Publikation

Lernstandsdiagnostik bei funktionalem Analphabetismus

Akzeptanz und Handlungsstrategien
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wbv
Lernstandsdiagnostik bei funktionalem Analphabetismus
Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung
4/2015
Bielefeld

Abstract

Das Forschungsinteresse dieser qualitativen Interviewstudie geht aus einem beobachteten Dilemma der Alphabetisierungs- und Grundbildungspraxis hervor. Der Einsatz von Lernstandsdiagnostik wird einerseits als hilfreich eingeschätzt, um den Lernbedarf von Erwachsenen detailliert bestimmen zu können. Andererseits ist damit zu rechnen, dass gerade Personen, die aufgrund ihrer Lese- und/oder Schreibschwierigkeiten häufige Defiziterfahrungen gemacht haben, begründete Testängste und -widerstände haben. In Anlehnung an die subjektwissenschaftliche Lerntheorie von Holzkamp (1995) wird ein begründungslogischer Forschungsansatz gewählt, um das Handeln in lernstandsdiagnostischen Situationen aus der Perspektive des Subjekts verstehend nachzuvollziehen. Als Ergebnis werden eine subjektlogische Definition von Testsituationen und ein begründungslogisches Handlungsmodell vorgelegt. Sie erklären die handlungspraktische und subjektiv begründete Akzeptanz, die lernstandsdiagnostischen Settings bei funktionalem Analphabetismus entgegengebracht wird.

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