Herausgeber
Knoll, Joachim H.
Titel
Religion, Ethik und Erwachsenenbildung
Zeitschrift
REPORT Zeitschrift für Weiterbildungsforschung
Ausgabe
1/2009
Abstract
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ISBN
978-3-7639-1966-6
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/4203
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Inhalt

13

Paetzoldt, Evelyn

Religion und Erwachsenenbildung

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In der deutschen Erwachsenenbildungslandschaft hat die Kombination „Religion und Erwachsenenbildung“ besonders in der Praxis auffällig viele verschiedene Facetten. Religiöse Erwachsenenbildung ist deshalb in ihrer christlichen, aber auch in ihrer islamischen und jüdischen Ausprägung zu sehen. Religion ist jedoch auch Gegenstand säkularer Bildung Erwachsener und wird in diesem Zusammenhang gesondert betrachtet. Im Fokus steht außerdem die sich aus aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen ergebende Notwendigkeit einer Thematisierung des religiösen Aspekts interkultureller Erwachsenenbildung. Daraus abgeleitet sind Arbeitsperspektiven für Erwachsenenpädagogen und Forschungsbedarfe in diesen Bereichen aufzuzeigen.

25

Brandt, Peter

Das Gottesvolk als Lerngemeinschaft

Biblische Grundlagen lebenslangen Lernens

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Der vorliegende Beitrag stellt die gut 2.500 Jahre alten Wurzeln eines Konzepts lebenslangen (religiösen) Lernens vor, das im Buch Deuteronomium der hebräischen Bibel entfaltet ist. Lernen wird dort als existenzieller Selbstvollzug des Gottesvolkes verstanden, das nicht nur Ethik, sondern auch Geschichte und Verfassungslehre umfasst. Im Blick auf die erfolgreiche Wirkungsgeschichte dieser Lernverpflichtung des Gottesvolkes im Judentum lotet der Autor Perspektiven für eine christliche Rezeption aus. Sie ist durch das Anliegen motiviert, eine zum Lerner hingewendete Begründung konfessioneller Erwachsenenbildung biblisch-theologisch zu fundieren.

47

Grotlüschen, Anke; Krämer, Judith

Genese von Weiterbildungsinteressen

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Wir berichten über Ergebnisse eines DFG-Vorprojekts1 zur Genese von Weiterbildungsinteressen. Dabei fokussieren wir auf die Interessegenese während einer Weiterbildungsteilnahme. Als theoretische Eckpunkte werden die Münchner Interessetheorie und die pragmatistische Theorie kurz skizziert. Empirisch erkunden wir, wie Interessegenese mit qualitativen Analysen erforscht werden kann. Auf Basis vorangegangener Forschung stellen wir Charakteristika der drei Interessephasen Latenz, Expansion und Kompetenz dar. Es zeigt sich, dass freiwillig Teilnehmende innerhalb der Expansionsphase stagnieren, während Teile der unfreiwilligen Klientel von der Latenz zur Expansion übergehen.

59

Schreiber-Barsch, Silke

Ein Idyll von Inklusion und Exklusion?

Die Aufgabe von Erwachsenenbildung und Jacques Rancières Logik des Unvernehmens

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In der gegenwärtigen bildungspolitischen wie wissenschaftlichen Argumentation zur Frage von Inklusion/Exklusion ist eine zirkuläre Begründungslogik aus den Segmenten Demokratie – soziale Inklusion – Bildung zu beobachten. Der Beitrag untersucht die Wechselwirkungen der Segmente und im Besonderen die ambivalente Position der Erwachsenenbildung in diesem Spannungsfeld. Davon ausgehend sind anhand der Thesen eines französischen Vertreters der politischen Philosophie, Jacques Rancière, die zugrunde liegenden Prämissen der zirkulären Logik infrage zu stellen. Dies eröffnet eine veränderte Perspektive auf die Aufgabe von Erwachsenenbildung im Kontext von Inklusion/Exklusion, und zwar als Praxis des Streits über die Gestaltung des öffentlichen Raumes.

73

Friebe, Jens

Altern und Bildung

Sammelrezension

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Dialog mit dem Autor/den Autoren

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