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Studientexte für Erwachsenenbildung

Studientexte für Erwachsenenbildung

Abstract

The "Yellow Series" contains an didactically structured inventory of relevant topics in the field of adult education. It imparts professional knowledge based on the academic state of research. The volumes are intended for self-studying but are also suited as additional reading for studying and training. The systematic preparation of each topic also supports specialists in assuring the theoretical and methodological base of their actions.

Content

Within the field of adult education/continuing education the topic counselling occupies a central role. This concerns the theoretical discourses as well as the different types of offers. This study book situates the topic counselling in its pedagogical reference framework and provides central lines of development and differentiation. These include questions about the interaction, the forms of action and the conditions of good consultation. Moreover different forms of educational guidance are outlined, as well as central systematization models for the current professionalisation and quality development. Furthermore counselling is also questioned as a management tool in the context of current socio-political discourses. To conclude the remarks the book ends with further questions concerning practice, research and theory.
MA Kira Nierobisch; Dr. Cornelia Maier-Gutheil

The textbook provides an introduction to the field of education of older adults and lifelong learning. Coming from an interdisciplinary field of research related to ageing, learning abilities and learning needs of older adults are discussed. Additionally, adequate forms of learning and educational arrangements are presented. A special focus lies upon the correlation between competencies and age, taking into account diverse living conditions and biographies. Thus, the textbook offers impulses to address constructively recent developments and concepts of an age-sensitive improvement of skills for students, professionals in the field of adult education, and interested citizens.
Prof. Dr. Bernhard Schmidt-Hertha

The study text provides an introduction to the topic migration and further education with particular attention to the different educational needs of adults with a migrant background. As a starting point, central terms and events in the history of migration in Germany are discussed. Against this background, the current challenges for further education due to migration-related diversity are highlighted. Moreover, the training situation and participation of adults with a migrant background is discussed on the basis of the current state of research. Further research perspectives are shown with a particular focus on concepts that address how to deal with the migration-related diversity. Thus, the study text provides a compact overview of the migration issue in further education and gives essential impulses for a diversity-conscious educational work.
Professor Halit Öztürk

The study text points out relevant research criteria for an evaluation in the field of adult education. For that purpose, basic concepts and theories are discussed and objectives, tasks, and principles of evaluation are outlined. The author refers to classic targets of evaluation – teaching/learning processes, educational institutions, projects/programmes as well as the education system – to present the features of adult education evaluation. In this context, the issue of required object-related data, as well as the collection and evaluation of data is pursued. All statements are based on the critical, yet constructive question under which circumstances evaluation results lead to a sustainable improvement of adult education.
Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl

Wie können Medien sinnvoll Lehr- und Lernprozesse unterstützen? Die Autoren geben einen kompakten Überblick von den ersten mediendidaktischen Ansätzen bis zu gegenwärtigen Trends des E-Learning und Mobile Learning. Behandelt werden - kontextunabhängig und grundlegend - die Funktionen von Medien sowie die didaktischen Methoden für einen lernerfolgsversprechenden Einsatz von Medien. Der Studientext geht insbesondere auf Potenziale ein, die digitale Medien für Lehr- und Lernprozesse Erwachsener bieten und orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Fragestellungen der Zielgruppe. Auf Basis aktueller Erkenntnisse der Medienforschung wird das zur Gestaltung medienbasierter Weiterbildungsangebote benötigte Hintergrund- und Handlungswissen vermittelt.
Thomas Czerwionka; Prof. Dr. Claudia de Witt

Kooperationen lohnen sich. Der Studientext führt anschaulich in zentrale Begriffe und theoretische Modelle des Kooperationsmanagements in der Weiterbildung ein. Er zeigt die praktische Dimension von Kooperationen und diskutiert das Rollenverständnis, die Aufgabenverteilung sowie Rechtsfragen und Konfliktlösungsstrategien. Das Buch gibt dem Leser das elementare Rüstzeug für das Management erfolgreicher Kooperationen an die Hand.
apl. Prof. Dr. Karin Dollhausen; Regine Mickler

Das Verhältnis von Theorie und Praxis ist spannungsvoll. Aus Sicht der in der Erwachsenenbildung Tätigen erscheinen Theorien häufig unbrauchbar, weil sie zu abstrakt und praxisfern wirken. Hier baut der Studientext eine Brücke. Der Autor zeigt in seiner vollständig aktualisierten und erweiterten 3. Auflage verschiedene in der Erwachsenenbildung gängige Theorieansätze auf, verortet sie hinsichtlich Herkunft und Reichweite und verweist auf ihre Bedeutung für die Planung und Gestaltung von Bildungsangeboten. Der Band weckt nicht nur bei Studierenden und Berufseinsteiger/inne/n, sondern auch bei erfahrenen Fachkräften das Interesse an der theoretischen Auseinandersetzung, was nicht zuletzt dem eigenen professionellen Handeln und damit der Qualität in der Weiterbildung zugutekommt.

Marketing und Erwachsenenbildung – ein Widerspruch? Was hat Guerilla-Marketing mit Weiterbildung zu tun? Marketing hat auch in die Erwachsenenbildung Einzug gehalten, und das auf besondere Weise. Sie biedert sich dem kommerziellen Marketing aber nicht an, sondern nimmt selbstbewusst die eigenen professionellen Wurzeln zur Kenntnis und generiert daraus einen eigenständigen Marketingansatz. Der Studientext, sozialkritisch und unkonventionell angelegt, zeichnet die Diskurse des kommerziellen wie des nicht-kommerziellen Marketing nach, diskutiert zentrale Begriffe der Marketinglehre und zeigt, wie Marketing mit Blick auf die Rechtsform der Einrichtung sowie auf die Besonderheit des „Produkts Bildung“ in die öffentliche Weiterbildung Eingang findet. Mit seiner Systematik eines theoretisch fundierten Marketings zeigt das Buch Wege auf, wie Weiterbildung „vermarktet“ werden kann, ohne Abstriche an pädagogischen Prinzipien zu riskieren. Reflexionsfragen und Bonusmaterial im Internet ergänzen dieses Buch.

Erwachsenenbildner/innen müssen die Qualität ihrer Arbeit überprüfbar sicherstellen und kontinuierlich verbessern. Stefanie Hartz und Klaus Meisel vermitteln in der 3., aktualisierten Auflage das hierfür notwendige methodische Grundwissen. Die Autoren behandeln insbesondere das Thema Evaluation, welches einen traditionell pädagogischen Zugang zur Frage der Qualitätsentwicklung darstellt. Darüber hinaus enthält der Studientext eine Darstellung und Einschätzung überregional relevanter Qualitätsmanagement-Modelle in der deutschen Weiterbildungslandschaft. Studierende und in der Weiterbildung Tätige erhalten hierdurch eine wichtige Orientierungshilfe bei der Beurteilung und Entwicklung eigener Qualitätssicherungsverfahren.
Prof. Dr. Stefanie Hartz; Prof. Dr. Klaus Meisel

Der Studientext gibt eine Einführung in die Finanzierungsstrukturen und Anreizsysteme des Weiterbildungsbereichs in Deutschland. Als Basis werden die wichtigsten Begriffe, Konzepte und Fragen der bildungsökonomischen Analyse vorgestellt. Darüber hinaus beleuchtet der Autor die bestehenden betrieblichen, individuellen, öffentlich geförderten und SGB III-geförderten Finanzierungsstrukturen von Weiterbildung. Schließlich werden die wesentlichen theoretischen Finanzierungsalternativen aufgezeigt sowie konkrete Reformvorschläge für vorhandene Problemlagen diskutiert.

Um wissenschaftliche Aussagen über die Wirkung von Lehr- und Lernprozessen zu gewinnen, sind empirische Forschungen unerlässlich. Ekkehard Nuissl vermittel das hierfür notwendige Grundwissen. Der Studientext ist anwendungsorientiert und folgt im Aufbau dem Vorgehen, das bei der Durchführung eines jeden Forschungsprojekts zu beachten ist. Von der Ausgangsfrage über die Datenerhebung bis hin zur Präsentation der Ergebnisse führt der Autor Schritt für Schritt durch den Forschungsprozess. Der Studientext orientiert sich an den Bedürfnissen all derjenigen, die im Bereich der Weiterbildung empirisch forschen wollen.
Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein

Nachdem die Europäische Union in den vergangenen Dekaden Einfluss auf die Bildungssysteme ihrer Mitgliedsstaaten genommen hat, zeichnet sich die Herausbildung einer eigenständigen europäischen Erwachsenenbildungspolitik ab. Der Studientext will zu einem tieferen Verständnis dieser Entwicklungen beitragen. Hierfür werden die zentralen Inhalte, Akteure und Instrumente der europäischen Bildungspolitik vorgestellt. Anhand der Diskussion zentraler Begriffe wird darüber hinaus die Vielschichtigkeit der internationalen Debatte aufgezeigt. Schließlich werden die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für das Engagement von Weiterbildungseinrichtungen in Europa ebenso wie das von Staat zu Staat divergierende Teilnahmeverhalten diskutiert. Der Text richtet sich an Einsteiger/innen ins Themenfeld sowie an Praktiker/innen der Erwachsenenbildung, die auf europäischem Feld aktiv sind oder werden wollen.
Prof. Dr. Henning Pätzold; Susanne Lattke; Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein

Mit dem Perspektivwechsel von Bildung zum Lernen und der Ausweitung des Verständnisses von Lernen auf auch außerhalb des Bildungssystems erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten hat der Kompetenzbegriff in der Weiterbildung an Bedeutung gewonnen. Dabei ist er zu einem Universalbegriff geworden, der anschlussfähig an wissenschaftliche und bildungspolitische Diskussionen ist, dem es aber auch mitunter an inhaltlicher Präzision fehlt. Die vollständig aktualisierte Auflage bietet einen umfassenden Einstieg in das Thema Kompetenz aus wissenschaftlicher und bildungspolitischer Sicht.
Prof. Dr. Dieter Gnahs

Personalentwicklung stellt ein im Rahmen der aktuellen Professionalisierungsdebatte in der Erwachsenen-/Weiterbildung hoch aktuelles Thema dar. Dennoch scheint es in der Praxis der Weiterbildungseinrichtungen bislang vernachlässigt worden zu sein. Dabei gewinnt die Weiterentwicklung des Personals nicht nur im Kontext des Paradigmas des Lebenslangen Lernens, sondern auch mit Blick auf die Gewährleistung von Qualität der Weiterbildungsangebote und teilnehmergerechte Programme an wachsender Bedeutung. Mona Pielorz beschreibt in diesem Studientext – auf Grundlage einer Einführung in das wissenschaftliche Verständnis von Personalentwicklung – die Bedeutung von Personalentwicklung und Mitarbeiterführung für Weiterbildungseinrichtungen. Sie zeigt auf, wie hier Instrumente der Personalentwicklung im Kontext aktueller Anforderungen von nachfrageorientierter Angebotsplanung und Organisationsentwicklung effektiv eingesetzt werden können.

Dieser Studientext beschreibt den nationalen und internationalen Stand der Forschung zum Phänomen des funktionalen Analphabetismus. Der Autor grenzt Begrifflichkeiten voneinander ab, veranschaulicht Argumentationsstränge und schafft damit eine fundierte Basis zur Entwicklung neuer Perspektiven und Ansätze für die weitere empirische und theoretische Erforschung von Lese- und Schreibfertigkeitsdefiziten. Studierende der Erwachsenenbildung und interessierte Akteure im Umfeld der Alphabetisierungsprogramme erhalten hier eine theoretische Fundierung für wissenschaftliche Grundlagenstudien oder praktische Projektarbeit.

Das Planungshandeln in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung hat sich in den letzten Jahren stark ausdifferenziert. Planungsvorgänge bewegen sich heute in hybriden, intermediären Strukturen. Sie haben sich einerseits an Qualitätsmanagementsystemen und erweiterten Marketingkonzepten, andererseits an den Erfordernissen eines bildungsbereichsübergreifenden lebenslangen Lernens zu orientieren. Angebotsplanung verlangt also differenziertes Können und begründetes Handeln mit theoretischer und empirischer Grundlegung. Wenn Planungshandeln zum Gegenstand der Forschung wird, so stärkt dies sowohl die Selbstreflexivität wie auch die Fähigkeit der Planenden, Planungshandeln in vernetzten Strukturen zu realisieren und zu begründen. Studierenden und Praktiker/innen bietet dieser Studientext aktuelle Programmforschungsbefunde sowie Instrumente für eine erfolgreiche Angebotsplanung vor dem Hintergrund von gesellschaftlichen Bedarfen und individuellen Bedürfnissen, vorhandenen Kompetenzen und konkreten Anforderungen im beruflichen wie privaten Umfeld.

Recht und Politik sind für die Gestaltung der Weiterbildungslandschaft von zentraler Bedeutung. So nehmen förderrechtliche Bestimmungen Einfluss auf die Ausdifferenzierung der Träger- und Einrichtungslandschaft, die Personalstruktur in der öffentlich geförderten Weiterbildung und auch auf die Teilnahmestrukturen. Gleichwohl fällt es nicht leicht, die Vielzahl rechtlicher Bestimmungen in ihrer Heterogenität zu überschauen. Dieser Studientext versucht, diese Komplexität einzufangen und gibt eine systematische Einführung in rechtliche und politische Zusammenhänge, die den Lernbereich Weiterbildung prägen. Ausgehend von strukturellen Defiziten zeigen die Autoren Gestaltungsmöglichkeiten durch Recht und politisches Handeln auf und stellen die für Weiterbildung relevanten Rechtsnormen im Überblick dar. Der Text ist eine komprimierte und anschauliche Darstellung, der Orientierung in dem vielschichtigen Feld rechtlicher Bestimmungen und politischer Programmatiken zur Weiterbildung bietet. Dadurch werden grundlegende Strukturen sichtbar und deren Relevanz für die konkrete Gestaltung und Entwicklung des Handlungsfelds begreifbar.
Prof. Dr. Peter Faulstich; Prof. Dr. Erik Haberzeth

Mit dem Perspektivwechsel von der Bildung zum Lernen und der Ausweitung des Verständnisses von Lernen auf auch außerhalb des formalen Bildungssystems erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten hat der Kompetenzbegriff in der Weiterbildung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei ist er zu einem Universalbegriff geworden, der zwar in umfassendem Sinne anschlussfähig an wissenschaftliche und bildungspolitische Diskussionen ist, dem es aber mitunter an inhaltlicher Präzision fehlt. Der Studientext zeigt Entwicklungen und Hintergründe der Kompetenzdiskussion auf und versucht, eine begriffliche Schärfung in Abgrenzung zu benachbarten Begriffen wie Bildung und Qualifikation vorzunehmen. Neben Fragen des Kompetenzerwerbs liegt ein Schwerpunkt der Darstellung auf Möglichkeiten der Erfassung von Kompetenzen sowie der Beschreibung von Instrumenten zur Kompetenzmessung in unterschiedlichen Handlungsfeldern. Deutlich wird dabei auch die internationale Dimension der Kompetenzdebatte. Der Text vermittelt das notwendige Grundlagen- und Kontextwissen zur Thematik, das die Einschätzung wissenschaftlicher Konzepte und bildungspolitischer Debatten erleichtert. Die Anwendung von Verfahren zur Sichtbarmachung von Kompetenzen wird fachlich fundiert und kann anhand ausgewählter Instrumente im Selbsttest praktisch nachvollzogen werden.
Prof. Dr. Dieter Gnahs

Die Debatte um Qualität bestimmt seit mehr als zehn Jahren beständig den fachlichen und politischen Diskurs in der Weiterbildung. Je nach Handlungs- und Bezugsebene treten dabei unterschiedliche Fragen in den Vordergrund – verbunden mit spezifischen Interessen und Erwartungen. Diese werden in dem vorliegenden Studientext systematisch in den Blick genommen und einander gegenübergestellt. Einen Schwerpunkt nimmt die Darstellung und Einschätzung überregional relevanter Qualitätsmanagement-Modelle in der bundesdeutschen Weiterbildungslandschaft ein. Ein eigenständiges Kapitel widmen die Autoren dem Thema Evaluation – als traditionell pädagogischem Zugang zu Fragen der Qualitätsentwicklung. Deutlich wird, wie wichtig es für die erfolgreiche Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen in der Weiterbildung ist, das spezifische pädagogische Fachwissen in die organisationsbezogene Qualitätsdebatte einfließen zu lassen. Der Studientext vermittelt strukturiert und praxisnah Grundlagenwissen zu Fragen des Qualitätsmanagements in der Weiterbildung. Aufgezeigt werden Hintergründe und Dimensionen der aktuell geführten Debatten in Politik, Wissenschaft und Praxis. Damit erhalten Studierende und in der Weiterbildung tätige Fachkräfte eine wichtige Orientierungshilfe bei der Einschätzung und Verortung der unterschiedlichen Positionen und eine Grundlage für aktuell oder künftig zu treffende Entscheidungen.
Prof. Dr. Stefanie Hartz; Prof. Dr. Klaus Meisel

„Die Bildungspraxis braucht theoretische Grundlagen mindestens ebenso wie staatliche Zuschüsse“, so Horst Siebert in diesem Band. Doch ist das Verhältnis von Theorie und Praxis nicht spannungsfrei. Aus Sicht der in der Erwachsenenbildung Tätigen erscheinen Theorien häufig unbrauchbar, weil sie viel zu abstrakt und praxisfern sind. Hier baut der Studientext eine Brücke. Der Autor zeigt verschiedene in der Erwachsenenbildung gängige Theorieansätze auf, verortet sie hinsichtlich Herkunft und Reichweite und verweist auf ihre Bedeutung für die Planung und Gestaltung von Bildungsangeboten. Der Band weckt nicht nur bei Studierenden und Berufseinsteiger/inne/n, sondern auch bei erfahrenen Fachkräften das Interesse an mehr theoretischer Auseinandersetzung, was nicht zuletzt dem eigenen professionellen Handeln und damit der Qualität in der Weiterbildung zugute kommt.
Prof. emer. Horst Siebert

Was motiviert Erwachsene zu lernen? Sind alle Menschen, die an Weiterbildung teilnehmen, lernmotiviert? Und umgekehrt: Sind diejenigen, die nicht teilnehmen automatisch nicht lernmotiviert? Horst Siebert befasst sich in diesem Studientext mit zwei zentralen Themen der Weiterbildung und zeigt auf, dass das Verhältnis von Lernmotivation und Bildungsbeteiligung äußerst komplex ist. Auf der Grundlage von umfangreichen statistischen Materialien vermittelt er zunächst einen Überblick über die Datenlage und Erkenntnisse zur Bildungsbeteiligung. Bei der Darstellung der für die Erwachsenenbildung relevanten Motivationstheorien wählt er einen interdisziplinären Zugang und sensibilisiert die Leser/innen damit für die Vielfalt vorhandener Konzepte. Ergänzt wird dieser durch empirische Forschungsergebnisse zu Lernbereitschaft und Lernwiderständen Erwachsener. Lernmotivation ist lebensgeschichtlich verwurzelt und hängt vom jeweiligen situativen Kontext ab: Vor diesem Hintergrund verdeutlicht der Autor das vielschichtige Zusammenspiel von Kognition, Emotion und individuellem Handeln. Der Studientext enthält eine Fülle von Material und Wissen. In der kompakten und gut strukturierten Form erleichtert er nicht nur die Erschließung von grundlegenden Zusammenhängen und Entwicklungslinien, sondern weitet auch den professionellen Blick für die komplexen und widersprüchlichen Motivationslagen von Teilnehmenden in der Weiterbildung.

Eine entscheidende Kompetenz des pädagogischen Managements in Weiterbildungseinrichtungen ist es, mit den konkurrierenden Referenzsystemen von Ökonomie und Pädagogik ausgleichend umzugehen. Kosten- und Leistungsrechnung, Budgets, Kennzahlen und Soll-Ist-Vergleiche sind wichtige Informationsinstrumente, die jedoch ohne Beziehungen zu Zielen und Leistungen der Einrichtung wenig aussagekräftig sind. Der Studientext behandelt die Einordnung ökonomischer Betrachtungsweisen und den Einsatz des betriebswirtschaftlichen Instrumentariums in die Begriffs- und Arbeitswelt der Weiterbildung. Hierzu erläutern die Autoren zentrale Begriffe, Sichtweisen und Instrumente. Anhand zahlreicher Beispiele erhalten die Leser/innen Einblicke in die Grundzüge des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens (Kosten- und Leistungsrechnung und Planungsrechnung). Dargestellt werden auch Erfahrungen mit der Einführung der neuen Steuerungsmodelle und der Budgetierung in Weiterbildungseinrichtungen. Der Studientext leistet einen Beitrag zum vorurteilsfreien und kompetenten Umgang mit ökonomischen Fragestellungen in der Weiterbildung, indem er hierzu das notwendige Grundlagenwissen und Handwerkszeug vermittelt.
Katja Friedrich; Hans-Joachim Schuldt; Prof. Dr. Klaus Meisel

Ingrid Schöll Marketing in der öffentlichen Weiterbildung Noch vor wenigen Jahren wurde der Einzug des Marketings in der öffentlichen Weiterbildung mit viel Skepsis und Argwohn betrachtet. Mittlerweile werden Marketingkonzepte und -strategien als wichtige Instrumente der Steuerung einrichtungsinterner und -externer Prozesse geschätzt. Die dritte, aktualisierte Auflage zeichnet diese Entwicklung nach und gibt einen umfassenden Überblick zum Themenfeld. Vorgestellt werden Instrumente eines modernen Marketings als Grundlage für eine zeitgemäße Selbstdarstellung der Weiterbildung als öffentliche Dienstleistung. Studierende und Praktiker/innen erhalten mit dem Studientext einen differenzierten Einblick in Strategien, Möglichkeiten und aktuelle Herausforderungen des Weiterbildungsmarketings. 3. Auflage

Der Studientext zeigt Hintergründe und Konsequenzen der Lernkulturdebatte in der Weiterbildung auf. Nach einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Begriff Lernkultur gehen die Autoren auf gesellschaftliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen sowie lerntheoretische Implikationen ein. Zudem weisen sie auf neue Herausforderungen hin, die sich nicht nur für Lernende und Lehrende, sondern auf der gesamten Organisationsebene ergeben. Der Band vermittelt das notwendige Grundlagenwissen und einen praxisnahen Überblick zu Methoden und Instrumenten, um Lernkulturen in Einrichtungen der Erwachsenenbildung und in Betrieben analysieren und innovativ gestalten zu können.
Christian M. Thurnes; Dr. Ingeborg Schüßler

Volkshochschulen stehen vor der Herausforderung, sich auf einem von zahlreichen Anbietern umkämpften Bildungsmarkt zu behaupten. Ein klar konturiertes Profil und eine adressatengerechte Kommunikation sind wichtige Voraussetzungen, um im Feld konkurrenzfähig zu bleiben. In diesem Studientext behandeln die Autorinnen Prinzipien einer an der Corporate Identity einer Einrichtung orientierten Öffentlichkeitsarbeit. Sie beschreiben hierzu geeignete Kommunikationsformen und Medien und stellen ausgewählte Maßnahmen vor. Die dritte, überarbeitete Auflage vermittelt sowohl eine grundlegende Orientierung als auch praxisbezogene Hinweise und bietet Studierenden wie Praktiker/inne/n eine kompakte und fundierte Handreichung.
Carla Sievers; Antje von Rein

Um Organisationsstrukturen einer Weiterbildungseinrichtung deuten und verstehen zu können, werden in diesem Studientext zunächst Begriffe und Ansätze der Organisationstheorie aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen vorgestellt. Nach einer Diskussion der externen gesellschaftlichen Ursachen für die Aktualität des Themas „Organisation in der Weiterbildung“ im zweiten Kapitel widmen sich die beiden Autoren dem internen Gestaltwandel der Weiterbildungsprogramme und fragen nach dem „Spezifischen“ von Weiterbildungsorganisation. Unterschiedliche Merkmale des dienstleistungs- und entwicklungsbestimmten Einrichtungstyps in der Weiterbildung werden im dritten Kapitel herausgearbeitet – und auf Mischtypen in der Praxis verwiesen; anschließend beschreiben die Autoren drei Formen der Organisationsentwicklung: die basale, die strategische und die reflexive. Bezogen auf die Entwicklungsaufgaben einer Weiterbildungseinrichtung werden fünf Phasen von Organisationsentwicklung skizziert. Die Begründung und Kennzeichnung der Grundformen von Organisationsberatung und Hinweise auf die Vielfalt unterschiedlicher Beratungsansätze sind Schwerpunkte des letzten Kapitels.
Felicitas von Küchler; Ortfried Schäffter

Diese Veröffentlichung ersetzt den Band „Leitung von Non-Profit-Einrichtungen der Weiterbildung". Der Autor erläutert kurz die Begriffe Leiten, Führen, Managen und akzentuiert Organisation als Schlüsselbegriff. Nach einer Diskussion über Organisationsstrukturen, in der u. a. vier solcher Strukturen vorgestellt werden, wird über die Notwendigkeit einer Organisationskultur, wo Fragen des Vertrauens und der Beeinflußbarkeit behandelt werden, referiert und in einem zentralen Kapitel „Führen und Führungsstil“ behandelt. In diesem Kapitel geht es um diverse Führungsrollen, Gruppen von Führungstätigkeiten und Rollendilemmata der Führung. Zum Thema Personalentwicklung gehören die Bereiche Personauswahl, Personalfortbildung, human-engineering- und Teamentwicklung, die aspektreich dargestellt werden. Mit Gruppenkonflikten sowie Voraussetzungen, Anlässen und Widerständen gegen Organisationsentwicklung befassen sich die beiden nächsten Kapitel. Im letzten geht es um den Unterschied zwischen Profit- und Non-Profit-Einrichtungen. Die Hinweise zu den Reflexionsfragen, in denen diese Fragen einzelnen Seiten dieses Studientextes zugeordnet werden, und das Glossar mit Fachtermini sind eine wichtige Praxishilfe.
Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein
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