Herausgeber
Schrader, Josef
Titel
FamilienBildung
Zeitschrift
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
Ausgabe
1/2017
Ort
Bielefeld
Verlag
wbv
ISBN
978-3-7639-5814-6
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/34423
Um diese Ausgabe zu zitieren, verwenden Sie bitte diese Internetadresse.
Abstract
Familienbildung ist mit ihrer »doppelten Verankerung« in Sozialer Arbeit und Erwachsenenbildung in einem Spannungsfeld zwischen Fürsorge und emanzipatorischer Bildung angesiedelt. Das Heft beleuchtet dieses Spannungsfeld und betrachtet die Bedingungen und die verschiedenen Herausforderungen für die Familienbildung aus erwachsenenpädagogischer Perspektive.

Inhalt

20
(PDF)

Thomä, Dieter; Rohwerder, Jan

»Familie ist ein ungeheures Abenteuer«

Im Gespräch mit dem Philosophen Dieter Thomä zu Familie
24

Iller, Carola

Prävention oder emanzipatorische Bildung?

Familienbildung zwischen Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit
Familienbildung ist im Spannungsfeld von Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit angesiedelt. In diesem Beitrag werden die daraus erwachsenden Konfliktfelder nachgezeichnet, aber auch Möglichkeiten der gegenseitigen Ergänzung der beiden Bereiche zu einem aufeinander abgestimmten System der Familienarbeit aufgezeigt.
28
(PDF)

Barz, Heiner

Elterntraining oder Beziehungscoaching?

Anforderungen an die Familienbildung heute
Die Anforderung der Optimierung des eigenen Lebens betrifft auch die Familie – und damit die Familienbildung. Doch statt den Optimierungswahn zu unterstützen, sollte Familienbildung, so der Autor in seinem hier dokumentierten Vortrag anlässlich des Festakts 60 Jahre Katholische Familienbildungsstätte Bonn, Freiräume für Begegnung und Beziehung schaffen und eine Art »Gelassenheitskompetenz« vermittteln.
31

Gilles-Bacciu, Astrid

Ungewöhnlich erfolgreich

Eltern-Kind-Kurse in Einrichtungen der Erwachsenen- und Familienbildung
Eltern-Kind-Kurse gehören zu den am häufigsten angebotenen Kursen in der Familienbildung. Als Mehr-Generationen-Experiment der Bildung und des lebenslangen Lernens haben sie sich in der Erwachsenen- und Familienbildung bewährt und können als Gegengewicht zur »Expertisierung der frühen Kindheit« gesehen werden.
34

Fischer, Veronika

Familienbildung im Migrationskontext

Diversität anerkennen – Weiterbildungsteilhabe erhöhen
Ein Drittel aller Familien in Deutschland gelten als Familien mit Migrationshintergrund – ein großes Bildungspotential auch für die Familienbildung. Die Autorin weist auf die erhöhten Risikolagen dieser heterogenen Gruppe hin, warnt aber vor einer Etikettierung als »Zielgruppe mit besonderen Lebenslagen«. Sie zeigt Beispiele erfolgreicher Angebote auf und plädiert für eine interkulturelle Öffnung von Bildungsinstitutionen.
38

Schmidt-Hertha, Bernhard

Familie als Lernort von Erwachsenen

Überlegungen zur intergenerationellen Aneignung von Kompetenzen am Beispiel Medienkompetenz
Familie ist ein Lernort mit besonderen Eigenschaften. Lernprozesse gibt es dort aber nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei erwachsenen Familienmitgliedern. Diese Lernprozesse der älteren Generationen werden unter Rückgriff auf die qualitative IgelMedia-Studie am Beispiel des Medienkompetenzerwerbs analysiert. In Bezug auf die Erwachsenenbildung kommt der Autor zu dem Schluss, dass diese innerfamiliären Lernprozesse Beachtung finden und nicht nur die Vermittlung neuen Wissens, sondern auch die Einordnung bereits erworbener Kenntnisse, die Erkundung der innerfamiliären Wissensressourcen und der Erwerb von Strategien zur Gestaltung innerfamiliärer Lernprozesse in Angeboten thematisiert werden sollten.

Dialog mit dem Autor/den Autoren

Formulieren Sie hier Ihre Fragen oder Kommentare an die Autoren. Sie werden vom Lektorat weitergeleitet und zeitnah beantwortet.