Michael Beck
Research Associate
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
Bildung im Alter, insbesondere in der nachberuflichen Phase, gewinnt mit dem demografischen Wandel und der Alterung der Gesellschaft an Bedeutung. Welche öffentlichen Mittel dafür tatsächlich eingesetzt werden, ist bislang jedoch nicht systematisch erfasst: Die Ausgaben verteilen sich über wechselnde Ressorts und Haushaltstitel, die verwendeten Begriffe sind uneinheitlich, und eine gesonderte Ausweisung der Bildung Älterer unterbleibt in der Regel.
Das Vorhaben schließt diese Lücke mit einem Lagebild der öffentlichen Ausgaben von Bund und allen 16 Ländern über einen Zeitraum von zehn Jahren. Dazu werden die zentralen Begriffe - Bildung, ältere Menschen als Adressatenkreis und Finanzierung - operationalisiert und in ein Kodier- und Klassifikationsschema überführt. Die Erhebung erfolgt ressortübergreifend auf Grundlage von Haushaltsplänen und -rechnungen, amtlichen Statistiken sowie direkten Abfragen bei den zuständigen Stellen. Einbezogen werden formale und non-formale Bildungsangebote, etwa auch das Seniorenstudium. Berufsbezogene Weiterbildung ist ausgeklammert.
In welchem Umfang, in welchen Haushalten und Ressorts finanzieren Bund und Länder die Bildung älterer Menschen in den letzten zehn Jahren und entspricht dies den Herausforderungen des demografischen Wandels?
Erstmalige systematische Erfassung der Ausgaben von Bund und Ländern für die Bildung älterer Menschen. Grundlage für mehr Transparenz über Umfang, Verortung und Entwicklung öffentlicher Mittel im demografischen Wandel.
Ergebnis ist neben dem Projektbericht ein harmonisierter und dokumentierter Datensatz. Kodierschema sowie eine Stellen- und Quellen-Matrix stehen zudem als wiederverwendbare Grundlage für künftige Fortschreibungen und Bildungsberichterstattung zur Verfügung.