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Disaster Preparedness
Abstract
Naturkatastrophen, Krieg, Pandemien und Angriffe auf Demokratie und kritische Infrastrukturen rücken Katastrophen in den Alltag der Menschen – nicht nur in Deutschland. Vorbereitetsein will gelernt sein, doch dies entspricht in der Bevölkerung oftmals nicht der Realität. weiter bilden zeigt auf, welche Rolle die Erwachsenen- und Weiterbildung bislang hierbei spielt und welchen Beitrag sie auch perspektivisch leisten kann.
Content
Philipp Kohlhöfer
Vorbereitung statt Reaktion: Pandemie-Preparedness als Aufgabe der Erwachsenenbildung 1/2026
Vorbereitung statt Reaktion: Pandemie-Preparedness als Aufgabe der Erwachsenenbildung 1/2026
Seit Jahrzehnten wird Krisenvorsorge im Gesundheitssektor als technisch-institutionelle Aufgabe begriffen. Die Bevölkerung wird dabei meist übersehen – obwohl sie die Schlüsselressource in jeder Krise ist. Und diese Ressource lässt sich bilden. Wortwörtlich. Warum Information während der Pandemie nicht ausreichte, um Panik und Verharmlosung zu verhindern – und was Deutschland von Finnlands „Comprehensive Security“ lernen kann, wo Medienkompetenz offiziell als Verteidigungsinstrument gilt.
Prof. Dr. Matthias Rohs
Stichwort: Disaster Preparedness 1/2026
Stichwort: Disaster Preparedness 1/2026
Katastrophen, Krisen, Notfälle: Die Begriffe verschwimmen im öffentlichen Diskurs – dabei entscheidet ihre Unterscheidung, wie Vorsorge gedacht wird. Der Beitrag klärt zentrale Konzepte wie Vulnerabilität, Resilienz und Selbstschutz und zeigt, warum „Disaster Preparedness“ mehr ist als Vorräte: eine Frage von Wissen, Routinen und der Verteilung von Verantwortung zwischen Staat und Einzelnen.
Dr. Peter Brandt
Zuversichtlich 1/2026
Editorial
Zuversichtlich 1/2026
Editorial
Reuven Konnik
Frühwarnsignal Wachsender Antisemitismus, demokratische Vorsorge und die Aufgabe der Erwachsenenbildung 1/2026
Frühwarnsignal Wachsender Antisemitismus, demokratische Vorsorge und die Aufgabe der Erwachsenenbildung 1/2026
8.725 antisemitische Vorfälle registrierte RIAS (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus) 2025 – nahezu unverändert zum Vorjahr, auf historischem Höchststand. Reuven Konnik liest Antisemitismus als Seismograph für den Zustand der Demokratie und sieht Potenzial darin, traditionellen jüdischen Diskurs als Übung für eine resiliente Gesellschaft auszulegen. Mit der Akademie für Jüdische Ethik und Demokratie in Rheinland-Pfalz stellt er eine neue Institution vor, die genau das umsetzt.
„Train while you act“ 1/2026
4 Fragen an: Oberst i.G. Prof. Dr. Manuel Schulz
„Train while you act“ 1/2026
4 Fragen an: Oberst i.G. Prof. Dr. Manuel Schulz
Wie bereitet man Erwachsene auf Krisen vor, die sich nicht vorhersehen lassen? Beim 21. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ging es um genau diese Frage. Manuel Schulz, Leiter des Zentrums für technologiegestützte Bildung (ZtB) der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, erläutert, was die zivile Erwachsenenbildung aus dem Konzept „Train while you fight“ mitnehmen kann.
Thor Rutgersson; Prof. Dr. Matthias Rohs
Folkbildning and Civil Preparedness in Sweden 1/2026
weiter bilden spricht mit Thor Rutgersson
Folkbildning and Civil Preparedness in Sweden 1/2026
weiter bilden spricht mit Thor Rutgersson
Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Schweden seine gesellschaftliche Krisenvorsorge (totalförsvar) grundlegend neu ausgerichtet – ein Kurswechsel, der 2024 im NATO-Beitritt mündete. Welche Rolle spielt dabei die traditionsreiche schwedische Erwachsenenbildung, die folkbildning? Im Interview mit Co-Herausgeber Matthias Rohs erläutert Thor Rutgersson vom Folkbildningsrådet, wie freiwillige Bildungsarbeit gesellschaftliche Verunsicherung aufgreifen kann – und an welchen Grenzen sie dabei stößt.
Martha Höfler
Disaster Preparedness und Resilienz: Kompetenzen für Einsatzkräfte und Bevölkerung 1/2026
Disaster Preparedness und Resilienz: Kompetenzen für Einsatzkräfte und Bevölkerung 1/2026
Welche Fähigkeiten brauchen Menschen, um in Krisen und Katastrophen handlungsfähig zu bleiben? Disaster Preparedness umfasst nicht nur die organisatorische Vorbereitung auf kritische Ereignisse, sondern auch die Förderung psychischer Resilienz als zentralen Bestandteil wirksamer Vorsorge. Der Beitrag beschreibt Resilienz als Bündel adaptiver Kompetenzen, erläutert ihre Bedeutung für Bevölkerung und Einsatzkräfte und diskutiert, wie diese durch Bildungs- und Trainingsangebote gezielt gefördert werden können.
Chris Nowacki
Krisenvorsorge im Beet: Kleingärtnerei lernen und Unabhängigkeit ernten 1/2026
Krisenvorsorge im Beet: Kleingärtnerei lernen und Unabhängigkeit ernten 1/2026
Isabel Lang
Radikalisierungsprävention als Aufgabe der Erwachsenenbildung 1/2026
Radikalisierungsprävention als Aufgabe der Erwachsenenbildung 1/2026
Radikalisierung wird meist als Jugendphänomen behandelt – dabei zeigen Daten aus mehreren Bundesländern einen erheblichen Anteil älterer Menschen in extremistischen Szenen, von Reichsbürgern bis Islamismus. Anders als bei jungen Menschen fehlt hier jedoch ein zentraler Erreichbarkeitsweg wie die Schule. Isabel Lang zeigt, welche Projekte bereits ansetzen, wo Lücken bestehen – und warum Radikalisierungsprävention zu einem wichtigen Themenfeld der Erwachsenen- und Weiterbildung werden muss.
Sophie Lacher-May
Disaster Preparedness als Aufgabe öffentlich geförderter Erwachsenenbildung 1/2026
Disaster Preparedness als Aufgabe öffentlich geförderter Erwachsenenbildung 1/2026
80 % der Bevölkerung interessieren sich für Angebote zur Katastrophenvorbereitung – doch nur 42 % haben sich bislang tatsächlich damit beschäftigt, und Vorsorge ist sozial deutlich ungleich verteilt. Während die Politik Zivilschutz vor allem in der Schule verankern will, fallen die entscheidenden Vorsorgeentscheidungen im Alltag Erwachsener. Sophie Lacher-May plädiert dafür, Disaster Preparedness als Aufgabe öffentlich geförderter Erwachsenenbildung zu verstehen – und zeigt, was sich dafür von Japans nachbarschaftlicher Vorsorgepraxis lernen lässt.
Dr. Peter Brandt
„Im Ernstfall mehr Handlungssicherheit“ 1/2026
weiter bilden spricht mit Mechthild Jorgol
„Im Ernstfall mehr Handlungssicherheit“ 1/2026
weiter bilden spricht mit Mechthild Jorgol
Die Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt steht angesichts unklarer politischer Entwicklungen aktuell vor großen Herausforderungen. Umso erfreulicher ist, dass aus dem Bundesland in ganz anderer Sache ein Impuls kommt, der Schule machen könnte: Bildungspraxis und (abtretende) Landesregierung haben Bevölkerungsschutz und Notfallvorsorge zum Gegenstand einer expliziten förderpolitischen Vereinbarung gemacht. Was es damit auf sich hat, fragte Herausgeber Peter Brandt bei Mechthild Jorgol nach, der Geschäftsführerin im Landesverband der Volkshochschulen Sachsen-Anhalt e. V.