Januar 2013 bis Oktober 2015

Fragestellung

Unter welchen Bedingungen wird das Personal in der Weiterbildung beschäftigt, in welchen sozialen Lebenslagen befindet es sich, welche Tätigkeiten übt es aus und mit welchen Herausforderungen ist es in der Arbeit konfrontiert? Welche weiteren Erkenntnisse lassen sich aus den hierzu erhobenen repräsentativen Daten in Bezug auf die Anbieterorganisationen und den Arbeitsmarkt in dieser Branche gewinnen?

Projektziel

Die in dieser Branche Beschäftigten haben eine herausragende Bedeutung für die Professionalisierung der Erwachsenenbildung. An seiner gesellschaftlichen Lage lassen sich wesentliche Entwicklungen des Feldes studieren. Dabei verändern sich Aufgaben, Tätigkeiten und Arbeitsverhältnisse unter dem Einfluss ökonomischer, kultureller, politischer und sozialer Rahmenbedingungen. Die starke Segmentierung des Weiterbildungssektors erschwert jedoch, aus der großen Heterogenität von Tätigkeiten, Beschäftigungsformen und Lebenslagen eindeutige Erkenntnisse abzuleiten.

Umso gravierender wiegt die Tatsache, dass die derzeit verfügbaren Daten zum Personal äußerst begrenzt sind. Nur Weiterbildungsanbieter werden regelmäßig befragt (wbmonitor) und Statistiken lediglich über die Weiterbildungsnachfrage (BSW, AES) geführt. Mit Ausnahme der WSF-Studie aus dem Jahr 2005 liegen zum Personal keine repräsentativen Daten vor. Um die Lücke zu schließen, ist mit diesem Projekt geplant, ein Berichtssystem zur Lage des Weiterbildungspersonals einzurichten.

Zentrales Ziel der Erhebung zum Personal in der Weiterbildung ist es, im Anschluss an die WSF-Studie von 2005, repräsentative Daten zu den in diesem Bereich beschäftigten Menschen zu erfassen und wesentliche Strukturmerkmale von Arbeits- und Lebensbedingungen und ihren Veränderungen sichtbar zu machen.

Zur Vorbereitung der Repräsentativerhebung werden Fallstudien zu diversen Anbietern im Feld der Weiterbildung durchgeführt und das Feld aus einer qualitativen Perspektive erkundet. Auf diese Weise lassen sich die Arbeits- und Lebensverhältnisse des Personals und die konkreten Zusammenhänge von ökonomischen, politischen und regionalen Rahmenbedingungen besser rekonstruieren als es durch die Repräsentativerhebung allein möglich wäre."

Kontakt

  • Martin, Andreas (Projektkoordination, Wissenschaftliche Bearbeitung)
    • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)

Beteiligte Personen

  • Alfänger, Julia (Wissenschaftliche Bearbeitung)
  • Cywinski, Robert (Wissenschaftliche Bearbeitung)
  • Dobischat, Rolf, Prof. Dr. (Leitung)
    • Universität Duisburg-Essen, Standort Essen
  • Elias, Arne (Wissenschaftliche Bearbeitung)
  • Fischell, Marcel, Dr. (Wissenschaftliche Bearbeitung)
  • Jütten, Stefanie (Wissenschaftliche Bearbeitung)
    • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
  • Koscheck, Stefan (Leitung)
  • Langemeyer, Ines, Prof. Dr. (Leitung)
  • Martin, Andreas (Projektkoordination, Wissenschaftliche Bearbeitung)
    • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
  • Meyer-Puttlitz, Anke (Assistenz)
    • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
  • Rosendahl, Anna, Dr. (Wissenschaftliche Bearbeitung)
  • Schmitz, Nadja (Wissenschaftliche Bearbeitung)
  • Schrader, Josef, Prof. Dr. (Leitung)
    • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)

Beteiligte Institutionen

Publikationen

  • Martin, A., Lencer, S., Schrader, J., Koscheck, S., Ohly, H., Dobischat, R., Elias, A. & Rosendahl, A. (2017). Das Personal in der Weiterbildung. Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, Qualifikationen, Einstellungen zu Arbeit und Beruf. Bielefeld: wbv.
  • Martin, A. & Schömann, K. (2015). Das Personal in der Erwachsenenbildung im demographischen Wandel. In Hessische Blätter für Volksbildung, 65 (2), 126-138.
  • Langemeyer, I. & Martin, A. (2014). Das Personal in der Erwachsenenbildung. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Bildungs- und Dienstleistungssektor. Hessische Blätter für Volksbildung, 64 (1), 17-28.
  • Martin, A. & Langemeyer, I. (2013). Demografie, sozioökonomischer Status und Stand der Professionalisierung - das Personal. In Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (Hrsg.), Trends der Weiterbildung 2013, 43-68. Bielefeld: W. Bertelsmann.

Zuordnung zum Forschungsmemorandum für die Erwachsenen- und Weiterbildung

Das Forschungsmemorandum für die Erwachsenen- und Weiterbildung ist ein Koordinatensystem um Schwerpunkte der Bildungsforschung zu identifizieren.

Design

Empirisch, einschließlich historische Arbeit

Geographischer Raum, auf den sich das Projekt bezieht

Bundesrepublik Deutschland

Datenerhebung

  • Standardisierte Befragung (face to face, telefonisch, schriftlich, online)

Datenauswertung

  • deskriptiv
  • analytisch

Forschungsart

  • Geförderte Forschung

Förderung

  • Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF)