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PISA lebenslang

Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein
wbv
PISA lebenslang
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
1/2003
Bielefeld

Abstract

Das Cover der Ausgabe ziert ein Rechtschreibfehler: „lebenslang“ wurde in die Teile „Leben“ und „Slang“ getrennt. Ein kleiner Seitenhieb auf all jene, die aus der PISA-Diskussion den Stoff für ein ganzes Leben von Bildungsprofis gemacht haben und hierzu gleich den Jargon des Bedauerns institutionalisiert haben. Dennoch: Für Weiterbildung und lebenslanges Lernen bietet die PISA-Studie wichtige Anknüpfungspunkte. Sie betreffen die im Heft zusammengeführten Felder: Lehrerfortbildung und Elternbildung; die Hirnforschung mit ihren Erkenntnissen zum Lernen Erwachsener (Beitrag von Manfred Spitzer).

Content

Auch wenn die Projektidee wahrscheinlich sehr viel älter ist, wird in der Literatur häufig John Dewey als Begründer des Projektmethode eingeführt. Klaus Winkel erläutert Projektkriterien und -erfahrungen, die auf ein Projekt an der Gesamtschule Gersheim im Saarland zurückgehen, das im Rahmen des BLK-Modellversuchsprogramms zum „Lebenslangen Lernen“ durchgeführt wurde. Eindeutiges Ergebnis ist, dass ein Zusammenhang zwischen der Motivation am Lernen und den Lernresultaten zu existieren scheint.

Etwas mehr als zehn Jahre nach der Einführung des WorldWideWeb (WWW) hat das Internet einen hohen Verbreitungsgrad in westlichen Industriegesellschaften erreicht. Inzwischen gibt es kaum noch einen gesellschaftlichen Bereich, der von der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie und der wachsenden Bedeutung des Internets nicht betroffen ist. Insbesondere im Bildungs- und Weiterbildungsbereich sind die Veränderungen in der heutigen (Wissens-)Gesellschaft unübersehbar. Indiz dafür ist, dass eine Internet-Kompetenz heute als neue kulturelle Basisfertigkeit (Kulturtechnik) oder Schlüsselqualifikation angesehen wird. In diesem Artikel soll daher eine Methode vorgestellt werden, wie das Internet nachhaltig in Bereich der Erwachsenenbildung eingesetzt werden kann.
Uwe Wieckenberg; Dr. Markus Lermen

Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein

Die PISA-Ergebnisse stellen der Erwachsenenbildung neue Aufgaben.

Die Direktoren dreier Leibniz-Institute im interdisziplinären Gespräch über die Frage, was Erwachsenenbildung von der Konzept-Orientierung der PISA-Studie lernen kann: Prof. Dr. Prenzel vom Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel und zugleich Mitglied des deutschen PISA-Konsortiums 2000, Prof. Dr. Scheich vom Institut für Neurobiologie in Magdeburg und Prof. Dr. Ekkehard Nuissl von Rein vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn.
Dr. Peter Brandt; Prof. Dr. Henning Scheich; Prof. Dr. Manfred Prenzel; Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein

Sind die PISA-Ergegnisse für die Deutschen nur halb so schlimm, wie viele behaupten? PISA-Forscher Heller von der OECD erläutert, welche Schlüsse für das lebenslange Lernen (nicht) gezogen werden können. Darüber hinaus gibt er Informationen über geplante Studien in Zusammenarbeit mit der OECD, die helfen, die Zusammenhänge zwischen den vorliegenden PISA-Ergebnissen und den Fähigkeiten heutiger und künftiger Erwachsener besser zu bewerten.

Teacher training responds to the PISA results with professional qualification of the teaching staff in the areas of deficiency (language and reading competence, mathematical-scientific knowledge, competence in diagnosis and support). Apart from that it must also help school as a system to evolve in manifold ways (obligatory training, school autonomy, staff development, co-operation of schools in matters of instruction, systematical planning of training measures).

Within the framework of the PISA discussion, adult education must discover the parents as an affected part of the public more than has as yet been the case. Parents need scientifically founded summary knowledge as a basis for decision-making (for example concerning the educational orientation of their children), and professional guidance in matters of the enhancement of learning capacity at an early age.
Dr. Rüdiger Preißer; Prof. Dr. Josef Schrader

Research on humans and animals gives evidence for the fact that older beings learn more slowly than younger ones, yet for this very reason they are able to build up internal representations of the true values to be learned in an increasingly more precise manner. Through frequent repetition general structures of experiences are learned. Thus, a decreasing rate of learning that comes with old age is just one side of the coin.

Ein historischer Längsschnitt zum Verhältnis von Erwachsenenbildung und Schule von der Weimarer Republik bis heute.

In Germany numerous instruments exist for the documentation of individual activities of lifelong learning in formal, non-formal and informal educational contexts. Under the heading of »education passport« alone there are 48 different activities. A systematical and comprehensive approach to the recording, documentation and evaluation of knowledge, skills and competences is lacking up to now. The authors of the DIE project BIBER plumb the chances for a convergence process, which however faces problems with regard to inconsistent (output- as opposed to input-oriented) logical systems.
Dr. Rüdiger Preißer; Markus Bretschneider

Dargestellt werden die Vorgeschichte und Aufgaben des im Jahr 2000 von der irischen Regierung veröffentlichten Weissbuchs zur Erwachsenenbildung. Bildungspolitisch wurde damit das lebenslange Lernen zum Prinzip erklärt.
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