Herausgeber
Franz, Julia Schrader, Josef
Titel
Zur Ermöglichung von Lehr- und Lernprozessen in Organisationen : Theoretische und empirische Einsichten im Schnittfeld von Organisations-, Interaktions- und Professionsforschung
Zeitschrift
Zeitschrift für Weiterbildungsforschung - Report
Ausgabe
1/2017
Ort
Wiesbaden
Verlag
Springer VS
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/34471
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Inhalt

1
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Franz, Julia; Schrader, Josef

Editorial

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Franz, Julia; Scheffel, Markus

Zur Zusammenarbeit zwischen pädagogischen und nicht-pädagogischen Mitarbeitenden in der Erwachsenenbildung – eine empirische Analyse der Perspektive von Verwaltungskräften

Die Perspektive des nicht-pädagogischen Personals in pädagogischen Einrichtungen wird in der Forschung der Erwachsenenbildung kaum in den Blick genommen. Auf dieses Forschungsdesiderat reagierend, wird mit diesem Beitrag die Frage verfolgt, wie die Zusammenarbeit von nicht-pädagogischen und pädagogischen Mitarbeitenden in Organisationen der Erwachsenenbildung aus Sicht der Verwaltungskräfte wahrgenommen wird. Diese Frage wird im Rahmen einer qualitativen Analyse bearbeitet, bei der das Datenmaterial einer umfangreicheren Studie genutzt wurde. So wurden Gruppendiskussionen mit Verwaltungskräften dokumentarisch reanalysiert, um die kollektiven Perspektiven auf die Zusammenarbeit in den Organisationen zu rekonstruieren. In der Analyse werden zwei unterschiedliche Muster zur Wahrnehmung der Zusammenarbeit herausgearbeitet, die sich hinsichtlich der Bewertung der Strukturbedingungen der gemeinsamen Kommunikation, des Erlebens der Austauschprozesse und des Erlebens von Hierarchie unterscheiden. Diese Muster werden abschließend im Kontext theoretischer Überlegungen zum professionellen Handeln in Organisationen diskutiert.
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Röbel, Tina

Bildung im Betrieb?

Empirische Betrachtung der Bedarfsbestimmung im Großunternehmen: Prozesse, Akteure und Begründungen
Dieser Beitrag widmet sich der betrieblichen Weiterbildung. Das Ziel ist dabei nicht, normative Forderungen an mögliche Bildungsprozesse zu formulieren, sondern vielmehr die Bedingungen, unter denen diese Prozesse stattfinden, empirisch zu betrachten. Der Fokus liegt auf dem Prozess der Bedarfsbestimmung, die einen Teil der Programmplanung darstellt. Es wird erstens beschrieben, wie dieser Prozess für verschiedene Programmarten abläuft und welche Akteure beteiligt sind. Zweitens wird in Anlehnung an die Kontexturanalyse explorativ untersucht, wie Bedarfsentscheidungen begründet werden. Die betrachteten Großunternehmen werden dabei nicht als homogene Organisationen beschrieben, vielmehr zeigen sich Unterschiede innerhalb der einzelnen Unternehmen und zwischen ihnen.

Als Datengrundlage dienen neun Interviews aus drei verschiedenen Unternehmen.
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Pätzold, Henning

Das organisationale Lerndreieck – eine lerntheoretische Perspektive auf organisationales Lernen

Wie wenig andere Bereiche der organisationswissenschaftlichen Literatur ist die Diskussion um organisationales Lernen von „Klassikern“ dominiert. Im vorliegenden Beitrag wird, nach einer knappen Diskussion der bisherigen Theorielage zum organisationalen Lernen, auf Grundlage des „Lerndreiecks“ von Knud Illeris – ein neues Modell organisationalen Lernens vorgestellt. Es nimmt die generelle Struktur dieses Dreiecks auf und transformiert aber die zentralen Konzepte von Illeris Modell in Richtung analoger Konzepte mit Bezug auf organisationale Prozesse, Strukturen und Eigenschaften. Weiterhin wird das Modell empirisch validiert, um zu zeigen, dass es zeitgemäße lerntheoretische Einsichten mit dem Konzept organisationalen Lernens in einer Weise verbindet, die über die „Klassiker“ hinausgehen. Die empirische Validierung geschieht mittels einer ethnografischen Feldstudie in einer NPO.
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Elkjaer, Bente

Organizations as real and ephemeral

On pragmatism and learning as bridging organization and organizing
Currently a dilemma within organization studies seems to be represented by, on the one hand, proponents who argue for a retro-wave, to go back to the original ideas of organization studies, the core tasks of enterprises and importance of the relevance of organization studies to practitioners. On the other hand, another contemporary movement may be observed within organization studies, which is to defend the use of general theories of the social sciences. This latter trend is represented through the language of organizations as processes and practices, sometimes termed the ‘process-’ and ‘practice-turn’. Although I tend to subscribe to the latter position, I aim to illustrate the value of bridging the dilemma of a canon of history and tradition and the inclusion of more general social science theories within organization studies. I also argue that it is beneficial to hold the eye both on organizations as entities and to understand persons’ interactions around work as pivotal for education and learning related to enterprises. We both need the canon and organizations as continuously emerging; organizations as units and the interactions of its persons. I make the argument standing on the shoulders of pragmatist philosophy (particularly the works by John Dewey) and the basic understanding that present experiences are always both grounded in history and tradition (the canon) and dynamically oriented towards the future (emergent).
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Nuissl, Ekkehard; Przybylska, Ewa

Karikaturen zum Analphabetismus

Eine Form kultureller Bildung
Karikaturen sind ein Medium politischer und kultureller Bildung. Sie überspitzen und übertreiben Sachverhalte, um auf Probleme aufmerksam zu machen, auch um zu agitieren. In diesem Beitrag werden beispielhaft einige Karikaturen zum Problem des Analphabetismus und des Lesens vorgestellt und im Hinblick auf Bildung interpretiert. Dabei werden die Leistung des Mediums Karikatur gewürdigt und eine intensivere Forschung zum Gegenstand angemahnt.
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Ebner von Eschenbach, Malte

Im Grenzbereich des Räumlichen

Vorüberlegungen zu einer topologischen Perspektive in der erwachsenenpädagogischen Raumforschung
Im Zuge des Spatial Turn, der in der erwachsenenpädagogischen Raumforschung unübersehbar ist, wird eine Orientierung wahrnehmbar, die dafür plädiert, sich der Materialität räumlicher Arrangements wieder stärker zuzuwenden. Diese Tendenz der Re-Etablierung von Materialität birgt das Risiko, hinter den erreichten Stand des Spatial Turn zurückzukehren. Eine Möglichkeit, der sich anbahnenden ‚Raumfalle’ auszuweichen, könnte darin liegen, sich einer topologischen Perspektive zuzuwenden. Eine solche Perspektive eröffnet nicht nur die Möglichkeit, bisherige Rezeptionssperren im Spatial Turn aufzuheben und dadurch eine Perspektive einzuführen, mit der alternative Blickpunkte exploriert werden können. Im Kontrast zu raumontologischen Auffassungen privilegiert Topologie geradezu die Abstraktion von einer materiellen Verhaftetheit. Der Beitrag verfolgt zweierlei: Einerseits will er das Vokabular erwachsenenpädagogischer Raumforschung ausdifferenzieren, andererseits eine topologische Perspektive einführen, um eine theoretische Grundlage für weiterführende Überlegungen zu schaffen.

Dialog mit dem Autor/den Autoren

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