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Gehirn und Lernen

Prof. Dr. Christiane Schiersmann; Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein; Prof. emer. Horst Siebert
wbv
Gehirn und Lernen
REPORT Literatur- und Forschungsreport Weiterbildung
1/2003
Bielefeld

Abstract

Gehirnforschungen, Kognitions- und Emotionsforschungen gehören zu den Wachstumsdisziplinen der vergangenen Jahre. Generell sind die pädagogischen Einschätzungen der Erkenntnisse von Forschungen zu Gehirn, Kognition und Emotion uneinheitlich. Die einen befürchten einen Biologismus des pädagogischen Denkens, die anderen prognostizieren eine völlig neue Neurodidaktik. Zwischen diesen beiden Extremen bewegen sich oft die erziehungswissenschaftlichen Rezeptionen von Forschungsergebnissen neurologischer und psychologischer Provenienz. In den Beiträgen und in dem Interview mit Gerhard Roth werden Vernetzungen zwischen den Neurowissenschaften und der Bildungsarbeit aufgezeigt, welche auch die Verständnis- und Akzeptanzprobleme der beiden Seiten thematisieren.

Content

Ausgehend von einem komplementären Verhältnis zwischen Neurowissenschaft und Pädagogik werden in dem Beitrag dreizehn für die Pädagogik, besonders für das Lernen, aufschlussreiche neurowissenschaftliche Thesen vorgestellt.

In einem Gespräch befragt Horst Siebert den Neurobiologen Gerhard Roth zu seinen Gehirnforschungen und den Folgen für die Vorstellungen über das Denken, das emotionale Gedächnis und das Lernen.
Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth; Prof. emer. Horst Siebert

Aus der Perspektive der Kognitions- und Emotionspsychologie und der Hirnforschung werden Erklärungsansätze dafür entwickelt, warum Lehren und Lernen aus inhärenten Gründen grundsätzlich schwierig sind.

Anhand der Begriffe: Wahrnehmen, Denken, Lernen und Lehren wird aus den Perspektiven der Neurowissenschaften, der konstruktivistischen Erkenntnistheorie und der fachdidaktischen Forschungen zu Lernervorstellung eine Theorie der Vermittlung - also des Lernens und Lehrens - vorgestellt.
Prof. Dr. Harald Gropengießer

Aus einer konstruktivistischen Perspektive wird untersucht, wie wir über Lernen reden und welche Plausibilität ein solcher Diskurs erreichen kann.
Prof. Dr. Siegfried J. Schmidt

Nachgezeichnet werden die Potentiale der Konstruktivismus-Debatte für die (Erwachsenen) Pädagogik in den zwei Spannungsfeldern: Erkenntnis und Handeln und innerer und äusserer Systematik im Erwachsenenlernen.

In dem Beitrag wird die These vertreten, dass Gefühle mit jedem Denken untrennbar verbunden sind und dass sie darin auch ständig lebenswichtige organisatorische und integrierende Aufgaben - Operatorenwirkung der Affekte auf das Denken - zu übernehmen haben.
Prof. em. Dr. med. Luc Ciompi

In dem Beitrag wird begründet, dass das Einbeziehen von nichtbewussten Lernformen - implizites Wissen - in institutionalisierten Lernprozesse eine sinnvolle Ergänzung zum bewussten Lernen darstellt.

Ausgehend von dem gesellschaftlichen Befund eines zunehmend entstrukturierten Lebenslaufs wird in dem Beitrag der Bedarf nach einer (erwerbs)biographischen Gestaltungs- und Steuerungskompetenz betont, die auch neue Bildungs- und Beratungsleistungen notwendig machen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein

Pof. Dr. Dieter Kirchhöfer

apl. Prof. Dr. Karin Dollhausen

Prof. Dr. Elisabeth Meilhammer

Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein

Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein

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