Publikation

Ökonomische Bildung

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Prof. Dr. Josef Schrader
wbv
Ökonomische Bildung
DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung
1/2016
Bielefeld

Abstract

Das Thema Ökonomische (Grund-)Bildung hat in den letzten Jahren zunehmend Auftrieb erhalten und ist auch in der Erwachsenen- und Weiterbildung angekommen: Mit der Integration ökonomischer Bildung in Literacy-Diskurse ist sie weiterbildungspolitisch in den Erwartungshorizont an öffentliche Daseinsvorsorge eingezogen. Das Heft führt in die Debatte um ökonomische Erwachsenenbildung ein und gibt einen Überblick über bereits bestehende Praxis in diesem Bereich.

Inhalt

Thomas Retzmann; Volker Bank

Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, wie sich ökonomische Kompetenzen für Erwachsene bestimmen lassen. Darüber hinaus bietet er dem Leser einen kurzen kritischen Überblick über verschiedene Ansätze, die sich mit der Messung dieser Kompetenzen befassen.

Zunehmend wird die ökonomische Standardbildung für ihre Weltfremdheit, Einseitigkeit und Unreflektiertheit kritisiert. Die Autorin fragt nach den möglichen Wirkungen und gesellschaftlichen Bedeutungen dieses kritisierten Zustandes: Vermag er einer blinden Marktgläubigkeit Vorschub zu leisten, die selbst wiederum als wesentlich für die öffentliche Meinungsbildung in den letzten Jahrzehnten anzusehen ist? Welche Kriterien spielen hierfür eine Rolle? Der Artikel geht diesen Fragen nach, indem er in historischer Perspektive wesentliche Zusammenhänge zwischen Strategien der Beeinflussung der »öffentlichen Meinung« einerseits sowie der Wissenschaft und Lehre andererseits herausarbeitet, wie sie am Neoliberalismus und seinen Protagonisten Walter Lippmann und Friedrich A. Hayek beobachtet werden können. Zudem wird eine Skizze einer grundlegend alternativen Bildungsform, einer Bildung für ökonomische Mündigkeit, entworfen.

Der Beitrag beleuchtet zunächst die Forderung nach einer ökonomischen Grundbildung für Erwachsene und deren Ziele. Ihre Intensivierung lässt sich über vorhandene Bedarfe begründen. Die Bedarfe wiederum lassen sich aus dem Verhalten von Bildungsnachfragern und -anbietern, viel mehr aber noch aus den gesellschaftlichen Erwartungen, wie sie von allen relevanten Gruppen geäußert werden, ableiten. Der Text endet mit Hinweisen auf die besondere Verantwortung der öffentlichen Hand für die Bereitstellung entsprechender Angebote.

Der vorliegende Beitrag thematisiert die Bedeutung des im Projekt CurVe entwickelten Kompetenzmodells zu (Handlungs-)Anforderungen des alltäglichen Umgangs mit Geld insbesondere mit Blick auf die Entwicklung von Angeboten im Bereich Finanzielle Grundbildung. Abschließend werden Herausforderungen bei der Etablierung Finanzieller Grundbildung als Teilbereich des Programms Alphabetisierung und Grundbildung skizziert.
Dr. Ewelina Mania; Monika Tröster

Wer sind die Akteure im Bereich ökonomischer (Grund-)Bildung Erwachsener? Wie lassen sich ihre Weiterbildungsangebote charakterisieren? Auf der Grundlage von Ergebnissen einer am DIE durchgeführten Bestandsaufnahme zur Versorgungslage vermittelt der Beitrag einen Überblick über die Anbieter und Angebotslandschaft zur ökonomischen (Grund-)Bildung in Deutschland.
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