Projekt

Gender

Geschlechtsdifferenzierte Erwachsenenbildung

Geschlechtsdifferenzierte Erwachsenenbildung

Fragestellung

Lassen sich scheinbar geschlechtsneutrale Bildungsphänomene in den unterschiedlichen Reflexions- und Handlungsebenen der Erwachsenenbildung qualitativ erfassen?

Projektziel

Das Forschungsprojekt geht von der Hypothese aus, dass geschlechtsspezifische Aspekte die unterschiedlichen Reflexions- und Handlungsebenen der Erwachsenenbildung als „Mainstream" durchziehen. Von Bedeutung für die Untersuchungen ist deshalb nicht lediglich die Ebene von Bildungsangeboten, ebenso sind Komponenten ihrer Rahmenbedingungen exemplarisch zu durchleuchten. Ziel ist es, mit dem Einsatz geschlechtsdifferenzierter Analyseschritte scheinbar geschlechtsneutrale Bildungsphänomene in schärferen Tiefendimensionen qualitativ zu erfassen. Daraus sind weiterführende Forschungsfragen für die Erwachsenenbildungswissenschaft zu extrapolieren.

Wird die „Philosophie“ des Gleichstellungsgedankens auf die Erwachsenenbildung (EB) übersetzt, so eröffnet sich ein Wahrnehmungshorizont, der nicht nur das nach außen gerichtete Lernangebot, sondern auch makrodidaktische, strukturelle und bildungspolitische Erscheinungsformen in der Binnensphäre der EB ins Auge fasst. Gender wandelt sich damit zu einer analytischen Kategorie, mit der die EB selbst im allgemeinen und auf allen Ebenen – also ebenfalls im Hinblick auf immanente (Denk-)Strukturen und Rahmenbedingungen – daraufhin befragt wird, ob sie zum offiziellen politischen Leitprinzip der Geschlechterdemokratie beiträgt, es ignoriert oder konterkariert. Auf diese Weise ist akzentuiert, dass es u.a. um den verdeckten Niederschlag abstrahierter geschlechtsdiskriminierender Muster auf den verschiedenen Handlungsebenen der EB geht.

Beteiligte Personen

Beteiligte Institutionen

  • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)

Förderer

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
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