Beate Bowien-Jansen
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Das Projekt CurVe ist abgeschlossen. Die dabei entstandenen Materialien und Produkte können weiterhin genutzt werden und bieten praxisnahe Unterstützung für die finanzielle Grundbildung. Die im Projekt entwickelten Materialien und Konzepte stehen auch nach Projektende zur Verfügung. Sie können weiterhin für die Planung und Durchführung von Bildungsangeboten sowie für die Aus- und Fortbildung von Fachkräften genutzt und für die fachliche Weiterentwicklung der Finanziellen Grundbildung eingesetzt werden.
Curriculum und Professionalisierung der Finanziellen Grundbildung
Das Projekt CurVe II – Curriculum und Professionalisierung der Finanziellen Grundbildung knüpfte an die Ergebnisse des Vorgängerprojekts „Schuldnerberatung als Ausgangspunkt für Grundbildung. Curriculare Vernetzung und Übergänge (CurVe)“ an. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung von Konzepten und Materialien für die Finanzielle Grundbildung sowie die Professionalisierung des Personals in der Erwachsenenbildung.
Finanzielle Grundbildung wird im Projekt CurVe II als Teilbereich ökonomischer Bildung und erste Kompetenzstufe finanzieller Bildung („Level One“) verstanden und wie folgt definiert:
Finanzielle Grundbildung fokussiert die existenziell basalen und unmittelbar lebenspraktischen Anforderungen alltäglichen Handelns und der Lebensführung in geldlichen Angelegenheiten.
Im Projekt wurde ein Curriculum für Finanzielle Grundbildung entwickelt und wissenschaftlich erprobt. Auf Grundlage eines Kompetenzmodells und des Ansatzes des Problemorientierten Lernens entstand ein didaktisches Lernkonzept mit Lernzielen, Lerninhalten und methodisch-didaktischen Prinzipien. Die Ergebnisse wurden unter anderem in einem Handbuch, Unterrichtsmaterialien und einem Lernspiel aufbereitet.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Professionalisierung in der Erwachsenenbildung. Die im Vorgängerprojekt entwickelte Fortbildung zur Sensibilisierung und Vernetzung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wurde weiterentwickelt, bundesweit erprobt und evaluiert. Zudem entstand eine Fortbildung für Lehrende im Grundbildungsbereich zur Entwicklung und Durchführung von Lernangeboten zur Finanziellen Grundbildung.
Die im Projekt entwickelten Materialien und Konzepte stehen auch nach Projektende zur Verfügung. Sie können weiterhin für die Planung und Durchführung von Bildungsangeboten sowie für die Aus- und Fortbildung von Fachkräften genutzt und für die fachliche Weiterentwicklung der Finanziellen Grundbildung eingesetzt werden.
Das Curriculum Finanzielle Grundbildung leitet zur Planung und Durchführung von Lernangeboten im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung an. Ausgehend von alltäglichen Kompetenzanforderungen im Umgang mit Geld stehen Materialsets für die Gestaltung von Lehr-/Lernprozessen zur Verfügung. Sie dienen als Unterstützung, Orientierung sowie didaktischer Leitfaden und können flexibel für unterschiedliche Zielgruppen und Lernkonzepte eingesetzt werden.
Die Materialien sind in Kooperation mit Expertinnen und Experten aus der Praxis entstanden; sie wurden von der Praxis geprüft und wissenschaftlich evaluiert.
Ausgangspunkt für die Geschichten sind Lebensereignisse und bestimmte Alltagssituationen der Familie Müller.
Die Materialsets beinhalten sowohl Materialien für Lernende als auch für Lehrende. Sie sind alle gleich aufgebaut und bestehen aus den folgenden Elementen:
Thomas Schultze wird arbeitslos
Das Materialset unterstützt bei der Beantragung von Arbeitslosengeld. Die Meldung der Arbeitslosigkeit, die Berechnung des Arbeitslosengeldes sowie auch der dazugehörige Antrag auf Arbeitslosengeld werden behandelt.
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Max‘ erste Gehaltsabrechnung
Das Materialset thematisiert die Gehaltsabrechnung und den Verdienstunterschied nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Einzelne Posten der Gehaltsabrechnung werden erläutert und Gehaltsabzüge berechnet.
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Max eröffnet ein Girokonto
Das Materialset thematisiert die Eröffnung eines Girokontos. Die Entscheidung für ein Angebot setzt voraus, dass Vertragsinhalte und Kontoführungsgebühren verglichen, die Möglichkeit des Online-Bankings abgewogen und die SCHUFA-Klausel verstanden werden.
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Max nutzt sein Konto
Das Materialset betrachtet verschiedene Nutzungsmöglichkeiten eines Girokontos. Ebenfalls werden verschiedene Zahlungsarten wie Lastschrift, Rechnung und Überweisung sowie der Aufbau eines Kontoauszugs bearbeitet.
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Mustafa braucht ein neues Handy – die Handytarife
Das Materialset nimmt den Erwerb eines neuen Mobiltelefons in den Blick. Im Zuge der Konsumentscheidung sind u.a. Bedarfe zu kommunizieren, Handytarife zu vergleichen und Vertragskosten zu berechnen.
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Marie plant Monas Geburtstagsfeier
Das Materialset thematisiert den Umgang mit Zutaten und Mengenangaben anhand eines Rezeptes. Marie möchte für die Geburtstagsfeier ihrer Tochter einen Kuchen backen und muss das vorhandene Rezept umrechnen. Dies geschieht mithilfe von Dreisatzaufgaben.
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Mustafas Wohnung – die Stromabrechnung
Das Materialset fokussiert die Stromkosten einer Wohnung. Mustafa möchte am Ende des Jahres keine hohe Nachzahlung befürchten müssen. Er lernt, wie sich ein
Strompreis zusammensetzt, was ein Abschlag ist und die Abrechnung zu überprüfen.
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Marie muss neu rechnen – der Unterhalt für Max fällt weg
Das Materialset problematisiert die Haushaltsplanung unter Berücksichtigung ausfallender Unterhaltszahlungen. Die Erstellung eines Haushaltsplanes setzt die Übersicht der Einnahmen und Ausgaben voraus, um das Haushaltsbudget zu berechnen.
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Opa Manfred ordnet sein Chaos
Das Materialset unterstützt beim Ordnen verschiedener Unterlagen wie Briefe, Rechnungen und Mahnungen. Es werden einzelne Schritte für das Sortieren erläutert.
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Michael möchte einen Gebrauchtwagen kaufen
Das Materialset handelt vom Kauf eines Gebrauchtwagens und den unterschiedlichen Finanzierungsarten. Das Finanzierungsangebot eines Händlers und das Kreditangebot einer Bank werden thematisiert. Es werden u.a. Raten berechnet, die Zinsen der Finanzierungsverträge verglichen und Verträge ausgefüllt.
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Opa Manfred hat finanzielle Probleme
Das Materialset befasst sich mit Schulden, die aufgrund von nicht bezahlten Rechnungen entstanden sind. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, eine Übersicht über die Unterlagen zu gewinnen. Zudem wird die Kommunikation mit den Gläubigern geübt.
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Mustafa und die Haftpflichtversicherung
Das Materialset bietet einen Überblick über die Thematik der Versicherungen.
Zum einen, wie eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wird und zum anderen, welche Versicherungen es gibt und welche wann sinnvoll sind.
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Marie und die Altersvorsorge
Das Materialset bietet die Möglichkeit, über Rentenansprüche zu reflektieren, wenn Unterbrechungen in der Erwerbstätigkeit vorliegen. Hierbei werden die Gehaltsentwicklung sowie die Höhe der Altersvorsorge rechnerisch geschätzt und Informationen bei der Rentenversicherung eingeholt.
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Oma Matilde und die Rente
Das Materialset befasst sich mit den Renteninformationen, welche die Rentenversicherung jedes Jahr versendet. Es werden Fragen zur finanziellen Perspektive im Alter fokussiert, u.a. aus welchen Leistungen und Abzügen sich die Rente zusammensetzt. Thematisiert wird auch, inwieweit ein späterer oder vorzeitiger Renteneintritt die Rentenhöhe beeinflussen kann.
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MONETTO, das Lernspiel zur Finanziellen Grundbildung, vermittelt spielerisch Alltags-Kompetenzen im Umgang mit Geld. Es wurde theoriegeleitet im Dialog mit der Praxis entwickelt und wissenschaftlich erprobt. Flexibel kombinierbares Spielmaterial ermöglicht einen vielseitigen Einsatz in der Erwachsenenbildung und der Sozialen Arbeit.
Worum geht es im Spiel?
Das Brettspiel begleitet die Familie Müller durch den Alltag. Die Müllers sowie Oma Matilde, Opa Manfred, Mustafa, Thomas und Hund Muffin leben in Maisenbohn. Eine typische Kleinstadt in Deutschland. Alle Familienmitglieder möchten ihre Finanzen im Griff behalten, aber der ständige Umgang mit Geld bringt viele Herausforderungen und unerwartete Ereignisse mit sich, die gemeistert werden wollen. Es wird gerechnet, gewirtschaftet, es werden Münzen gesammelt. Es bleibt spannend bis zum Schluss – wer gewinnt das Spiel?
Wie funktioniert das Spiel?
Die Themen der 999 Spielkarten ergeben sich aus der Lebenswelt und entsprechen den Domänen/Bereichen des Kompetenzmodells Finanzielle Grundbildung: Einnahmen, Geld- und Zahlungsverkehr, Ausgaben und Kaufen, Haushalten, Geld leihen und Schulden, Vorsorge und Versicherung.
MONETTO führt spielerisch an das Thema der Finanziellen Grundbildung heran und vermittelt niedrigschwellig Alltagskompetenzen und finanzielle Praktiken. Die Spielenden begleiten die Müllers durch ihren Alltag. Anhand von Aktionen, Tipps, Quiz und Rechenkarten lernen sie den Umgang mit Haushaltsplanung, Online-Banking, Online-Handel, Gehaltsabrechnung, Steuern, Versicherungen, Altersvorsorge und Arbeitslosengeld.
Wo kann das Spiel gespielt werden?
Das Spiel kann flexibel in unterschiedlichen Lern- oder Präventionsangeboten, als Gesprächsanlass und in Beratungssituationen genutzt werden. Einsatzmöglichkeiten sind Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse, Lerncafés, Mehrgenerationenhäuser, Sozial- und Schuldnerberatung, Arbeit im Sozialraum, Kurse für Geflüchtete, Maßnahmen der Jobcenter und Arbeitsagenturen, Kurse zum Nachholen von Schulabschlüssen, Berufsschulen und Übergangsmaßnahmen Schule/Beruf.
Spielanleitung zu MONETTO
Die Spielanleitung finden Sie demnächst auf www.wb-web.de.
Einsatzmöglichkeiten von MONETTO
Monika Tröster und Beate Bowien-Jansen haben dazu einen Beitrag im ALFA-Forum Nr 101 veröffentlicht. Ergänzend enthält der Beitrag eine visualisierte Spielanleitung „Michael auf dem Weg zum Ziel – ein Beispiel in Bildern“.
Video über MONETTO
Lösungsheft
Zu den Rechenaufgaben aus dem Brettspiel MONETTO. Das Spiel rund ums Geld gibt es ein kompaktes Lösungsheft. Sie finden hier alle Rechenaufgaben mit einer konkreten mathematischen Beispiellösung. Die Lösungen umfassen keine weiteren Hinweise oder Erklärungen.
Das Lösungsheft finden Sie demnächst auf www.wb-web.de.
Diese Materialien finden Sie demnächst auf www.wb-web.de.
Die Müllers sind unterwegs beim Mathe-Marathon in Maisenbohn. Insgesamt warten 180 Rechenaufgaben auf Mona, Max, Marie, Michael, Mustafa, Oma Matilde, Opa Manfred und Thomas. Die Rechenaufgaben sind identisch mit denen im Brettspiel MONETTO. Das Spiel rund ums Geld. Wer einen Marathon laufen will, muss trainieren. So gibt es auch hier verschiedene Trainingsmöglichkeiten für den MONETTO Mathe-Marathon:
MONETTO. Multimedialer Mathe-Marathon
Im Fokus steht die Alltagsmathematik. So sind die Aufgaben nicht nach Rechenarten oder Schwierigkeitsstufen aufgebaut, sondern passieren einfach so – wie die Rechenereignisse im Alltag es eben tun. Eine Einteilung erfolgt nach den Themenbereichen im Umgang mit Geld: Einnahmen, Geld und Zahlungsverkehr, Ausgaben und Kaufen, Haushalten, Geld leihen und Schulden, Vorsorge und Versicherungen.
Zu den 180 Rechenaufgaben aus MONETTO. Das Spiel rund ums Geld werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Es gibt Tipps zum Kopfrechnen, Hinweise zur Nutzung des Taschenrechners sowie integrierte Mathe-Clips und ein Mathe-Wiki.
Download
Die PDF-Datei kann lokal abgespeichert werden. Sie ist interaktiv angelegt. So wird zu den entsprechenden Begriffen im Mathe-Wiki verlinkt. Aus dem Mathe-Wiki gelangt man zu weiteren Aufgaben mit ähnlichen Rechenherausforderungen. Dies funktioniert optimal, wenn die Datei mit dem Acrobat Reader geöffnet wird.
Um aus dem PDF direkt auf die Mathe-Clips zugreifen zu können, ist ein Internetzugang des Endgeräts notwendig.
MONETTO Mathe-Clips
In zwölf kurzen Videos begleitet Mona ihre Familie beim Mathe-Marathon in Maisenbohn. Sie erzählt, was man zum Rechnen braucht, um im Alltag gut mit Geld umzugehen. Addieren und subtrahieren, dividieren und multiplizieren – mit und ohne Taschenrechner. Alles kommt vor. Und sie gibt viele gute Tipps und zeigt kleine Tricks.
Die zwölf Mathe-Clips sind der Reihe nach angeordnet. Sie können in dieser Reihenfolge angeschaut werden, müssen es aber nicht. Denn jedes Video erzählt eine eigene Geschichte, die auch unabhängig angeschaut werden kann und nicht zwingend auf den anderen aufbaut.
Zu den Videos auf Youtube
Wir danken den CurVe II-Projektpartnern für ihre Unterstützung bei der Entwicklung des Lernspiels:
Herausgeber: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE), Bonn
Entwicklung: Monika Tröster (DIE), Beate Bowien-Jansen (DIE)
Mitarbeit: Mara Winkens (DIE)
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Esther Winther, Universität Duisburg-Essen (UDE)
Design/Illustration: Sebastian Goedecke, Medienarchitekten Bonn
Lektorat Spielanleitung: Nadja Juckel
Fotos: Adobe Stock
Druck: Langebartels & Jürgens, Hamburg
Vertrieb und Herstellung: wbv Publikation, Bielefeld