Herausgeber
Gruber, Elke Jung, Thomas
Titel
Offenes Heft
Zeitschrift
Zeitschrift für Weiterbildungsforschung
Ausgabe
1/2021
Ort
Stuttgart
Verlag
Springer VS
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/39603
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Inhalt

1

Gruber, Elke; Jung, Thomas

Editorial

5

Cafantaris, Karola

Ethnographie als Interaktionsprozess – Zur ethnographischen Untersuchung hybrider Lernorte

Der Beitrag thematisiert die ethnographische Erforschung hybrider Lernorte innerhalb der Erwachsenenbildung. Es werden forschungsbezogene Merkmale hybrider Lernsettings herausgestellt und die Herausforderungen und Stärken der ethnographischen Forschungsmethode für die Erschließung hybrider Lernsettings hervorgehoben. Dabei werden insbesondere die subjektiven Bezugnahmen der Forschenden auf das Untersuchungsfeld und die dabei entstehenden interaktionalen Prozesse fokussiert. Indem der ethnographische Forschungsprozess als Interaktion rekonstruiert wird, soll ein Beitrag zur Methodendiskussion innerhalb der Erwachsenenbildung geleistet und damit zugleich darauf gezielt werden, weitere Möglichkeiten der Erforschung hybrider Lernsettings auszuloten.
23

Ebner von Eschenbach, Malte

Zur „culture continuée“ Gaston Bachelards

Überlegungen zu einer Erwachsenenbildung als Instanz der Verarbeitung epistemischer Brüche
Als Pädagoge ist Gaston Bachelard in den deutschsprachigen erziehungswissenschaftlichen Diskursen wenig bekannt – als Erwachsenenpädagoge noch viel weniger. Vielmehr hat er sich als Wissenschaftsphilosoph einen Namen gemacht und übte als solcher großen Einfluss auf die französische Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie seiner Zeit und darüber hinaus aus. Vermittelt über den Ansatz der historischen Epistemologie erfahren die epistemologischen Konzepte Bachelards gegenwärtig Aufmerksamkeit in erziehungswissenschaftlichen Diskursen. Dadurch geraten auch Bachelards pädagogische Überlegungen in den Fokus. Diesem Sichtbarwerden des pädagogischen Gehalts in Bachelards Denken soll nachgegangen werden. Dies geschieht mit dem Ziel, Bachelards Konzeption einer „culture continuée“ (auf Deutsch „ununterbrochene Bildung“) nachzugehen. Mit diesem Konzept lässt sich einer Funktion von Erwachsenenbildung Kontur verleihen, die die Zuwendung zu epistemischen Brüchen betont.
43

Koller, Julia; Arbeiter, Jana; Schemmann, Michael

„Da baut sich was auf, da ist jemand, der ist verlässlich da, der hat auch Geld“ – Akteurskonstellationen, Handlungskoordination und Leistungen in fragilen organisationalen Strukturen am Beispiel der arbeitsorientierten Grundbildung

Der Beitrag untersucht anhand der theoretischen Ansätze der Educational Governance und des Neo-Institutionalismus die Steuerung in dem, bezüglich Finanzierung und Angebotsentwicklung fragilen Feld der arbeitsorientierten Grundbildung. Dabei wird fokussiert, wie soziale Ordnungen über die Koordination von Handlungen in verschiedenen Akteurskonstellationen pädagogische Leistung möglich machen. Konkret geht es darum, herauszuarbeiten, welche institutionellen und organisationalen Strukturen in der arbeitsorientierten Grundbildung erkennbar sind und welche Formen der Handlungskoordination zwischen Akteuren welche pädagogischen Leistungen zustande kommen lassen. Empirische Befunde weisen auf ein differenziertes und unterschiedlich dichtes Mehrebenensystem hin, in dem die Akteure über unterschiedliche Formen der Handlungskoordination Leistungen sichern und weiterentwickeln.
63

Iller, Carola; Treptow, Rainer

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