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Politische Bildung

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Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein
wbv
Politische Bildung
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
1/2003
Bielefeld

Abstract

Befindet sich die Politische Erwachsenenbildung am Beginn des 21. Jahrhunderts einmal mehr in der Krise? Hat der „Junge Wilde“ Karsten Rudolf mit seinem „Bericht politische Bildung“ Öl ins Feuer gegossen, das Nest beschmutzt? Gegen seine Forderungen nach mehr Nachfrageorientierung und Neutralität der Anbieter regt sich der Widerspruch der „Alten“. Aber historische Weichenstellung hin oder her: Sorgen machen vielmehr der drohende „Clash of Generations“ (Jürgen Turek) und die alltägliche Finanznot.

Content

Das am 1. Juli 1998 eröffnete Leipziger Stadtbüro ist keine Meckerecke, obwohl hier alles, was den Bürgern auf den Nägeln brennt, auf den Tisch kommt. „Beteiligung“ ist sein Thema und ein Ort des Dialogs zwischen Verwaltung und Bürgern. Der Lehrstuhl für Erwachsenpädagogik in Leipzig war von Anfang an an der Konzeption beteiligt und begleitet das Projekt seitdem wissenschaftlich. Jarno Wittig berichtet über Konzepte, Erfahrungen und Zukunftsperspektiven.

In der Welt des Zauberlehrlings Harry Potter sind »Muggles« diejenigen Menschen, die sich mit der Zauberkraft kein bisschen auskennen. Das Bild lässt sich auf die »digital divided« Geellschaft übertragen. Sind ältere Erwachsene die »Muggles« des Digitalzeitalters? Hugger hat die Auswirkungen der Neuen Medien auf ältere Erwachsene als Mitautor der „Treumann-Studie" empirisch untersucht und um Überlegungen zu notwendigen Forschungsaspekten und praktischen Handlungsstrategien für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen ergänzt.

Anlässlich des Anfang 2002 verabschiedeten Gesetzes über die Validierung des Erfahrungswissens reflektieren die beiden Autoren vom »Centre d’Études et de Recherches sur les Qualifications« (Céreq) die lange Geschichte der Anerkennung individueller Fähigkeiten und insbesondere der an der Arbeitsstelle erlangten Kenntnisse.
Jean-Louis Kirsch; Annie Bouder

Begriffklärungen rund um das Thema politischen Bildung.

In der Diskussion zwischen Theo W. Länge, Bundesgeschäftsführer des Bundesarbeitskreises Arbeit und Leben, und Karsten Rudolf, Autor des 'Berichts politische Bildung 2002', werden grundsätzliche Fragen der Teilnehmerorientierung und der Veränderungsnotwendigkeiten der Angebote politischer Erwachsenenbildung kontrovers ausgetragen. Besonders die vom Bericht politische Bildung erhobene Diskrepanz zwischen faktischer und möglicher erreichbarer Teilnehmerzahlen und der Vorschlag, zwischen Breiten- und Elitebildung zu unterscheiden, stehen im Mittelpunkt.
Dr. Peter Brandt; Dr. Karsten Rudolf; Theo W. Länge

Federal law as envisaged in the socalled Hartz paper provides for the introduction of education vouchers. Is political education concerned? Against this background, the author explores funding structures of political education on the federal as well as on the Länder plane, of municipalities and foundations. Her verdict is disenchanting: many institutions of political education, especially the very small ones, are facing their end. This is corroborated by two statements of experts from the field of practice inserted into the article.

Taking demographical development as a starting point, Turek identifies functions of political education. It should help to avoid the »clash of generations «. Demographical change, however, is only one of several trends: the change from modern industrial society towards a transnational technological society calls for a new »contract across generations«. Political education initialises a future-oriented selfremodelling of society and thus becomes an investment into its human resources.

While political education appears to be of secondary importance in the national grants policy, on the European plane it is coming to a new blossoming. The European ministers of education are working towards a joint educational planning programme and are looking for common aims in political education. The pertinent grants programmes are a rich source of for good practice. In cross-section tasks the intertwining of political education and political development manifests itself. Monika Oels does not overlook that very often it is the struggle for bare survival that drives institutions to apply for European grants programmes.

Ein Blick auf die Krise in der politischen Bildung von den 1960er Jahren bis heute.

After the federal elections, the Federal Ministry of Education and Research has taken on a new organisational structure. For the first time, its activities in further education are now bundled together in a seperate department (»Lifelong Learning, Further Education«), thus enabling the ministry to »speak with one voice«. On top of this, the superior department is »University, Further Education«, which shows that the two are considered as equivalent from the organisationalpolitical viewpoint.

Wie lassen sich informell erworbene Kompetenzen zertifizieren? Diese Frage stellt sich im Zuge der Diskussion um selbstgesteuerte und lebenslang erforderliche Lernprozesse. Während Deutschland noch am Beginn dieser Entwicklung steht, haben andere Länder bereits Zertifizierungssysteme eingeführt. Aber trotzdem scheint es für eine Einführung in Deutschland keine vorgezeichneten Wege zu geben. Bernd Käpplinger hat im Rahmen des DIE-Projektes »Transparenz und Akzeptanz berufsrelevanter Kompetenzen – Instrumentarien und Umsetzungsstrategien« (TAK) entsprechende europäische Tendenzen im Bereich der beruflichen Bildung gesichtet. Achim Puhl hat in einem zweiten Schritt bundesdeutsche Expertenmeinungen eingeholt (Prof. Dr. John Erpenbeck und Prof. Dr. Günther Dohmen).
Achim Puhl; Prof. Dr. Bernd Käpplinger

The article sets out to identify common prejudices on e-learning. Its pedagogical surplus depends on the methodical-didactic design. The authors back their verdict by experiences of learners in an online-based course. Learners judge new-mediasupported learning as being intensive, communicative, but time-consuming. E-learning requires self-discipline, selfmotivation, self-organisation, good time management and basic technical competences.
Sabine Hemsing-Graf; Dr. Susanne Kraft
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