Verfasser
Pätzold, Henning; Ulm, Susanne
Titel
Freiwilligkeit in der erwachsenenpädagogischen Beratung
Jahr
2015
In
Zeitschrift für Weiterbildungsforschung - Report 2/2015: Beratung und Regulation
Seite
183 - 196
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/31649
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Abstract
In der erwachsenen- und sozialpädagogischen Theorie und Praxis wird Freiwilligkeit als ein wenn nicht unbedingt notwendiges, so doch zumindest wünschenswertes Merkmal von Beratung betrachtet. Freiwilligkeit sollte damit auch ein wesentlicher Bestandteil der Planung, Gestaltung und Reflexion von Beratungsprozessen sein. Also benötigen professionelle Beraterinnen und Berater die Möglichkeit, auf entsprechende Reflexionsvorlagen und Strukturierungsangebote zurückgreifen zu können. Innerhalb der einschlägigen Literatur zeigt sich jedoch ein wenig präzises Bild der Dimension Freiwilligkeit in Beratungskontexten. So häufig, wie sie genannt wird, so selten wird sie präzise definiert. In diesem Artikel wird daher der Versuch unternommen, tiefer auf die unterschiedlichen Merkmale und Abstufungen von Freiwilligkeit in Beratungssituationen einzugehen und diese sinnvoll zu strukturieren. Konkretisiert werden die Ergebnisse, indem am Beispiel der Standards des Nationalen Forums Beratung Bezüge zu pädagogischen und professionellen Wertorientierungen hergestellt und diskutiert werden. Damit wird aufgezeigt, wie ein erwachsenenpädagogischer Umgang mit Freiwilligkeit konstruktiv bearbeitet werden kann.