Herausgeber
Schrader, Josef Field, John
Titel
Offenheit
Zeitschrift
Zeitschrift für Weiterbildungsforschung - Report
Ausgabe
3/2017
Ort
Wiesbaden
Verlag
Springer VS
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/36749
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Inhalt

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Field, John; Schrader, Josef

Editorial

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Fischer, Silke

Zur Nachhaltigkeit von Lehrerweiterbildung in der Schweiz

Eine explorative Studie aus der Perspektive von Lehrkräften
Der Bereich der Lehrerweiterbildung ist bis heute allgemein unzureichend erforscht. Aus den wenigen existierenden Studien ergibt sich vor allem eine Problematik: So erweist sich der Transfer von Weiterbildungsinhalten in die pädagogische Praxis als äußerst schwierig (Transferproblem). Auf diesen Erkenntnissen aufbauend, beschäftigt sich dieser Forschungsbeitrag mit der Frage der Nachhaltigkeit schulinterner Lehrerweiterbildung an ausgewählten Berufsfachschulen im Kanton Zürich. Hierzu wurde das Kollegium von sechs Berufsfachschulen in Form einer Methodentriangulation, bestehend aus quantitativen und qualitativen Verfahren, befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass in Bezug auf den Aspekt der Nachhaltigkeit der schulinternen Weiterbildung eine grosse Diskrepanz zwischen den befragten Schulen besteht. Während einige Schulen ihre Weiterbildungsaktivitäten an ihrem Schulprogramm ausrichten, wählen andere ihre Weiterbildungsinhalte kurzfristig und unsystematisch aus. Nicht alle der befragten Schulen verfügen zudem über ein Konzept im Bereich der schulinternen Lehrerweiterbildung. Ferner offenbaren sich in Bezug auf das Konzept auch erhebliche Wissensunterschiede zwischen Voll- und Teilzeitlehrkräften. Überdies sind die befragten Lehrpersonen der Meinung, dass die schulinterne Weiterbildung keine (positiven) Auswirkungen auf ihren Unterricht habe, weshalb sie sich keine Unterstützung bei der Umsetzung der Weiterbildungsinhalte in ihrem Unterricht wünschen. Insofern zeigt sich, dass im Rahmen der Lehrerweiterbildung nicht nur das erläuterte Transferproblem besteht, sondern aufseiten der Lehrerschaft vielmehr ein wahrgenommenes Effektivitätsproblem.
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Jaschke, Tobias

Mathematikunterrichtsbezogene Überzeugungen mithilfe der Q-Methode erfassen

Das sog. Q-Sort-Verfahren ist eine in der Didaktik kaum bekannte Forschungsmethode, die standardmäßig zur Erfassung komplexer Meinungsbilder und Einstellungen aus einer subjektiven Perspektive verwendet wird. Im vorliegenden Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob das Q-Sort-Verfahren auch als praktikables Erfassungsinstrument für die Evaluation von Lehrerüberzeugungen im Rahmen von Lehrerfortbildungen verwendet werden kann. Untersucht wird speziell, ob sich über eine Indexbildung eine Veränderung der Relation zwischen einer transmissiven und einer konstruktivistischen Orientierung von Mathematiklehrkräften erfolgversprechend erfassen lässt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es lohnenswert zu sein scheint, das Q-Sort-Verfahren als ökonomische und motivierende Erfassungsmethode für Lehrerüberzeugungen im Rahmen von Lehrerfortbildungen im Blick zu behalten.
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Sahlender, Moritz; Schrader, Josef

Spracherwerb bei Zugewanderten und funktionalen Analphabeten

Konzepte, Erfahrungen und Befunde für die Erwachsenenbildung
Die Fähigkeit, sich in der jeweiligen Landessprache mündlich und schriftlich zu verständigen, gilt als eine unverzichtbare Voraussetzung für Teilhabe am öffentlichen und beruflichen Leben. Die Erwachsenenbildung sieht sich vor diesem Hintergrund auch in Deutschland nicht erst aktuell mit großen Herausforderungen konfrontiert. Denn neben der Vermittlung von Sprachkenntnissen an Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete und Vertriebene, die Deutsch als Erst- oder Zweitsprache erlernen, wurde und wird auch die Alphabetisierung (zugewanderter) funktionaler Analphabeten bildungspolitisch als eine zentrale Aufgabe angesehen. Der vorliegende Literaturüberblick stellt die Frage, welche Bedingungen die jüngere Forschung für einen erfolgreichen Spracherwerb dieser Adressatengruppen identifiziert hat. Dazu wurde eine systematische Literaturrecherche in einschlägigen nationalen und internationalen Datenbanken (FIS-Bildung, ERIC) durchgeführt. Für die Jahre 2010–2016 wurden insgesamt 314 Veröffentlichungen inhaltsanalytisch ausgewertet, um genauer zu erfassen, wie die Erwachsenenbildung und benachbarte Wissenschaftsdisziplinen den Spracherwerb der hier fokussierten Adressatengruppen in organisierten Lehr-Lernprozessen untersuchen. Der Literaturüberblick zeigt u.?a., dass Studien zur Erforschung des Spracherwerbs aus den Bereichen der Erwachsenenbildung, der Psychologie und der Linguistik vorliegen, wobei disziplinspezifisch sehr unterschiedliche Fragen gestellt und Forschungsmethoden angewendet werden. Trotz einer beachtlichen Forschungsaktivität lassen sich derzeit jedoch nur wenige belastbare Befunde zu den didaktischen, medialen, professionellen und individuellen Bedingungen eines erfolgreichen Spracherwerbs benennen.
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Schreiber-Barsch, Silke; Fawcett, Emma

Inklusionsarchitekturen: Wie wird ein Lernort zu einem inklusiven Lernort im öffentlichen Raum des Lebenslangen Lernens?

Der Beitrag stellt die Frage in den Fokus, wie Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention an Lernorten von Erwachsenen umgesetzt wird und präsentiert Ergebnisse einer explorativ-qualitativen Studie mit professionell Tätigen. Auf der Grundlage relationaler Raumtheorie ist ein Modell von Inklusionsarchitekturen von institutionalisierten Lernorten im öffentlichen Raum entwickelt worden. Gezeigt werden kann die Herstellung sozialer Räume im und durch das Handeln von professionell Tätigen und Konsequenzen für den Zugang zu Lernorten und dortigen Partizipations(an)ordnungen, insbesondere entlang der Kategorie „dis/ability“. Lernorte, so unser Resümee, eröffnen ein Brennglas auf einen alltäglichen Schauplatz der (konfliktären) Aushandlung von Zugehörigkeitsordnungen zur community der Lernenden.
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Knauber, Carolin

Publisher Correction to: International-vergleichende Forschung zur Bildungspolitik: Literatur-Review theoretischer Ansätze und Perspektiven der vergleichenden Politikwissenschaft

In der international-vergleichenden Bildungs- und Erwachsenenbildungsforschung finden Fragen der Bildungspolitik und insbesondere der Politik zur Erwachsenenbildung derzeit mehr und mehr Beachtung. In der vergleichenden Politikwissenschaft ist Bildungspolitik ein bereits gut etabliertes, wenngleich ebenfalls noch junges Forschungsfeld. Daher zielt dieser Literatur-Review darauf, in der vergleichenden Politikwissenschaft verwendete Ansätze und Theorien auf ihren Anregungsgehalt für die international-vergleichende Erwachsenenbildungsforschung zu prüfen. Der Review bietet eine systematische Analyse von Veröffentlichungen, die sich mit bildungspolitischen Themen international-vergleichend beschäftigen und dabei Ansätze und Theorien der vergleichenden Politikwissenschaft verwenden. Dem Beitrag liegt eine systematische Literaturrecherche in einschlägigen Datenbanken für den Zeitraum von 2006 bis 2016 zugrunde. Insgesamt flossen 65 Titel ein. In diesen Veröffentlichungen wurden die folgenden Theorien und Ansätze identifiziert: Wohlfahrtsstaatentheorie, Varieties of Capitalism, Parteiendifferenztheorie, Globalisierung und Europäisierung, Pfadabhängigkeit sowie Akteurzentrierter Institutionalismus. Der vorliegende Review skizziert sowohl die verwendeten theoretischen Zugänge und Ansätze als auch die darauf basierenden Forschungsergebnisse. Darauf aufbauend werden Anknüpfungsmöglichkeiten, Erträge und auch Einschränkungen dieser Theorien und Ansätze für die international-vergleichende Erwachsenenbildungsforschung sowie das Themenfeld der Erwachsenenbildungspolitik diskutiert.

Dialog mit dem Autor/den Autoren

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