Gleichberechtigung der Unterschiede

Hiermit ist das Recht auf und die Anerkennung von Unterschiedlichkeit gemeint. Alle Individuen sind gleichberechtigt. Die Heterogenität der Teilnehmenden wird als etwas Positives erachtet, da die unterschiedlichen Erfahrungen und das unterschiedliche (wissenschaftliche) (Vor-)Wissen zur Qualität der Gatherings beitragen. Vorurteile und Stigmata werden überwunden.

"Jede/r Teilnehmer/in ist anders als die anderen, macht seine eigenen Leseerfahrungen und entwickelt seine eigenen Interpretationen. Das Ziel, zu homogenen Meinungen oder Einschätzungen zu gelangen, wird ausdrücklich abgelehnt. Im Gegenteil, es geht darum, persönliche Ansichten über die Welt und die Literatur zu entwickeln und zu erhalten." (Flecha, 2000, S. 25, übersetzt)

"Dialogisches Lernen ist auf die Gleichberechtigung der Unterschiede ausgerichtet und bestätigt, dass wahre Gleichberechtigung das Recht auf ein anderes Leben beinhaltet. Diese Perspektive, die Freire "Einheit in der Vielfalt" nennt, kritisiert niemals begrenzte Formen der Gleichberechtigung, ohne andere von größerer Tragweite zu verteidigen. Sie verteidigt nie die Vielfalt, ohne gleichzeitig Gleichberechtigung und Fairness gegenüber verschiedenen Menschen und Gruppen vorzuschlagen." (Flecha, 2000, S. 22-23, übersetzt)

 


© Agora 2017

 

Kurzlink zu dieser Seite:
die-bonn.de/li/613

Letzte Änderung: 29.07.2020