Publikation

Erfahrungen mit Neuen Medien

Prof. Dr. Christiane Schiersmann; Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein; Prof. emer. Horst Siebert
wbv
Erfahrungen mit Neuen Medien
REPORT Literatur- und Forschungsreport Weiterbildung
1/2003
Bielefeld

Abstract

Zum Einsatz Neuer Medien in der Weiterbildung liegen inzwischen empirische Erfahrungen vor, die hier gebündelt werden. Die Lage präsentiert sich differenzierter und diffiziler als noch vor wenigen Jahren angenommen.

Inhalt

In den vergangenen Jahren war die Mehrzahl der Publikationen zum E-Learning in der betrieblichen Bildung geprägt von euphorischer Prognostik. Einer geringen Anzahl von empirischen Arbeiten zum tatsächlichen Einsatz von E-Learning im betrieblichen Umfeld stand eine große Anzahl von Veröffentlichungen gegenüber, welche die Möglichkeiten der schönen neuen Lernwelt ausmalten. Weil der Umfang der Nutzung von E- Learning weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, geht es heute um kritische Bestandsaufnahmen - also darum, die praktischen Erfahrungen zu analysieren, die Unternehmen und ihre Mitarbeiter mit den neuen Lerntechnologien machen. Der vorliegende Beitrag beruht auf Untersuchungen, die von der bfz Bildungsforschung im Rahmen der Begleitforschung zum Projekt "bbwonline" und seiner Vorläufer seit 1995 durchgeführt wurden. Er geht zunächst auf die unterschiedlichen Einsatzszenarien von E-Learning in mittelständischen und großen Unternehmen ein und stellt dann Erfahrungen mit der Durchführung von E-Learning und seinen Derivaten (Blended Learning, Nutzung der luK-Technologien in Unternehmen für Lernzwecke) dar.
Thomas Reglin; Eckart Severing

Der Beitrag begründet aus einer didaktischen Perspektive, warum den gefühlsgesteuerten Aspekten des Lernens beim E-Learning mehr Bedeutung zukommen sollte. Im Anschluss werden konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie über die Gestaltung von Aufgaben die Lust am Lernen - durch Provokation - zu erhöhen ist.

Die Chancen und Möglichkeiten, die in einer didaktisch und inhaltlich gut begründeten Kombination von E-Learning und Präsenzlernen (blended learning) bestehen, werden anhand der Ergebnisse einer Teilnehmerbefragung zum Projekt ENTER vorgestellt. Zum Schluss werden Anregungen für Blended-Learning-Arrangements.

Gerhard von der Handt untersucht den Nutzen neuer Medien (interaktive Sprachlernprogramme/Lernsoftware, Internet, E-Mail) für das Fremdsprachenlernen. Lernprogramme reichen als alleiniges Medium nicht aus, können aber bestehende (angeleitete) Lernformen entlasten. Das Internet bietet zum ersten Mal die Möglichkeit, Lernen und Anwenden miteinander zu verbinden und erfüllt damit in hohem Maße die Bedingungen konstruktivistischen Lernens. Das soziale Lernen in angeleiteten Gruppen ist weiterhin sinnvoll. Der systematische, fachdidaktisch begründete Verbund zwischen beidem wird die Lernform der Zukunft sein.

Dieser Bericht schildert Projektziele, Realität und Schlussfolgerungen aus dem Projekt "Multimedia in der Umweltkommunikation". Ein besonderer Schwerpunkt der Darstellung bildet der Versuch, eine realistische Einschätzungen der aktuell noch vorhandenen Schwächen solcher Angebote und übertriebener Erwartungen zu geben.

Referiert werden ausgewählte Ergebnisse einer breitangelegten empirischen Studie - aus dem DIE-Projekt: Mediale Innovationen und deren Auswirkungen auf die Organisation von Weiterbildung - zum Einsatz der neuen Medien innerhalb der Volkshochschulen aus der Perspektive der Organisationsforschung. Die Themenfelder sind: technische Infrastruktur, Betreuung der Infrastruktur, Bedeutung der neuen Medien für die Einrichtung, Impulse für die Entwicklung und Entscheidungsstrukturen, Organisationsentwicklung und Probleme, Fähigkeiten und Herausforderungen für das Personal.

In dem Beitrag wird anhand eines Beispiels - aus dem Projekt: Beratung zu multimedialem Lernen in kleinen und mittelständischen Unternehmen des Berufsfortbildungswerks des DGB Rhein- Neckar-Tauber - illustriert, dass mediengestütztes Lernen Organisationsentwicklung auslösen bzw. Organisationsentwicklungsprozesse beeinflussen kann.
Elisabeth Kamrad; Dr. Carola Iller

Dargestellt werden Methoden und Zwischenergebnisse der Evaluation im Rahmen des Projektmanagements der wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs Lebenslanges Lernen.
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger; Doris Jäger-Flor

Prof. Dr. Josef Schrader; Bettina Metten-Jäckel

Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein

apl. Prof. Dr. Karin Dollhausen

Prof. Dr. Bernd Käpplinger

apl. Prof. Dr. Karin Dollhausen

Professorin Ursula Sauer-Schiffer
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