Egalitärer Dialog

Jede/r der/die in dem Dialog teilnimmt, ist gleichgestellt. Die Beiträge jeder/-s Einzelnen sind willkommen und werden nicht danach beurteilt, von wem sie stammen, sondern nach der „Gültigkeit ihres Gedankengangs“ (Flecha, 2000, S. 2). Auf diese Art und Weise ist es egal, ob sie von jemandem ohne akademischen Hintergrund, oder ob sie von einem/einer Wissenschaftler/in kommen oder nicht. Alle Beiträge werden als gleichberechtigt akzeptiert. „Es muss kein Konsens erzielt werden, und es gibt keine richtigen und keine falschen Antworten“ (Hussain, 2009, S. 44).

Ein solcher Austausch resultiert u.a. in der Entwicklung von Kommunikationsfähigkeit, in der Verbesserung der eigenen Argumentation, in der Präzisierung der eigenen Meinung sowie im "Sprung über kulturelle Barrieren" (Flecha, 2000, S. 11).

"Der egalitäre Dialog überwindet auch persönliche Barrieren. Das Haus zu verlassen und eigene Freunde außerhalb des Hauses zu finden, in der Öffentlichkeit zu sprechen, sich in einem familiären oder gesellschaftlichen Gespräch über kulturelle Themen sicher zu fühlen oder zu erkennen, dass noch Zeit ist, fast alles zu tun, sind einige der neuen Abenteuer, die manche Menschen im Alter von zwanzig, fünfzig oder achtzig Jahren beginnen. Um diese Türen zu öffnen, müssen die Menschen nicht nur ihre verinnerlichten sexistischen, rassistischen und altersspezifischen Annahmen überwinden, sondern auch ihre eigene Schüchternheit, Komplexe und Unsicherheiten." (Flecha, 2000, S. 12, übersetzt)

 

Beispiel
(Untertitel vorhanden)

 


 

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Letzte Änderung: 29.07.2020