamtstellenzahl hauptb. Personal, Gesamtzahl nicht hauptb. Personal]

 

Passiv - ohne Excel-PDF

Auswahllisten von „Eckdaten“ (Forts.)
[GesamtsummenTrägerbeitrag, Teilnahme, Zuschüsse]

 

Passiv - ohne Excel-PDF

Auswahllisten von „Eckdaten“ (Forts.)
[Profil nach Themenbereichen Gesamtunterrichtsstunden, Gesamtbelegungen]

 

Vergleichsdaten auf derselben Ebene im Verbund

Passiv - ohne Excel-PDF

Trägerübergreifende Auswahllisten von „Eckdaten  (s.o.)

 

Passiv - ohne Excel-PDF

Trägerübergreifende Auswahllisten von „Eckdaten“ (Forts.) (s.o)

 

Passiv - ohne Excel-PDF

Trägerübergreifende Auswahllisten von „Eckdaten“ (Forts.) (s.o.)

 

Passiv - ohne Excel-PDF

Trägerübergreifende Auswahllisten von „Eckdaten“ (Forts.) (s.o.)

 

Bildungs­politik

BMBF

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE:

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.):

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.):

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.):

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

 

KMK, EU

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE:

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.):

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.):

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Aktiv – mit – PDF

„Verbundstatistik“ DIE (Forts.):

         Tabellen/
Grafiken nach Bundesorg./
Ländern

         Zeitreihen ausgewählter Merkmale

 

Forschung

 

Hochschulen

Passiv – ohne – EXCEL/PDF

Wissenschaftspaket (CD-ROM):

Basisdaten, Einrichtungsdaten anonymisiert

Außeruniversitäre Einrichtungen

Passiv – ohne – EXCEL

Ausgewählte Basisdaten, Einrichtungsdaten anonymisiert

 

 

 

 

 

 

 

Studierende

Passiv – ohne – EXCEL

Ausgewählte (je nach Arbeitsthema) Basisdaten, Einrichtungsdaten anonymisiert

Medien/Sonstige

Passiv – ohne – PDF

Ausgewählte Auswertungen; max. Tiefe Länderebene

 

Passiv – ohne – PDF

Ausgewählte Auswertungen; max. Tiefe Länderebene

 

Passiv – ohne – PDF

Ausgewählte Auswertungen; max. Tiefe Länderebene

 

Passiv – ohne – PDF

Ausgewählte Auswertungen; max. Tiefe Länderebene

 


7         Anhang

7.1      Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Aktionsrahmen für Informations- und Auswertungsservice des DIE. 8

Tabelle 2 Kompakter Aktionsrahmen für Informations- und Auswertungsservice des DIE (Vorschlag DIE) 11

 

7.2      Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Datenbasis. 2

Abbildung 2 Gruppierung nach Merkmalen. 9

Abbildung 3 Gruppierung nach Adressaten. 9

 



[1] Für AdB (nach einer Pilotierung 1998) und AL wird das Jahr 2002 im wesentlichen das erste Jahr einer systematischen Sammlung von statistischen Daten sein. Für den Bereich des DVV (Volkshochschulen) ist eine elektronische Datenbasis auf Einrichtungsebene ab 1987, nach Bundesländern aggregiert als Printdokumente ab 1962, in Kerndaten elektronisch ab 1977 verfügbar. Für den Bereich der DEAE und der KBE sind nach Bundesländern und teilweise nach Landeskirchen aggregierte Veranstaltungsdaten ab 1975 bzw. 1977 elektronisch erschlossen.

[2] Mit der Festlegung, dass für die Datenbasis im DIE auch bei Veranstaltungsmerkmalen die Untersuchungseinheiten Institutionen/Einrichtungen (zweite Dimension) sind, ist demzufolge erforderlich, dass im Prozess der Datensammlung für Dateien, deren Einheiten einzelne Veranstaltung sind, eine Aggregation nach Institutionen/Einrichtungen erfolgen muss. Sie wird im allgemeinen bereits „vor Ort“ in den Einrichtungen mit den im Projekt bereitgestellten Hilfsmittel „ScalaVision“ oder Vergleichbarem oder von besonderen „Sammelstellen“ (z.B. (Landes-)Verbänden, (Landes-)Arbeitsgemeinschaften usw.) vorgenommen und in den zu einem Berichtsjahr zugehörigen Berichtsbogen dokumentiert.

[3] um einmal den leidigen Begriff des „Datenfriedhofs“ zu vermeiden

[4] Hier kann das DIE auf die langjährige Erfahrung mit dem über einen summativen Jahresbericht hinausgehenden Informationsservice ab 1995 im Rahmen der wissenschaftlichen Bearbeitung der Volkshochschulstatistik aufbauen, vgl. auch http://www.die-bonn.de/service/statistik/index.asp

[5] So klar der Begriff „Weiterbildungseinrichtung“ zunächst scheint, so liegt insbesondere in der kirchlichen Erwachsenenbildung ein institutionelles Gefüge vor, was es unmöglich macht, mit einem einzigen einfachen Kriterium zu entscheiden, unter welchen Bedingungen eine „Organisationseinheit“, die ein Weiterbildungsangebot macht und die von Adressaten angenommenen Angebote durchführt als Weiterbildungseinrichtung zählt und wann nicht. Zum Beispiel ist das Kriterium einer rechtlichen Selbständigkeit bei einem komplexen Gefüge aus Rechtsträgerschaften von großräumig gebietsbezogenen Gebilden und ihren eher kleinräumigen Organisationseinheiten, die Weiterbildung durchführen, allein nicht passend. Für die Zwecke einer Leistungsstatistik auf Anbieterseite, in der Weiterbildungseinrichtungen statistisch-methodisch als „Untersuchungseinheiten“ gelten, damit der Nutzen der Statistik auch an die Stellen zurückfließen kann, wo die Daten anfallen, ist eher eine pragmatische Entscheidung zu treffen. Dazu könnten Kriterien helfen wie

         relativ autonome Programmgestaltung in einer Organisationseinheit (OE),

         relativ selbständige Präsentation der OE gegenüber den Adressaten

         Erkennbarkeit der OE als Einrichtung durch die Teilnehmenden,

         OE, wo der unmittelbare Ressourcenverbrauch für die Planung und Durchführung von WB-Angeboten anfällt

         Weiterbildung ist wenn nicht exklusive Aufgabe der OE, dann doch deutliche Schwerpunktaufgabe der Organisationseinheit

         In der OE sind Personen (unabhängig von ihrem vertraglichen Status Personen mit einem deutlichen Schwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung tätig)

mit einer Maßgabe etwa der Art „die Mehrheit der Kriterien werden als zutreffend angesehen“ oder auch „mindestens x der y Kriterien werden als als zutreffend angesehen“.

[6] Als Grundauswertung sollen hier solche bezeichnet werden, die sich direkt auf ein Erhebungsmerkmal beziehen.

[7] und allen abgeleiteten Merkmalen wie Zwischensummen

[8] Der Begriff „Suborganisation“ ist hier pragmatisch als Arbeitsbegriff verwendet und soll nicht suggerieren, dass zwischen der Bundesorganisationen und der Organisation für einen Teilbereich oder ein Teilgebiet in jedem eine rechtlich eindeutige Beziehung vorliegt wie etwa die einen Mitglieds in einem e.V. Auch weichere Formen der Beziehungen ohne feste Regelung von Zuständig- und Abhängigkeiten sind mit einbezogen.