Publikation

Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung

Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung

Abstract

Die „blaue Reihe“ ist die traditionsreichste Buchreihe des DIE. Als Forum für herausragende Abhandlungen auf theoretischer und empirischer Basis stellt sie eine wichtige Infrastruktur für die „scientific community“ der Erwachsenenbildungsforschung dar. Auch Studierende und wissenschaftlich interessierte Praktiker können sich hier über zentrale Resultate der Erwachsenenbildungsforschung informieren. In den zurückliegenden 40 Jahren hat die Reihe wesentlich zur Konstituierung der Disziplin der Erwachsenenbildung beigetragen. Die Manuskripte durchlaufen vor der Veröffentlichung ein doppelt anonymisiertes Peer-Review-Verfahren.

Inhalt

Erwachsenenbildung ist ein Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen. Christine Zeuner erzählt ihre Geschichte aus einer sozial- und kulturgeschichtlichen Perspektive und rückt dabei soziale Bewegungen als zentralen Motor in den Fokus. Die Erwachsenenbildung erscheint nicht als bloße Reaktion auf politische Steuerung, sondern als aktiver Teil kollektiver Emanzipationsbestrebungen - von der Aufklärung bis in die Gegenwart. Das Buch rekonstruiert Bildungsinitiativen des aufgeklärten Bürgertums, der Arbeiter- und Frauenbewegungen, der Volksbildungsbewegung, der konfessionellen Bildungsträger sowie der Erwachsenenbildung in der DDR. Zeuner analysiert, wie Erwachsenenbildung zum Medium gesellschaftlicher Teilhabe wurde - immer im Spannungsfeld zwischen Anpassung und Kritik, Institutionalisierung und Widerstand. Sie zeigt, wie in unterschiedlichen historischen Konstellationen Lernräume entstanden, die zur Auseinandersetzung mit sozialen, politischen und kulturellen Fragen anregten. Die Monografie richtet sich an Forschende, Lehrende und Studierende der Erwachsenen- und Weiterbildung sowie an historisch interessierte Bildungspraktiker:innen.

Das Buch gibt einen Überblick über die finanzielle Förderung der Weiterbildung als organisiertes Lernen seit dem Ende der 1960er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland. Dies beinhaltet die Beschreibung der kommunalen, landesrechtlichen, bundesrechtlichen und der europarechtlichen Förderung der Weiterbildung mit der Angabe der dafür aufgewandten Förderungssummen. Die Beschreibung ist eingebettet in die Darstellung der dominierenden politischen und geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart.

Hans Tietgens hat die Geschichte der deutschen Erwachsenenbildungswissenschaft maßgeblich geprägt, als Wissenschaftler ebenso wie als langjähriger Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Die vorliegende Publikation widmet sich der Genese und Wahrnehmung seiner wissenschaftlichen Arbeiten. Zugleich beleuchtet der Band sein Engagement für die Erwachsenenbildungspraxis. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche seiner Arbeiten in welchen Forschungsfeldern der Erwachsenenbildung noch präsent sind. Bibliometrische Analysen leisten dazu einen Beitrag. Die Publikation zum 100. Geburtstag von Hans Tietgens würdigt sein Lebenswerk und gibt zugleich einen Einblick in die Geschichte der Wissenschaft von der Erwachsenenbildung in Deutschland. Ein hilfreiches Werk für alle, die sich in Theorie und Praxis mit der Frage beschäftigen, welchen Beitrag Wissenschaft zur Verbesserung der Praxis leisten kann.

Die Erwachsenenbildung ist ein Feld, das stark von Spannungen zwischen wissenschaftlichen und politischen Anforderungen geprägt ist. Die Entwicklung von Kompetenzen sowie die Idee, ein Leben lang weiter zu lernen, sind Themen, die seit vielen Jahren von Wissenschaft und Politik debattiert werden und auch aktuell noch eine große Bedeutung haben. Die vorliegende Dissertation befasst sich mit dem Verhältnis von Wissenschaft und europäischer Bildungspolitik in der Erwachsenenbildung, indem sie wissenschaftliche Zeitschriftenartikel und bildungspolitische Dokumente aus einem Zeitraum von über 20 Jahren mittels lexikometrischer Diskursanalyse analysiert. Dabei wird in einem Vergleich herausgearbeitet, wie die Themenbereiche Lebenslanges Lernen und Kompetenz in der wissenschaftlichen und in der bildungspolitischen Diskussion wahrgenommen werden.

Für die Sicherung des handelnden Zusammenwirkens in Organisationen sind neben (in-)formellen Strukturen auch die Sicht- und Handlungsweisen der Führungskräfte und ihre gezielte Einflussnahme zentral. Wie Führungskräfte diese Aufgabe ausgestalten, wird bislang jedoch kaum auf institutionelle Einflüsse der Organisationsumwelt zurückgeführt. Vor diesem Hintergrund erkundet der vorliegende Band im Rahmen einer kontrastiven Fallstudie aus einer neoinstitutionalistischen Perspektive, inwiefern sich das handlungsleitende Führungsverständnis von Leitungskräften der Weiterbildung systematisch mit dem institutionellen Kontext der Organisation in Verbindung bringen lässt. Als Beitrag zur Theoriebildung spezifiziert das hier entwickelte Modell der „institutionellen Logik der Führung“ Annahmen über das Zusammenwirken von institutionellem Kontext, organisationalen Rahmenbedingungen und individuell-handlungsleitenden Sichtweisen der Leitungskräfte für die Weiterbildung, die auch für andere Bildungsbereiche anschlussfähig sind.
Prof. Dr. Dörthe Herbrechter

Im Rahmen des Dissertationsvorhabens wurde untersucht, welchen Beitrag eine sozialraumorientierte Forschungsperspektive zum Verständnis der (Nicht-)Teilnahme an organisierter Weiterbildung sogenannter „bildungsferner Gruppen“ leisten kann. Die sozialraumorientierte Perspektive bestimmt sowohl den theoretischen als auch den methodischen Rahmen der Untersuchung. Als Teilstudie des Projektes „Lernen im Quartier – Bedeutung des Sozialraums für die Weiterbildung“ (LIQ) am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) wurden problemzentrierte Interviews mit 49 Besuchern eines sozial benachteiligten Quartiers in Berlin-Mitte durchgeführt und in Anlehnung an die Grounded Theory ausgewertet. Als Ergebnis der Arbeit ist ein mehrdimensionales Modell zu Regulativen der Weiterbildungsbeteiligung sogenannter „bildungsferner Gruppen“ entstanden.

Während der Begriff „Region“ in der Erwachsenen- und Weiterbildung mehrheitlich steuerungspolitisch verwendet wird, entwickelt die vorliegende Studie einen Ansatz, Regionen aus der Sicht von Erwachsenenbildungsorganisationen zu beleuchten. In Interviews mit leitendem Weiterbildungspersonal in zwei Grenzräumen lässt sich anhand der handlungszentrierten Geographie zeigen, dass Netzwerke als Instrument dienen, um Handlungsräume aufzuspannen. Dem zugrunde liegt der in den Organisationen vertretene Anspruch an Bildungsarbeit zwischen Markt und Auftrag. Dieser äußert sich auch über die angebotenen Inhalte. Der Autor plädiert dafür, bei der Erforschung und Entwicklung von Regionen in der Erwachsenenbildung Inhalte stärker zu berücksichtigen und sozialräumliche Methoden zu erproben.

Ziel der referierten empirischen Studie ist es, eine Bestandsaufnahme zu Strategien und Maßnahmen von Weiterbildungseinrichtungen im Umgang mit migrationsbedingter Diversität zu erstellen. Unter Rückgriff auf organisationsumfassende Konzepte zur Förderung von Diversität liegen der Studie Analysefragen auf der Ebene der Organisation und Leitung, des Personals und des Angebotsspektrums zugrunde. Befragt wurden sowohl anerkannte gemeinnützige als auch kommerzielle Weiterbildungseinrichtungen in NRW. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass vor allem im Rahmen der Programmgestaltung Bezüge zu Lebenslagen von Erwachsenen mit Migrationshintergrund hergestellt werden. Die Implementierung organisationsumfassender Konzepte steht in den befragten Weiterbildungseinrichtungen hingegen noch am Anfang. Die gewonnenen Ergebnisse lassen Handlungsbedarfe erkennen, die im Rahmen von Empfehlungen für eine diversitätsbewusste Weiterbildungsarbeit ausführlich diskutiert werden.
Sara Reiter; Professor Halit Öztürk

Das Fremdsprachenlernen Erwachsener gilt traditionell als Forschungsobjekt der Fremd- und Zweitsprachenerwerbsforschung. Das vorliegende Buch plädiert demgegenüber für eine verstärkte erwachsenenbildungswissenschaftliche Erforschung dieses großen Praxisfeldes, das zunächst anhand einer ausführlichen Übersicht über Theorien und Konzepte, Forschungen, Statistiken, Lehr-Lernmethoden und Empfehlungen vorgestellt wird. Fallbeispiele zeigen, wie qualitative Methoden der Programmanalyse, der Videointeraktionsforschung und der Biografieanalyse als Zugänge zum Fremdsprachenlernen Erwachsener genutzt werden können. Diese Beispiele geben zugleich Hinweise zum Selbstverständnis von unterschiedlichen Anbietern, zu den spezifischen Problemen von Lernern in Fremdsprachenkursen sowie zu der Art und Weise, wie Erwachsene biografisch mit der Herausforderung umgehen, eine andere Sprache freiwillig oder gezwungenermaßen zu erlernen.
Prof. Dr. Sigrid Nolda

In der Studie zu „Kulturen des Lehrens“ wird die Frage verfolgt, inwiefern Orientierungen zum Lehren in der Praxis der Erwachsenenbildung strukturell verankert sind. Dabei wird insbesondere in den Blick genommen, in welchem Zusammenhang Orientierungen zur Praxis des Lehrens und erwachsenenpädagogische Organisationen stehen. Diese Frage wird im Rahmen einer qualitativ-rekonstruktiven Studie bearbeitet, bei der insgesamt neun erwachsenenpädagogische Organisationen untersucht wurden. In diesen Organisationen wurden die unterschiedlichen Akteure (Leitungen, hauptamtliche pädagogische Mitarbeitende, Kursleitende, Verwaltungskräfte) durch Gruppendiskussionen und Einzelinterviews befragt. Durch die dokumentarische Interpretation dieses Datenmaterials können in den Ergebnissen vier typische organisationale Lehrorientierungen herausgearbeitet werden, mit denen deutlich wird, dass auch durch den jeweiligen organisationalen Kontext das pädagogische Handeln beeinflusst wird. Diese empirisch beobachtete Relation von Lehren und Organisation bildet in der Studie den Ausgangspunkt zu organisationspädagogischen Anreicherung der didaktische Theorie in der Erwachsenenbildung sowie zur didaktischen Anreicherung organisationspädagogischer Theorieperspektiven.

Diese Studie untersucht das Verständnis von „Grundbildung“ aus Perspektive der öffentlichen Bildungsverwaltung. Das Forschungsinteresse ergibt sich aus der Problematik, dass eine „Grundbildung Erwachsener“ als ein öffentliches Gut gefordert wird, das mithilfe öffentlicher Förderung allen Menschen zugänglich zu machen sei. Allerdings ist bislang keine Verständigung darüber erfolgt, was eine Grundbildung Erwachsener eigentlich umfasst. Auf der Basis von Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der öffentlichen Bildungsverwaltung werden aus einem begründungslogischen Forschungszugang heraus Dimensionen und Begründungslinien einer „Grundbildung“ erkundet. Die Ergebnisse zeigen auf, inwieweit der Begriff mit Interessen und Machtverhältnissen im Feld der öffentlichen Bildungsverwaltung verwoben ist.

Lehrkräfte können in Lehr-Lernsituationen nur auf das reagieren, was sie wahrnehmen. Im Sinne einer nutzeninspirierten Grundlagenforschung wird in diesem Band die Frage verfolgt, wodurch die Kompetenz, Lehr-Lernsituationen professioneller wahrnehmen, analysieren und diagnostizieren zu können, nachhaltig entwickelt werden kann. Um sich der Professionalitätsentwicklung von Lehrkräften bildungsbereichs- und disziplinübergreifend nähern zu können, wird der Forschungsstand des Professionalisierungsdiskurses der Erwachsenen- und Weiterbildungsforschung, der Lehrerbildungs-, Kompetenzsowie der Expertiseforschung herangezogen. Vor dem Hintergrund aktueller Befunde zum Lernen mit Videos wird ein generisches Konzept videofallbasierten Lernens für Lehrkräfte entfaltet und empirisch untersucht. Die Daten bestehen u.a. aus Fallanalysen, Fragebögen und videografierten Kleingruppenarbeiten; sie werden sowohl qualitativ als auch quantitativ ausgewertet. Das Lehrkräftetraining erweist sich in den dargestellten (quasi-)experimentellen Studien als langfristig wirksam. Da es zudem kognitiv nicht überlastend und – was personenbezogene, pädagogisch nicht beeinflussbare Merkmale angeht – voraussetzungsarm wirkt, ist es für einen breiten Anwenderkreis geeignet.

Die meisten Weiterbildungsaktivitäten können der betrieblichen Weiterbildung zugeordnet werden. Das Interesse an diesem Feld und seiner Entwicklung ist groß. Allerdings betonen viele Forscherinnen und Forscher, dass die theoretisch-konzeptionellen Grundlagen zur Erforschung und Gestaltung dieses Feldes nicht adäquat entfaltet sind. Die Vielfalt betrieblicher Weiterbildung erfordert Ansätze, die Differenzierungen zwischen diversen betrieblichen Realitäten und Interessen der Akteure erlauben. Das Buch präsentiert aufbauend auf konfigurative Ansätze (Mintzberg etc.) ein weiterbildungsspezifisches Modell mit Ebenen der Weiterbildungsentscheidungen. Es wird anhand von quantitativen und qualitativen Befunden diskutiert. Die Publikation basiert auf Ergebnissen langjähriger Forschungstätigkeit und entwickelt diese weiter.

Ziel des vorliegenden Bandes ist es, die Kulturelle Erwachsenenbildung auf dem gegenwärtigen Stand disziplinär und interdisziplinär einzuordnen und neu zu begründen mit der Hilfe von erwachsenenpädagogischen Befunden, insbesondere der Programmforschung, allgemeinpädagogischen, kulturwissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen, philosophischen und sozialpsychologischen Theorien. Der Band soll Fragen für Forschung zur Kulturellen Erwachsenenbildung und eine Theoriebildung anregen: über die differenzierten Zugänge, die didaktische Struktur und Verläufe der Aneignung in den drei Portalen Kultureller Erwachsenenbildung als empirisch gewonnene, heuristische Systematisierungsbasis mit theoretischem Anspruch, wie auch interdisziplinär gestützt mit Blick auf die komplexen kognitiven, emotionalen, beziehungsgebundenen Bearbeitungsstrukturen des Lernens und der Aneignung im Bereich der Kulturellen Erwachsenenbildung.
PD Dr. phil. Marion Fleige; Prof. Dr. Steffi Robak; Prof. Dr. Wiltrud Gieseke

Das Forschungsinteresse dieser qualitativen Interviewstudie geht aus einem beobachteten Dilemma der Alphabetisierungs- und Grundbildungspraxis hervor. Der Einsatz von Lernstandsdiagnostik wird einerseits als hilfreich eingeschätzt, um den Lernbedarf von Erwachsenen detailliert bestimmen zu können. Andererseits ist damit zu rechnen, dass gerade Personen, die aufgrund ihrer Lese- und/oder Schreibschwierigkeiten häufige Defiziterfahrungen gemacht haben, begründete Testängste und -widerstände haben. In Anlehnung an die subjektwissenschaftliche Lerntheorie von Holzkamp (1995) wird ein begründungslogischer Forschungsansatz gewählt, um das Handeln in lernstandsdiagnostischen Situationen aus der Perspektive des Subjekts verstehend nachzuvollziehen. Als Ergebnis werden eine subjektlogische Definition von Testsituationen und ein begründungslogisches Handlungsmodell vorgelegt. Sie erklären die handlungspraktische und subjektiv begründete Akzeptanz, die lernstandsdiagnostischen Settings bei funktionalem Analphabetismus entgegengebracht wird.
Dipl.-Päd. Barbara Nienkemper

Subjekte bewegen sich und handeln in räumlichen Kontexten und konstituieren in ihrem Handeln Räume. Dies gilt auch für das Lernen von Erwachsenen und das professionelle Handeln in der Erwachsenenbildung. Dennoch blieb der systematische Einbezug von Raumaspekten in die Erwachsenenbildungsforschung bisher eine Randerscheinung. Der vorliegende Band stellt die Kategorie Raum in den Fokus und arbeitet über die verschiedenen Beiträge ihre Bedeutung für die Erwachsenenbildung heraus. Er bündelt relevante Theoriediskurse, fasst aktuelle Forschungsergebnisse zusammen und liefert theoretische Fundierungen. Die Auseinandersetzung mit der Kategorie Raum in der Erwachsenenbildung erfolgt im vorliegenden Band nicht nur im Hinblick auf den physischen Lernort, sondern auch bezogen auf den Sozialraum, den digitalen Raum und den regionalen Kontext. Durch die Verschränkung der verschiedenen Perspektiven gelingt es, den Raumdiskurs in der Erwachsenenbildung aufzunehmen, die Bedeutung der Raum-Thematik für die Praxis und den wissenschaftlichen Diskurs zu „vermessen“ sowie grundlegende Forschungs- und Entwicklungsbedarfe aufzuzeigen.

In dem Buch wird zum ersten Mal systematisch und flächendeckend gezeigt, dass sich die Bildungschancen Erwachsener nicht nur entlang der üblichen sozioökonomischen und demographischen Merkmale unterscheiden, sondern auch von regionalen Kontexten abhängen. Es zeigen sich in einigen Regionen besonders deutliche Auffälligkeiten beim Weiterbildungsverhalten. Zusätzliche Fallstudien in diesen Regionen legen nahe, dass es besonders förderliche als auch hemmende Kontextfaktoren für die regionalen Bildungschancen Erwachsener gibt. Die regionalen Unterschiede werden jedoch nicht nur im Weiterbildungsverhalten sichtbar, sondern lassen sich auch mit regionalen Unterschieden in Niveau und Trend der Weiterbildungsangebote in Beziehung setzen.

Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf einer Programmanalyse von einem Fünftel des Programmangebotes aller öffentlichen Erwachsenenbildungseinrichtungen in Niedersachsen aus dem Jahr 2012. Im Fokus stand neben der Zuordnung zu den Fachbereichen die Analyse von Partizipationsportalen. Insgesamt konnten für die Analyse acht Portale entwickelt und identifiziert werden. Die Ergebnisse liefern Hinweise, wie gesellschaftliche Anforderungen aufgegriffen werden und zur Ausdifferenzierung eines Bildungsbereiches führen, und wie sich interkulturelle Bildung deltaförmig in verschiedenen Fachbereichen ausdifferenziert. Dabei sind Konzeptionen und Auslegungen des Zusammenhangs von Kultur und Bildung von besonderem Interesse.
Prof. Dr. Steffi Robak; Isabell Petter

Die Weiterbildungsbeteiligung befindet sich auf Rekordniveau: Mit einer Quote von 49% weiterbildungsaktiver Erwachsener ist der in Deutschland bisher höchste Wert gemessen worden. Das ist nur eines der zahlreichen Ergebnisse des Adult Education Survey 2012 (AES), dessen abschließender Ergebnisbericht in dieser Publikation vorliegt. Der Bericht analysiert und kommentiert die repräsentativen Daten unter Berücksichtigung zentraler Fragestellungen: Wer genau nimmt wie oft und wie lange an Weiterbildung teil? Und wer nimmt nicht teil? Der Bericht ist eine zentrale Arbeitsgrundlage für die Forschung zu Bildung und Lernen im Erwachsenenalter. Daneben liefert er relevante Argumente für strategische Anliegen von Bildungspraxis und -politik.

Zu den von sozialer Ausgrenzung besonders betroffenen Menschen gehören seit jeher Menschen mit Behinderung. Aus ihrer Sicht formuliert die UN-Behindertenrechtskonvention deutliche Ansprüche auch an das System der allgemeinen Erwachsenen-/Weiterbildung. Welchen Stellenwert haben diese Anforderungen angesichts der vielfältigen sozialen und individuellen Funktionszuweisungen an die Erwachsenenbildung und das Lebenslange Lernen? Auf diese Frage versammelt der vorliegende Band Antworten aus der Erwachsenenpädagogik, der Behindertenpädagogik und der Soziologie. Die unterschiedlichen Zugänge der Disziplinen zum Begriff der Inklusion werden auf diese Weise für die Praxisfelder der Erwachsenenbildung fruchtbar gemacht. Dabei stehen die theoretische Fundierung und praktische Ausgestaltung von Organisation und Professionalität der Erwachsenenbildung im Vordergrund.

Das wissenschaftliche Interesse an Erzählungen hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Heute ist die narrative Analyse ein fester Bestandteil in zahlreichen Forschungsdisziplinen. In ihrer Studie beleuchtet Marianne Horsdal die Geschichten, die Menschen über ihr Leben erzählen, aus so vielen Perspektiven wie möglich. Sie zeigt die Verbindungen zwischen verschiedenen Strängen der Erzählforschung auf und macht deutlich, dass das theoretische Verständnis des Narrativen untrennbar mit den Methoden der Biografieforschung verknüpft ist. Das Buch führt Erkenntnisse der Neuropsychologie, philosophische Betrachtungen sowie empirische Forschungsdaten und Methoden zusammen, um zu einem neuen Verständnis der narrativen Analyse zu kommen. Als innovative und stimulierende Lektüre wird dieses Buch für Studierende und Wissenschaftler auf allen Ebenen in den Erziehungs-, Geistes- und Sozialwissenschaften von Interesse sein.

„Reflexionen zur Selbstbildung“ ist Rolf Arnold zu seinem 60. Geburtstag gewidmet. Wie kaum ein anderer Vertreter der Wissenschaft von der Weiterbildung hat Rolf Arnold in den vergangenen Jahrzehnten Anstöße zur Reflexion über Lehren und Lernen von Erwachsenen gegeben, etwa mit seinen Beiträgen zur konstruktivistischen Bildung, zu den Deutungsmustern oder zur Ermöglichungsdidaktik“. Dabei hat sich sein Ansatz immer weiter entwickelt, er kann heute als „systemisch-konstruktivistische Bildung“ bezeichnet werden. Wer Reflexionen anstößt und neue Wege geht, stößt gemeinhin auf Kritik; die Arbeiten von Rolf Arnold zeigen, dass er sie aufgenommen, abgewogen und zur weiteren Arbeit an seinem Ansatz fruchtbar umgesetzt hat. Dieses Buch umkreist in seinen Beiträgen den aktuellen, denkanregenden und innovativen Ansatz der systemisch-konstruktivistischen Erwachsenenbildung, wie sie Rolf Arnold vertritt. Es geht um Organisationsentwicklung und Coaching, Emotionen und Subjekte, Berufliche Aus- und Weiterbildung Didaktik und Methodik, Zielgruppen und Lernende in der Weiterbildung. Dies alles immer in der kritischen Prüfung, wie weit der Ansatz trägt und was er schon bisher zum besseren Verständnis von Weiterbildung beigetragen hat. Die Autoren sind namhafte Vertreter und Vertreterinnen der Berufs- und Weiterbildung: Klaus Ahlheim, Christina Buschle, Peter Faulstich, Harald Geißler, Wiltrud Gieseke, Philipp Gonon, Antonius Lipsmeier, Ekkehard Nuissl, Henning Pätzold, Ortfried Schäffter, Horst Siebert, Rudolf Tippelt und Christine Zeuner. Abgerundet wird die reflexive Auseinandersetzung mit der Weiterbildung aus der Sicht von Rolf Arnold durch ein Interview, das sein Vorgänger an der Technischen Universität Kaiserslautern, Prof. Joachim Münch, mit ihm führte, sowie durch eine Zusammenstellung seiner Veröffentlichungen, die ihn in Zahl und Qualität als einen bedeutenden Vertreter seines Faches ausweisen.

Die Bedeutung des Lernens für den Lebenslauf hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Lernen überschreitet eine Grenze, indem es aus den Institutionen in den Alltag wandert und zum integrativen und wichtigen Bestandteil von Biografie wird. Diese Veränderung verlangt neue bildungspolitische Grundlagen sowie neue Formen der Wissens- und Kompetenzvermittlung durch Bildungsträger. Der Band stellt das Thema 'Entgrenzung des Lernens' in den Mittelpunkt und verknüpft relevante Forschungserkenntnisse aus dem Ausland mit den Entwicklungslinien der deutschen Weiterbildungsforschung. Die vorgestellten Ergebnisse sind Resultate internationaler Forschungsnetzwerke zur Weiterbildung, zu deren Auf- und Ausbau der scheidende wissenschaftliche Direktor des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE), Ekkehard Nuissl, maßgeblich beigetragen hat. Ihm ist dieses Buch gewidmet.

Bisher wird der organisationsgebundene Anteil an der Professionalitätsentwicklung noch zu wenig zur Kenntnis genommen, obwohl er für die berufsbiographische Professionalisierung von Pädagogen und Weiterbildnerinnen hoch bedeutsam ist. Das Buch „Organisation als Kontext der Professionalität“ ist im Anschluss an ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben entstanden, das die Professionalitätsentwicklung von pädagogischen Mitarbeitenden an das Bildungsmanagement von Weiterbildungseinrichtungen adressiert hatte. Das Ergebnis wird im ersten Kapitel als Best Practice „Organisationsgebundene Professionalitätsentwicklung“ vorgestellt: In realen Entwicklungsaufgaben pädagogischer Einrichtungen werden Personal-, Organisations- und Institutionsentwicklung verbunden. Entsprechend sind Prozesse der Strukturbildung und Prozesse der Subjektbildung integriert. Diese empirischen Befunde können jedoch bisher nicht an den erziehungswissenschaftlichen Diskurs zur pädagogischen Professionalität angeschlossen werden, da dieser auf eine grundlegende Strukturdifferenz zwischen der bürokratietheoretisch gefassten Kategorie Organisation und der professionstheoretisch gefassten Kategorie Professionalität rekurriert. Offensichtlich gibt es eine Diskrepanz zwischen dem Strukturwandel von Bildungsorganisationen und von pädagogischer Arbeit einerseits und dem theoretischen Deutungsangebot andererseits. Das Buch verarbeitet diese Problematik durch eine kulturwissenschaftlich begründete Kontingenzperspektive auf die Kategorien Beruflichkeit pädagogischer Arbeit, pädagogische Professionalität und pädagogische Organisation. Studierende, Forschende, Praktiker und Praktikerinnen können die pädagogische Organisation als Konstitutionszusammenhang pädagogischer Professionalität (wieder) entdecken und ihre theoriegeleitete Beobachtungsfähigkeit ergänzen. Der Band bietet einen grundlagentheoretisch fundierten Beitrag zur aktuellen Diskussion des Verhältnisses von pädagogischer Organisation und pädagogischer Professionalität. Es wird vorgeschlagen, Professionalität als eine mehrdeutige, prozessuale und relationale Gegenstandsthematik zu verstehen und den Forschungsgegenstand in einer triadischen Struktur unter Einbeziehung des Subjekts, des Berufs und der Organisation zu konstituieren.

Dieser Band verbindet die Forschung im Feld der Alphabetisierung mit der Erwachsenenbil-dungsforschung. Dazu wird erstens ein aktueller Überblick über den empirischen Forschungsstand im Feld der Alphabetisierung gegeben, der entlang der klassischen Forschungslinien in der Erwachsenen-bildungswissenschaft systematisiert wird. Zweitens werden die Ergebnisse eines pädagogischen Lernforschungsprojekts im Feld der Alphabetisierung vorgestellt. Im Rahmen einer qualitativen Untersuchung wurden typische Lernbegründungen und Lernwiderstände von Kursteilnehmenden im Kontext gesellschaftlicher (Nicht-) Teilhabe rekonstruiert. Dieses pädagogische Lernforschungskonzept fokussiert die soziale Eingebundenheit des Lernens und sein Verhältnis zur Vermittlungspraxis im Kurs und in der Lebenswelt der Teilnehmenden. Im Unterschied zur psychologischen Lernforschung wird der Lernprozess in dieser pädagogischen Lernforschung nicht nach dem Informationsspeicherungsmodell entworfen, sondern als prinzipiell begründbare und begründete soziale Praxis verstanden, die sich auf die pädagogische Vermittlungspraxis bezieht. Insofern wird hier eine bildungswissenschaftlich begründete, empirische Forschung vorgestellt, die im Unterschied zur psychologisch und soziologisch orientierten empirischen Bildungsforschung an Bildungsprozessen als Selbst- und Weltverständigung im Rahmen gesellschaftlicher Teilhabe interessiert ist. Drittens wird ein Überblick zu Lernberatungskonzepten als Format für Lernunterstützung in der didaktischen Vermittlungspraxis gegeben. Dazu werden die Lernberatungs- sowie Diagnostikkonzepte in der Alphabetisierungsarbeit in den Kontext des erwachsenenbildnerischen Lernberatungsdiskurses gestellt. Abschließend wird ein rekonstruktives Lernberatungskonzept vorgestellt und begründet, das auf den Lernbegründungstypen aufbauen kann, die im Lernforschungsprojekt typisiert wurden. Professionelles Lernberatungshandeln in der Bildungspraxis kann sich von den Ergebnissen der pädagogischen Lernforschung sensibilisieren lassen.

Das Buch zeichnet Struktur und Wandel organisierter Weiterbildung seit der wohlfahrtsstaatlichen Bildungsreform der 1970er Jahre nach. Insbesondere geht es um die Wirkungen zentraler Modernisierungsstrategien wie der Institutionalisierung, der Professionalisierung und der Qualitätssicherung der Weiterbildung. Dazu wurde ein regionales Panel von Weiterbildungsanbietern mit Hilfe von Programmanalysen über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten erfasst. Eine solche längsschnittliche Vollerhebung erlaubt die Beobachtung der Wirkungen von Modernisierungsstrategien sowohl auf der System-, der Organisations- als auch der Interaktionsebene. Neben empirischen Befunden bietet die Studie auch theoretische Modelle, die es erlauben, Strukturen und Wandlungsprozesse im Mehrebenensystem der Weiterbildung abzubilden.

Netzwerke bekommen in der Weiterbildung eine immer größer werdende Bedeutung. Nicht zuletzt wird durch verschiedene bildungspolitische Förderprogramme der vergangenen Jahre die Annahme gestärkt, dass Netzwerke zur Realisierung des Lebenslangen Lernens einen wichtigen Beitrag leisten. Netzwerkbildungen können allerdings nicht nur als Strategie zur Förderung des Lebenslangen Lernens gesehen werden, sondern auch als ein Faktor, der die an den Netzwerken teilnehmenden Weiterbildungseinrichtungen beeinflusst. Die vorliegende qualitativ-empirische Untersuchung erfasst die organisationalen Auswirkungen insbesondere in Bezug auf veränderte Strategien, Strukturen und Kulturen. Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, was es für Weiterbildungseinrichtungen bedeutet, an Netzwerken teilzunehmen, welche Herausforderungen und Probleme bewältigt werden müssen und welche Handlungsoptionen den Akteuren zur Verfügung stehen. Darüber hinaus liefern die Ergebnisse erste Anregungen für eine netzwerkorientierte Organisationsentwicklung.

In dieser international-vergleichenden Studie über das Bildungsmonitoring zum Lebenslangen Lernen werden Fragen nach den Steuerungswirkungen supra- und internationaler Organisationen wie EU und OECD bei der Implementierung ihrer bildungspolitischen Ansätze in drei europäischen Staaten (Deutschland, Griechenland, Finnland) untersucht. Dabei kommen die im Rahmen einer outputorientierten Steuerung eingesetzten Steuerungsinstrumente, wie Bildungsmonitoring und -berichterstattung, und deren Auswirkungen auf die Evaluierung und Steuerung von Weiterbildungssystemen in den Fokus. Am Beispiel der Rezeption des Konzepts Lebenslangen Lernens in der Bildungspolitik und dessen Implementierung in Bildungsmonitoring und Bildungsberichterstattung lässt sich die Tendenz einer Internationalisierung bzw. Europäisierung im Bildungsbereich nachzeichnen.

In der Gesellschaft der Bundesrepublik zeichnen sich neue soziale Spaltungen ab. Sie betreffen die gesellschaftliche Einbindung der Menschen und die Qualitäten ihrer gesellschaftlichen Teilhabe, somit die materiellen Grundlagen von Demokratie. Weiterbildung muss angesichts solcher Exklusionstendenzen ihre Positionen neu bestimmen, wenn sie an ihrem Ziel festhalten will, gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten durch Bildung zu erweitern. Der vorliegende Band trägt zu dieser Positionsbestimmung bei. Er erörtert Möglichkeiten und Grenzen der Weiterbildung anhand verschiedener Problembereiche unter dem Gesichtspunkt von Inklusion und Exklusion.

Das Berichtssystem Weiterbildung (BSW) war bis zuletzt die wichtigste Erhebung zur Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland. Jetzt hat es Konkurrenz bekommen: den europäischen „Adult Education Survey“ (AES). Die Ergebnisse beider Repräsentativbefragungen der deutschen Bevölkerung liegen in diesem Band vor. Neben Aussagen zur Beteiligung, zum Zeitaufwand, zu Formen, Kosten, Nutzen und Themen von Weiterbildung werden Merkmale vorgestellt, die sich als zentrale individuelle und beschäftigungsbezogene Einflussfaktoren für das Weiterbildungsverhalten erwiesen haben. Sowohl das Lernen in Lehrgängen und Kursen als auch das informelle Lernen werden einbezogen. Damit bietet der Band allen an Weiterbildung Interessierten einschlägiges Datenmaterial auf einen Blick. Eines der zentralen Resultate der Studie ist: Bei der Quote der Bildungs- und Lernaktiven schneidet Deutschland – laut AES – im internationalen Vergleich weit besser ab als in bisherigen Erhebungen.
Frauke Bilger; Bernhard von Rosenbladt

Im zweiten Band von „Weiterbildungsverhalten in Deutschland“ kommentieren Fachleute die konzeptionellen Weichenstellungen, die mit der Überführung des Berichtssystems Weiterbildung (BSW) in den Adult Education Survey (AES) einhergehen. Hierbei sparen sie auch kritische Punkte nicht aus – zu wichtig sind die heutigen Entscheidungen für die Weiterbildungsberichterstattung von morgen. Eine Frage lautet: Wird die – für die hiesige Debatte wichtige – Unterscheidung zwischen allgemeiner und beruflicher Weiterbildung überleben? Leserinnen und Leser erhalten gegenüber dem Ergebnisband 1 vertiefende Informationen u. a. zum Weiterbildungsverhalten von Älteren oder Migrant/inn/en und zu den Teilnahmestrukturen beim informellen Lernen und in der betrieblichen Weiterbildung. Mit Beiträgen von Martin Baethge, Rainer Brödel, Christiane Schiersmann, Andreas Seiverth, Rudolf Tippelt u.v.a.

Der demografische Wandel wirft Fragen auf, die auch für die Weiterbildung von Bedeutung sind. Führende Alternsforscher stellen in diesem Buch Ergebnisse ihrer Forschung vor, die multidisziplinär mit Methoden der Psychologie, Soziologie und Erziehungswissenschaft arbeitet. Das Buch präsentiert den internationalen Forschungsstand und diskutiert Möglichkeiten, den Alterungsprozess gesellschaftlich und persönlich zu bewältigen.

Weiterbildungseinrichtungen haben das Problem, ihr Angebot zwischen pädagogischem Anspruch und wirtschaftlichem Druck positionieren zu müssen. Diese qualitativ-empirische Untersuchung zeigt, welche Faktoren diese Entscheidung leiten und an welchen Wertmaßstäben sie sich orientiert. Dabei unterscheidet die Autorin drei "Planungskulturen" nach ihrem Maß an Dominanz des Wirtschaftlichen bzw. des Pädagogischen. Der Autorin gelingt es, auch eher verdeckte Motive des Planungshandelns an die Oberfläche zu heben. Damit schafft sie geeignete Reflexionsflächen, nicht zuletzt auch für die Weiterbildungspraxis.
apl. Prof. Dr. Karin Dollhausen

Das Buch führt in die Geschichte der Erwachsenenbildung ein. Dabei geht der Autor geht nicht rein chronologisch vor, sondern diskutiert im historischen Zusammenhang die verschiedene Aspekte der Erwachsenenbildung wie "Erwachsenenbildung als Institution", "Erwachsenenbildung als Wissenschaft", "Erwachsenenbildung als Beruf" und neu in der 3. Auflage "Lernorte in der Erwachsenenbildung". Originaldokumente am Ende jedes Kapitels geben einen Einblick in die Quellen und vergegenwärtigen die Bedeutung der Erwachsenenbildung zwischen gestern und heute.
Prof. Dr. Wolfgang Seitter

Im Zuge der Globalisierung gewinnen internationale Organisationen immer mehr an Bedeutung, zumal im Bildungsbereich. So finden die von der OECD durchgeführten indikatorengestützte Vergleichsstudien große öffentliche Beachtung. Die EU prägt mit ihren Programmen Leonardo und Sokrates die Bildungspraxis der Mitgliedstaaten nachhaltig. Der Autor analysiert die weiterbildungspolitischen Orientierungen und Aktivitäten von OECD, EU, UNESCO und Weltbank und deckt damit die Bedeutung inter- und supranationaler Organisationen für die nationale Politikebene auf. Dabei setzt er Theorieansätze international vergleichender Bildungsforschung in Beziehung zur Globalisierungsdebatte, die hier erstmals für die Weiterbildung aufgearbeitet wird.
Professor Michael Schemmann

Eine Bildung durch und für Medien zu erreichen, ist die doppelte Perspektive dieses Buches. Ausgehend von der Beobachtung schwindender Primärerfahrung entwirft die Autorin einen Begriff der Medienbildung, der eine pädagogisch-anthropologische mit einer rezeptionstheoretischen Sichtweise verbindet. Mit dieser interdisziplinären Betrachtung gelingt es, Defizite des Kompetenzansatzes zu überwinden. Anwendungfelder dieser Medienbildung finden sich über traditionelle Konzeptionen hinaus in der politischen und kulturellen Bildung sowie in einer Wissensorientierung der Erwachsenenbildung.
Manuela Pietraß

In diesem Band liegen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des bekannten BMBF-Programms vor. Als dessen Halbzeitbilanz werden anhand von acht Untersuchungsfeldern innovative Ansätze und strukturelle Schwächen identifiziert: (1) Netzwerkbildung und -struktur, (2) Übergänge, (3) Information und Beratung, (4) Qualitätsmanagement, (5) Neue Lernkulturen, (6) Beteiligung und Marketing, (7) Beschäftigungsfähigkeit sowie (8) Transfer. Damit liegt erstmalig eine bundesweite empirische Untersuchung zum Thema vor.

Das Buch deckt auf, welche Konstruktionsmuster von Geschlechterverhältnissen in der Erwachsenenbildung wirksam werden - offen und latent. Das untersuchte empirische Material bilden Diskurse der Erwachsenenbildung, greifbar in "Fragmenten" wie Veranstaltungsankündigungen, wissenschaftlichen Studien oder Dokumentationen von Fortbildungen. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Wider besseren Gender-Wissens der Professionellen schreiben Bildungsprogramme alte Geschlechterstereotype fort. Noch trägt die Erwachsenenbildung zum Gelingen einer geschlechtergerechten Work-Life-Balance nicht viel bei.
Dr. Angela Venth

Die Entwicklung einer Lernkultur selbstgesteuerten Lernens stellt Weiterbildungseinrichtungen vor große Herausforderungen. Wissenschaftlicher Reflexionsbedarf besteht nach wie vor - insbesondere im Hinblick auf die drei Aspekte "Umgang mit Lernwiderständen von Teilnehmenden", "didaktische Gestaltung von Selbstlernumgebungen", sowie "Entwicklung einer angemessenen Lernberatung" als neue Herausforderungen an das professionelle Handeln des Personals. Es werden empirische Forschungsarbeiten aus dem Kontext des Projekts SELBER dargestellt, die der Fundierung einer Theorie selbstgesteuerten Lernens dienen.
Prof. Dr. Peter Faulstich; u. a.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) steht derzeit im Zentrum bildungspolitischer Bemühungen der UN. Die Umweltbildung ist dabei seit jeher Nukleus, bedarf aber angesichts eines veränderten gesellschaftlichen und theoretischen Umfeldes einer Neuformulierung. Die Autorin entwirft auf der Basis einer Theorie des situierten Lernens eine Umweltbildung, die normative Zumutungen konstruktivistisch interpretiert und pädagogischen Zielsetzungen damit zugänglich macht. Im Zentrum ihres Entwurfs steht die Realbegegnung, die sie unter das Primat der Partizipation stellt. Damit gelingt der Autorin eine eigenständige Positionierung und Profilierung der Umweltpädagogik innerhalb einer am Nachhaltigkeitsideal ausgerichteten Bildungslandschaft. Den Ausführungen zu Umweltbildung, Postmoderne und Konstruktivismus folgen detaillierte Praxisempfehlungen, so dass das Buch für Theoretiker und Praktiker gleichermaßen eine anregende Lektüre darstellt.
Gertrud Wolf

Können Pädagogik und Erwachsenenbildung ohne Ethik auskommen? Offenbar nein: Selbst da, wo sie vermeintlich ethikferne Theorien rezipieren, sind Transformationsmuster am Werk, die ethische Aufladungen vornehmen. Zu diesem Ergebnis kommt der Autor in der empirischen Analyse eines ganz besonderen Datenmaterials: des Texts der Konstruktivistischen Erwachsenenbildung von R. Arnold und H. Siebert. Ein prominenter Musterfall für die Rezeptionspraxis im Bereich von Pädagogik/Erwachsenenbildung und damit auch für die Vergewisserung über deren Verhältnis zu Bezugswissenschaften.
Frank Berzbach

Wie werden Inhalte der klassischen, mittlerweile aber in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung gesunkenen Bildungsfächer Literatur, Musik, Kunst und Philosophie in modernen Medien vermittelt? Anhand zahlreicher Beispiele aus Fernsehsendungen, Comics, CD-ROMs und Internetpräsentationen zeigt die Autorin unterschiedliche Vermittlungsmodi auf. Aus diesem Repertoire bedient sich mediale Wissensvermittlung in wechselnder Auswahl und Mischung. Dabei stellt sich heraus, Dass Bildung, die nicht länger an ein kanonisches Ganzes gebunden, sondern in diverse Teile zersplittert ist, zusammen mit dem ihr zugehörigen Wissen zu einer zerstreuten wird: Sie ist potenziell jedem zugänglich und dient vorzugsweise der Unterhaltung. Aus Sicht der Erwachsenenbildung ist nun entscheidend, dass dies nicht als Manko, sondern als Chance begriffen wird. Mit dem Buch ist der organisierten Erwachsenenbildung ein Raster an die Hand gegeben, das eine wertvolle Hilfe bei der adressatengerechten Planung von Bildungsangeboten zu Themen klassischer Bildung sein kann.
Prof. Dr. Sigrid Nolda

Wie professionell sind die Professionellen der Erwachsenenbildung? Wenig, legt man einen strengen professionstheoretischen Maßstab an. Zu diesem brisanten Ergebnis kommt die Autorin in qualitativen Interviews mit zehn „ausgesucht Professionellen“. Der empirische Teil der Untersuchung stützt damit die These, dass die Entwicklung von Professionalität in der Erwachsenenbildung bisher nicht gelungen ist trotz der üblichen Professionalitäts-Rhetorik. Den weitaus größeren Teil der Arbeit macht die theoretische Fundierung aus. Hier finden Wissenschaftler und Praktiker der Weiterbildung eine präzise Begrifflichkeit von Profession, Professionalisierung und Professionalität zugespitzt auf den spezifischen Auftrag der Bildung und des Lernens Erwachsener.
Roswitha Peters

Qualifizierte Adressatenforschung ist eine wichtige Voraussetzung für eine teilnehmer- und bedarfsorientierte Planung und Gestaltung von Weiterbildungsangeboten. Die vorliegende empirische Studie zu Weiterbildungsverhalten und -interessen der Münchner Bevölkerung erforscht aus der Perspektive der Milieuforschung erstmalig den Zusammenhang von sozialer Lage, Lebensstil und Weiterbildung in einer Metropole. Sie orientiert sich in Theorie und Empirie an neueren Arbeiten zur Sozialstruktur Deutschlands sowie am Milieukonzept von Sinus-Sociovision und gibt differenzierte Einblicke in milieuspezifische Einstellungen und Erwartungen der Bevölkerung. Weiterbildungsinstitutionen erhalten damit Hinweise für eine noch engere Verzahnung von Angebot und Nachfrage. Der Band verdeutlicht eindrücklich die Bedeutung des hier gewählten Forschungsansatzes für eine notwendige Profilbildung im Sinne einer adressatenbezogenen Programmplanung in der Weiterbildung.
Prof. Dr. Rudolf Tippelt; u. a.

Band 1: Biographische Erfahrung und wissenschaftl. Theorie • erschließt aus über 2000 Lebensgeschichten der Weltliteratur von 1900 bis zur Gegenwart den Lernprozess Krisenverarbeitung in 8 archetypischen Spiralphasen, • stellt das Spiral-Denkmodell Krisenverarbeitung in bildungspolitische, wissenschaftstheorethische, zeitgeschichtliche und kunst- und kulturgeschichtliche Kontexte • exemplifiziert die Krisenverarbeitung repräsentativ: - in zahlreichen Auto-/Biographien aus aller Welt - in Längssschnitt-Fallstudien (L.v.Beethoven, P.S. Buck, C. Brown, H. Greene, F. Kahlo, H. Keller, D´Ambrosio); - in Krisen-Interventions- und -Präventions-Ansätzen der Verarbeitung (u.a. ‚Aggression als Liebesbeweis‘)
Erika Schuchardt

In Krisenmanagement und Integration, Band 2 wird aus vier Jahrzehnten Forschungs-, Bildungs- und Politikpraxis das Krisen-Management-Interaktionsmodell zum Lernprozess Krisenverarbeitung als komplementären 3-Schritte-Prozess der von Krisen schon und noch nicht betroffenen Menschen vorgestellt. Die Autorin fokussiert den Paradigmenwechsel visionär in den Komplementär-Thesen (individuell und kollektiv): Krisen - Herausforderung und verborgener Reichtum; Krisen-Management gesellschaftliche Schlüsselqualifikation und Integral des Bildungssystems zum Aufbau sozialer Entitäten. Abschließend wird eine Krisen-Management-Pädagogik/-Andragogik beschrieben.
Erika Schuchardt

Viele Qualitätskonzepte für Bildungseinrichtungen definieren derzeit Qualität aus dem Blickwinkel der (hauptamtlichen) Mitarbeitenden. Die Vorstellungen anderer Akteure, die gerade im Umfeld von öffentlichen Weiterbildungseinrichtungen eine wichtige Rolle spielen, werden oft außer Acht gelassen. Stefan Loibl, langjähriger Leiter der Kreisvolkshochschule Hochtaunus, erweitert in diesem Band den Fokus auf Kunden, Dozenten und Öffentlichkeit. Basierend auf einem systemisch-konstruktivistischen Wissenschaftsverständnis und unter Einbeziehung akteurstheoretischer Erkenntnisse wird in dieser Fallstudie ein neues Qualitätsverständnis entwickelt, das die Perspektiven der unterschiedlichen Akteure berücksichtigt. Das hier entwickelte Qualitätsverständnis liefert Kriterien für konkrete Umsetzungsschritte in regional oder kommunal verankerten öffentlichen Bildungseinrichtungen.
Dr. Stefan Loibl

Wieviel Markt verträgt die politische Erwachsenenbildung? Droht der Ausverkauf ihrer Prinzipien, wenn sie Kooperationen mit Unternehmen eingeht? Karsten Rudolf und Melanie Zeller-Rudolf haben die Markt- und Kooperationsfähigkeit außerschulischer politischer Bildung empirisch untersucht und leiten im vorliegenden Buch weitreichende Konsequenzen ab: Politische Bildung muss einen Perspektivwechsel vornehmen und zur Dienstleisterin werden - des Bürgers selbstverständlich (Marktforschungsmodell, K. Rudolf) - aber um des gesamtgesellschaftlichen Mehrwerts Willen auch der Unternehmen. Politische Bildung ist als Partnerin gefragt, wenn Unternehmen - wie es derzeit fast unbemerkt geschieht - auf das Feld politischer Bildung vorstoßen und z.B. in Sachen Corporate Citizenship aktiv werden. Sie kann dabei sogar ihre Definitionsmacht behalten, wenn sie sehr sorgfältig aussucht, mit wem und unter welchen Vorzeichen sie Kooperationen eingeht. M. Zeller-Rudolf zeigt hierfür erfolgversprechende Wege auf. Damit politische Erwachsenenbildung zur gefragten Dienstleisterin werden kann, bedarf es einer neuen Beweglichkeit politischer Bildung, für die die hier vorgestellten Forschungsergebnisse Motor sein können.
Dr. Karsten Rudolf; Dr. Melanie Zeller-Rudolf

An Beispielen der Erwachsenen- und Berufsbildung untersucht Ute Holm, wie sich die Beziehung zwischen institutioneller Weiterbildung und Massenmedien in Gestalt kommunizierter Medienerfahrungen in Unterrichtsgesprächen darstellt. Das Medienwissen und die daraus gewonnenen Erfahrungen der Teilnehmer von Weiterbildungsveranstaltungen beeinflussen unmittelbar erwachsenenpädagogische Lehr-Lernkonzepte. Mediennutzung z. B. von Fernseher und Computer dienen nicht nur zur Unterhaltung und der Verwaltung von Daten, sie sind auch zentrale Quellen der Wissensaneignung. Neben stoffbezogenen Kenntnissen beeinflussen vielfältige Erfahrungen aus dem alltäglichen Umgang mit Massenmedien das Kommunikationsklima im Weiterbildungsgeschehen. Aus den empirisch gewonnenen Ergebnissen lassen sich Überlegungen und Empfehlungen für ein erwachsenenpädagogisches Lehr-Lernmodell ableiten: Medieninformationen als Vorwissen in Bildungsveranstaltungen – so die grundlegende These – spielen eine wesentliche Rolle im Aneignungsprozess einzelner Lernsubjekte. Institutionalisierte Weiterbildungsprozesse sollten im Sinne eines Anschlusslernens an diesen Kenntnissen anknüpfen.
Dr. Ute Holm

Netzwerke erfahren als Organisations- und Kooperationsform gegenwärtig in der Weiterbildung eine hohe bildungspolitische Aufmerksamkeit. Wolfgang Jütte legt seiner Forschungsarbeit einen analytischen Netzwerkbegriff zu Grunde. Seine empirische Netzwerkanalyse, die erste dieser Art für die Weiterbildung überhaupt, verdeutlicht das dichte Geflecht von Kommunikations- und Interaktionsbeziehungen und ihre Funktions- und Wirkungsweisen in einer lokal-regionalen Institutionenlandschaft. Der Autor ermöglicht nicht nur neue Einblicke in die altbekannte Problematik von Kooperationen in der Weiterbildung, er demonstriert auch das innovative Potenzial des Netzwerkkonzepts für die Weiterbildungsforschung.
Prof. Dr. Wolfgang Jütte

Überlegungen, Marketing in der Weiterbildung zu realisieren, sind beinahe so alt wie die Marketinglehre selbst. Einerseits stehen Erwachsenenbildner/innen immer noch der Thematik skeptisch gegenüber, andererseits ist nach dem Marketingboom in der Weiterbildung am Anfang der 1990er Jahre zu vermuten, dass sich Marketing auch in der EB-Praxis bewährt hat. Für die vorliegende empirische Fallstudie hat die Autorin vier Volkshochschulen über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitet, um die Akzeptanz der Leitungspersonen gegenüber Marketing, den Wandel von der Teilnehmer- zurKundenorientierung sowie den Realisierungsgrad von Marketing in diesen Einrichtungen zu untersuchen. Als Ergebnis kristallisieren sich fördernde und behindernde Faktoren für das Volkshochschulmarketing heraus. Der Band richtet sich an Studierende und Hochschullehrer/innen sowie an Praktiker/innen der Weiterbildung.
Dr. Svenja Möller

Qualitäts-, Organisationsentwicklungs- und Beratungsprojekte zeichnen sich durch "Muster" in den Abläufen aus. Der Band klärt die empirisch bereits erforschten Determinanten und erarbeitet Forschungsdesiderate.
PD Dr. Monika Kil

Konzeption und Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen basieren immer auch auf bestimmten, meist impliziten Annahmen und subjektiven Theorien. Neben dem professionellen Selbstverständnis der Lehrenden, der Sicht auf die Teilnehmenden und auf die Prozesse des Lehrens und Lernens spielen dabei auch die Vorstellungen über das Wissen, das vermittelt werden soll, eine bedeutende Rolle. Auf der Basis einer Interviewstudie arbeitet die Autorin diese Grundlagen des Unterrichtens heraus und entwickelt eine Typologie verschiedener Unterrichtskonzepte.
Prof. Dr. Christiane Hof

Erwachsenenpädagog/innen lassen sich in ihrer Tätigkeit von Zeitdiagnosen inspirieren. Sinnvoll ist das, weil in ihnen zentrale Fragen und Probleme unserer Gesellschaft erörtert werden. Zeitdiagnosen stellen einen besonderen Reflexionstypus zwischen Sinnstiftungsangeboten und Analyse dar; sie arbeiten mit Zuspitzungen, die selten genauerer Nachfrage standhalten. Dies ist ein Problem für Erwachsenenpädagog/innen, die sich in ihrem Blick auf Gesellschaft, Adressaten und eigene Tätigkeit von Zeitdiagnosen leiten lassen. Die Autor/innen dieses Bandes setzen sich mit dieser Spannung anhand ausgewählter Zeitdiagnosen - Risiko-, Erlebnis-, Transformations-, Wissens- und Arbeitsgesellschaft sowie Reflexive Moderne - auseinander. In dieser bisher einzigartigen Zusammenstellung werden die soziologischen Gesellschatsmodelle hinsichtlich iher Bedeutung für die Erwachsenenbildung durchleuchet.

In diesem Band werden Ansätze lebenslanger Bewegungskultur im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter aufgegriffen. Ein Rückblick auf ihre historische Entfaltung dient der Klärung ihrer Relevanz. Denn die Geschiche des menschlichen Bewegungshandelns zeigt, dass es in früheren Zeiten viele nicht-sportliche Bewegungstätigkeiten gegeben hat, auf die sich gegenwärtige und künftige Bewegungskultur gründen kann. Damit werden Orientierungsmöglichkeiten für die Suche nach einer Bewegungskultur gegeben, welche lebendige Impulse fördert und nicht funktionalisiert.
Katja Natalie Andersen

In dem Band sind die Ergebnisse des Forschungsprojekts "Selbstorganisiertes Lernen im Alter" dokumentiert. In qualitativ angelegten Fallstudien untersuchte die Autorin Alteninitiativen im Frankfurter Raum aus system- und handlungstheoretischer Sicht auf die Aspekte Selbstverwirklichung, Selbstbildung und Selbstorganisation. Die Ausgangsfragen der Studien bezogen sich auf die Wissens- und Kommunikationsformen, Wertorientierung und Handlungsrationalitäten, die das Handeln der Akteure in den Alteninitiativen auf den Systemebenen der Person, der Gruppe und der Organisation bestimmen. Die Autorin kommt zu der Erkenntnis, dass die Gleichzeitigkeit des Lernens auf diesen drei Ebenen das "reflexive Milieu" konstituiert und so zum Motor des "selbstorganisierten Alters" wird. Abschließend gibt sie Empfehlungen für den Aufbau und die Evaluation selbstorganisierter Alteninitiativen.
Sylvia Kade

In dem Band finden sich die wichtigsten Studien und Gutachten zur Weiterbildung, die im letzten Jahrzehnt einzelner (Bundes-) Länder und Regionen vorgelegt worden sind: Schweiz, Hessen, Schleswig-Holstein, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Braunschweig, Frankfurt, Freiburg. Bei den Systemevaluationen handelt es sich nicht nur um die "reine" Forschung, sondern auch um Gewinnung und Bewertung von Informationen zum Zwecke der Optimierung oder Revision. Die Lektüre und Analyse der hier vorgestellten Untersuchungen verspricht daher nicht nur Auskünfte über Verfahren und Techniken von Evaluationen auf einer seltener fokussierten Strukturebene, sondern auch Hinweise auf dringend nötige wissenschaftliche Grundlegungen und empirische Forschungen.

In zehn Porträts ausgewählter EB-Pioniere von Weitling über Zetkin und Luxemburg bis Strzelewicz werden die Anfänge der Erwachsenenbildung in einem Zeitraum von mehr als 100 Jahren erzählt. Durch diese besondere Auswahl, die Quellentexte und die (teilweise erstveröffentlichten) Fotografien öffnet sich der Blick auf die Geschichte der Erwachsenenbildung und ermöglicht neue Interpretationen.
Prof. Dr. Peter Faulstich; Prof. Dr. Christine Zeuner

Der Band verbindet einige eher theoretisch orientierte und einige eher anwendungsorientierte Beiträge zum Konzept des selbstgesteuerten Lernens älterer Erwachsener in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Die anwendungsorientierten Beiträge beziehen sich auf Programme bzw. Modellprojekte der Universitäten Bielefeld und Frankfurt/Main sowie der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung.
Magdalene Malwitz-Schütte

Für Studierende der Erwachsenenbildung wurde das Werk binnen zehn Jahren zum Klassiker. In die überarbeitete Neuauflage wurden nicht nur Entwicklungen der neunziger Jahre aufgenommen, sie strukturiert die Bereiche und Facetten der Weiterbildung (Theorien, Methoden, Werte und Normen, Geschichte, Internationalität, Politik, Institutionen und Management) noch klarer als zuvor und bietet in zwei Kapiteln Hilfen für Studium und Praxis. Das Buch empfiehlt sich als Studientext durch ein lesefreundliches Format, unterstützende graphische Gestaltung und einen umfangreichen Anhang.
Johannes Weinberg

Die empirische Untersuchung beleuchtet zwei zentrale dunkle Flecken in der Erwachsenenpädagogik: Sie richtete den Blick auf die Lernenden und nicht, wie sonst üblich auf die Lehrenden - und sie analysiert die Praxis betrieblicher Weiterbildung. Die Betrachtung des Bildungsprozesses aus der Perspektive der Lernenden und ihrer Lernbegründungen ist eigenwillig und irritierend. Die Ergebnisse werfen neues Licht auf die Bildungschancen, die in betrieblichen Modernisierungsprozessen bestehen. Methodisch ist der Band interessant, weil er eine ungewohnte Transparenz der einzelnen Rekonstruktionsschritte anbietet, die in der Literatur nur selten zu finden ist. Das Buch ermöglicht allen an der erwachsenenpädagogischen Theoriebildung und an der betrieblichen Weiterbildung interessierten Leserinnen und Lesern neue Perspektiven auf das Lernen Erwachsener.
Prof. Dr. Joachim Ludwig

Grundlage des Buches ist eine Bestandsaufnahme der professionstheoretischen Diskussion der letzten 35 Jahre, fokussiert auf die Begriffe 'Profession', 'Professionalisierung' und 'Professionalität'. Es werden Ansätze und Schulen integriert, die weder in der deutschen Soziologie noch in den deutschen Erziehungswissenschaften bisher angemessen gewürdigt wurden. Neben der Theorie liefert der Band aber auch eine realistische Einschätzung der Verberuflichungschancen und deckt Begrenzungen der Professionalisierung schonungslos auf.
Prof. Dr. Dieter Nittel

Dieses Buch führt in die Geschichte der Erwachsenenbildung ein, die jeweils historisch bis zur Gegenwart durchgespielt werden, und berücksichtigt neben den klassischen Dimensionen wie Institutionalisierung und Professionalisierung dabei auch Aspekte wie Verwissenschaftlichung und Internationalisierung der Erwachsenenbildung. Am Ende jedes der acht Kapitel steht ein Originaldokument.
Prof. Dr. Wolfgang Seitter

Ungeachtet ihrer großen Bedeutung für Praxis und Forschung der Erwachsenenbildung - Bund, Länder und zunehmend auch die Europäische Union bestimmen maßgeblich den Kurs - ist Weiterbildungspolitik kaum ein Thema in der erwachsenenpädagogischen Literatur. Diesem Defizit will das Buch entgegentreten, das ausgehend von einer Momentaufnahme aktueller Positionen zur Weiterbildungspolitik eine historische Analyse der Entwicklungen von der Nachkriegszeit bis heute anbietet. Die weiterbildungspolitische Debatte war immer geprägt von kontroversen Standpunkten und unterschiedlichen Diskutanten, die gesellschaftspolitische, ökonomische und soziale Zielsetzungen mit dem Instrument der Erwachsenenbildung erreicht sehen möchten. Ein Überblick über Akteure und Einflußebenen bringt Orientierung in ein schwer überschaubares Feld, grundsätzliche und aktuelle Streitpunkte werden kritisch beleuchtet. Eine Fülle von Quellenangaben und Zitaten aus allen weiterbildungspolitisch relevanten Dokumenten seit der relativen Verfestigung.des Weiterbildungssektors Anfang der siebziger Jahre bis zum Frühjahr 1999 verleiht dem Text nicht nur die gerade bei dieser Thematik unabdingbare Sachlichkeit, sondern auch den Charakter eines Nachschlagewerks über Bildungspolitik. Die Leser/innen: Erwachsenenpädagogisch Verantwortliche in Politik, Wissenschaft und Praxis sowie Studierende
Hajo Dröll

Selbstorganisiertes Lernen ist in aller Munde. Schon wird es in den Stand eines Schlüsselbegriffs erhoben, mit dem sich Türen sowohl zu theoretischen Fachdiskussionen und bildungspolitischen Debatten als auch zu individuellem Lernalltag und institutioneller Weiterbildungspraxis zu öffnen scheinen. Am Beispiel ausgesuchter autobiographischer Lernerfahrungen haben sich die AutorInnen, die alle in irgendeiner Form mit dem Bereich Weiterbildung verbunden sind, darauf eingelassen, über die Kraft dieses „Schlüssels” nachzudenken. Sie loten die Potentiale des eigenen selbstorganisierten Lernens aus, reflektieren seine Grenzen und beschreiben einen Aspekt ihres ganz persönlichen beruflichen Werdegangs. Die Beiträge dieser eher ungewöhnlichen Publikation, zu der eine DGfE-Tagung zum Thema „Selbstorganisiertes Lernen” den Anstoß gab, bieten Ansätze zu einer Biographieforschung, die auf das Verhältnis von individuellem Lernerleben und spezifischen Möglichkeiten der Erinnerung abhebt.

In der Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung nimmt die Frage nach dem Lehren und Lernen einen breiten Raum ein. Wie aber, wenn Erwachsenenbildung als praktisches Handeln und als Teildisziplin der Erziehungswissenschaft selbst Gegenstand der Lehre ist? Wie verhält sich dann das, was diesen Gegenstand ausmacht und bestimmt, zu den Formen und Prozessen seiner universitären Vermittlung? Welche Erfahrungen werden aus der Sicht von Lehrenden und Studierenden gemacht? Jörg Knoll geht von der Analogie zwischen „Erwachsenenbildung“ als praktisches Handeln und als Gegenstand des Lehrens und Lernens an der Universität aus und entwickelt von diesem Ansatz her Perspektiven für eine Arbeit an der Hochschule im Sinne von „Vergegenwärtigung“ des Faches. Horst Siebert verweist vor dem Hintergrund biographischer Erfahrung auf Entwicklungen von Erwachsenenbildung als Fach an der Hochschule und als Profession. Gabriele Fecher bezieht sich ebenfalls auf persönliche Erfahrung, in ihrem Fall auf die einer einstigen Studierenden der Erwachsenenbildung, die nun eine Leitungsaufgabe im Handlungsfeld hat. Kurt R. Müller entfaltet vor dem Hintergrund einer systematischen Auseinandersetzung mit Hochschuldidaktik das Modell einer fallorientierten Vorgehensweise in der universitären Bildung. Konrad Krause liefert mit seinem Rückblick auf die Entwicklung der Hoch- und Fachschulpädagogik in der DDR einen Beitrag zur Sicherung dessen, was zum Erfahrungs- und Wissensbestand von Hochschuldidaktik gehört.

Seit den 90er Jahren bestimmen „Organisation“ und „Entwicklung“ als Leitkategorien den Erwachsenenbildungsdiskurs. Neu ist, daß diese hier in ihrem Verweisungszusammenhang diskutiert werden. Die Frage nach der lernförderlichen Organisation von Weiterbildung kommt nicht ohne Rekurs auf die Entwicklungsrichtung von Bildungsprozessen aus: Welche individuellen Entwicklungsbedingungen ermöglichen selbstorganisiertes Lernen, und welche Organisationsformen fördern die lernende Organisation? Die AutorInnen entwerfen in systemtheoretischer Perspektive und fokussiert auf unterschiedliche Institutionalisierungskontexte – die individuelle Kompetenzentwicklung, das Organisationslernen in pädagogischen wie nicht-pädagogischen Institutionen, für den Multimediabereich und den Lernort Stadt – eine reflexions- und verständigungsorientierte Entwicklungsperspektive für die Organisation von Bildungsprozessen. Theoriefundierende werden durch handlungsbezogene Beiträge der konzeptionellen Profilierung und didaktischen Gestaltung ergänzt.

Professionelles Handeln von KursleiterInnen in der Gesundheitsbildung, das bedeutet, sich über die eigenen Ziele klar zu werden und die eigene Arbeit kontinuierlich zu reflektieren. Was Gesundheitswissenschaften und Erwachsenenbildung aus einer systemisch-konstruktivistischen Sicht dazu beitragen können, ist Gegenstand dieses Buches. Gesundheit wird als Erklärung für nicht weiter störende Verhaltensweisen des Organismus verstanden. Wenn körperliche, seelische, soziale und ökologische Anforderungen die Ressourcen, die zu ihrer Bewältigung zur Verfügung stehen, nicht übersteigen, wird Gesundheit wahrscheinlich. Maßstab für Bildung kann aber nicht die Unterscheidung von gesund oder krank sein. Sie kann nur neue Formen der Beobachtung über sich selbst und die Welt anregen. Vorgeschlagen wird, das Handeln von Menschen nicht auf „richtiges“ Verhalten einzuschränken, sondern Möglichkeiten des Handelns zu erweitern. Gewißheiten in Frage zu stellen ist ein Ziel. Voraussetzung dafür ist eine Haltung der Gelassenheit, die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Lebenswegen und Neutralität gegenüber Entscheidungen verbindet. In der Praxis der Gesundheitsbildung und Gesundheitsförderung lassen sich Spuren einer solchen Haltung rekonstruieren.
Beate Blättner

Die Moderne ist ein Paradox, weil in ihr nur noch die permanente Veränderung sicherstellt, daß alles beim alten bleibt. Wenn die technischen und sozialen Veränderungen dazu beitragen, daß die Qualifikationen immer schneller veralten, dann hat die Erwachsenenbildung ihren zentralen Platz gesellschaftlicher Verantwortung in der Moderne zugewiesen bekommen. Die Lernzumutung trifft heute die Individuen im gleichen Maße wie die Organisationen. Alle wollen lernen, beraten, supervidiert oder therapiert werden - lebenslänglich. Die moderne Gesellschaft ist die pädagogisierte Gesellschaft. Die Erwachsenenbildung muß diese Bewegungen nachvollziehen, ohne sich vollends daran anzuschmiegen. Sie muß die Logik von Bildungsprozessen, die Eigenzeit in Anspruch nehmen, mit der Logik der Nachfrager, die auf Verwertung setzen, koppeln. Dieses Buch versucht, ausgewählte "Pädagogische Antworten auf gesellschaftliche Modernisierungsanforderungen" zu geben, wohl wissend, daß gesellschaftlich produzierte Problemlagen nicht erwachsenenpädagogisch gelöst werden können. Aber Erwachsenenbildung muß sich den Modernisierungsanforderungen stellen, nicht zuletzt, um sie mitzugestalten. Neben einer grundsätzlichen Positions- und Aufgabenbestimmung der Erwachsenenbildung in der Moderne geht es um organisationales Effizienzlernen, Marketing als Bildungsprozeß, Kooperationslernen, Burnout, politische Bildung in den neuen Bundesländern und Verhandlungsführung.

Mit den pluralen Formen des Lehrens und Lernens hat sich Johannes Weinberg, dem diese Buch gewidmet ist, immer wieder in Forschung, Praxis und Politik der Erwachsenenbildung beschäftigt. Seinen weitgespannten Interessen folgend geht es in den Beiträgen dieses Buches um aktuelle Fragen der Hochschuldidaktik, der Erwachsenenbildungsforschung, der bildungspolitischen Zukunft von Erwachsenenbildung. Dabei spielt das Einbeziehen von Bezugswissenschaften wie der Psychologie, der Soziologie, der Philosophie und der Politologie eine besondere Rolle. Der Band versammelt neben einem werksbiographischen Interview, das Horst Siebert mit Johannes Weinberg geführt hat, Beiträge von Gerhard Breloer, Rainer Brödel, John Erpenbeck, Peter Faulstich, Elisabeth Fuchs-Brüninghoff, Maria Gierse-Westermeier, Wiltrud Gieseke, Georg Hansen, Volker Heyse, Heinz Theodor Jüchter, Wolfgang Jütte, Sylvia Kade, Peter Krug, Detlef Kuhlenkamp, Wilhelm Mader, Richard Merk, Johannes M. Sauer und Hans Tietgens.

Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zur Professionalisierungsdebatte in der Erwachsenenbildung. Sie bringt auf der Basis einer empirischen Untersuchung im Bereich Kulturelle Bildung an der Volkshochschule neue Aspekte in die Betrachtung der freiberuflichen MitarbeiterInnen ein. In bewußter Abkehr von der vorherrschenden normativen Perspektive ist der Ausgangspunkt hier die zunächst grundsätzliche Anerkennung der unterrichtlichen Handlungskompetenz von KursleiterInnen. Diese Kompetenz resultiert - so die vorgestellten Untersuchungsergebnisse - aus der Bedeutung, die die Kursleitungstätigkeit sowie der im Kurs vermittelte Fachgegenstand für die Betreffenden in ihrer Biographie und ihrem Alltagsleben haben. Daß die so entstehenden Kursleitungsprofile, obzwar individuell-biographisch bestimmt, zugleich Bedeutungsfacetten gesellschaftlich vorfindlicher Orientierungen zum Fachgegenstand repräsentieren, macht sie jeweils "kompatibel" mit den Lerninteressen bestimmter Teilnehmergruppen. Damit bringt das Buch nicht nur neue Aspekte für das Verständnis der Professionalität freiberuflich unterrichtender "Fachleute", sondern auch ein Qualitätskriterium für die Angebotsplanung in die Diskussion: die Orientierung am gesellschaftlichen Bedeutungsspektrum der Zugänge und Umgangsweisen mit dem Fachgegenstand unter dem Leitgedanken, diese den Lerninteressierten in möglichst großer Bandbreite zugänglich zu machen, damit sie die ihnen entsprechenden "Bausteine" für sich kombinieren können.
Hannelore Bastian

Medienkompetenz als ein Schlüsselbegriff der heutigen Gesellschaft wird hier in unterschiedlichen Dimensionen diskutiert.

Während die Autoren die Frage nach der Differenzierung von Weiterbildungsinstitutionen und Weiterbildungsinteressen nachgehen, versuchen sie gleichzeitig sich einer neuen Definition von Erwachsenenbildung zu nähern.
Heiner Barz; Prof. Dr. Rudolf Tippelt; Prof. Dr. Thomas Eckert

Der Anlaß dieser Beiträge ist die Diskrepanz zwischen zunehmender Relevanz von Wissen in der Gesellschaft und der marginalen Rolle, die die Diskussion über Wissen als Lehrgegenstand in der Erwachsenenbildung einnimmt.

In zehn Beiträgen gehen die Autor/inn/en der Wirkungsgeschichte der Volkshochschulen in Ost und West nach.

Nach zwei Jahrzehnten bewusster Frauenbildungspraxis ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Die Autorinnen und Autoren diese Bandes beschreiben den Stand von Praxis und Theorie der allgemeinen, politischen und beruflichen Frauenbildung und der Frauenbildungsforschung. Sie gehen aus von der gesellschaftliche Analyse des Geschlechterverhältnisses und fragen u. a. nach der Position von ausländischen Frauen, nach den Konsequenzen der Koedukation oder nach dem Verhältnis zwischen feministischer Epistemologie und Frauenbildung. Zudem gilt es, Ziele der theoretischen und empirischen Frauenbildungsforschung im Zusammenhang mit der internationalen Diskussion zu bestimmen.
Prof. Dr. Wiltrud Gieseke; u. a.

Der Zusammenbruch des Kaiserreiches und der Beginn der Weimarer Republik waren für die deutsche Erwachsenenbildung von großer Bedeutung. Mit der Gründung von Akademien, Volkshochschulen und anderen Bildungsstätten trugen vor allem die Kirchen, die Kommunen und die Gewerkschaften zum Aufbruch in eine demokratische Gesellschaft bei. Dass dieser Prozess nicht immer ohne Konflikte, unterschiedliche Zielvorstellungen und Konkurrenz blieb, zeigt dieser Band, der in seinen Beiträgen verschiedene Sichtweisen zu Wort kommen lässt.

Das Buch beschreibt die Rolle der Weiterbildung aus Sicht der Bildungsadministration, der Bildungsforschung, der Stadtplanung, der kommunalen Weiterbildungszentren, der Wirtschaft sowie regionaler Projekte.

Der Alltag von Älteren wird zum Lerngegenstand und Bildung wird zur Alltagsbewältigung, so lautet die These der Autorin. Auf unterschiedlichen Ebenen wird die Individualisierung und das Älterwerden diskutiert.

Wirtschaftlichkeitskonzepte und Marketing für die Erwachsenenbildung wird immer mehr zum Diskussionsgegenstand. In den Beiträgen geht es um ein Pro und Contra; die zentrale Frage lautet dabei, wozu und für welche Qualität von Bildung wird Marketing genutzt.
Prof. Dr. Klaus Meisel; u. a.

Die Textsammlung betrachtet das Fernsehen unter Aspekten der Geschichte des Adolf-Grimme-Preis, der historischen Entwicklung von Fernsehen, der Dialektik von Inhalt und Form, der politischen Kontexte, der Professionalisierung u. a.

Das Buch konfrontiert theoretische und praktische Ergebnisse pädagogischer Umweltbildung und hinterfragt sie in selbstreflexiver und konstruktiver Absicht.
Dr. Heino Apel; u. a.

Hans Tietgens

u. a.; Erika M. Hoerning

Armin Born

Sylvia Kade

Prof. Dr. Jochen Kade

Hans Tietgens

Sylvia Kade

Prof. emer. Horst Siebert

Herbert Gerl; Klaus Pehl

Prof. Hellmut Becker

Graham Mee; Harold Wiltshire

Ortfried Schäffter

Prof. Dr. Willy Strzelewicz

Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl

Gerhard Breloer; Hans Tietgens; Heinrich Dauber

Prof. Dr. Willy Strzelewicz

Prof. Dr. Willy Strzelewicz

Heinz-Dieter Loeber; Wolfgang Schulenberg; S. u. a. Loeber-Pautsch

I. Jaus-Mager; K. Köhl; B. Clemens-Lodde

Alexander Schuller; Volker Lühr

Hans-Dieter Schmitz; Wolfgang Schulenberg; Ferdinand Wiebecke

Hans-Dieter Schmitz

Herbert Gerl; Prof. emer. Horst Siebert

Prof. emer. Horst Siebert

Günter Hirschmann; Hans Tietgens; Mary Bianchi

Prof. Dr. Willy Strzelewicz

Helga Bruns; Werner Spies; Karl Schick

Wolfgang Schulenberg

Johannes Weinberg; Hans Tietgens

Walter Martineit; Dietrich Sperling; Hans Tietgens

Heinz Reiske; Albert Barrera-Vidal

Michael Jagenlauf; Prof. emer. Horst Siebert

Bernhard Andelfinger

Hans-Hermann Groothoff

Otto Leitolf; Alfred Baumgärtner

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