Projekt

LEMEB

Vermittlungs- und Aneignungsprozesse in Museen - Formen pädagogischer Kommunikation bei personalbetreuten Führungen in Museen unterschiedlichen Typs

Vermittlungs- und Aneignungsprozesse in Museen - Formen pädagogischer Kommunikation bei personalbetreuten Führungen in Museen unterschiedlichen Typs

Fragestellung

Wie werden personalbetreute Führungen für Erwachsene in unterschiedlichen Museumsarten und von unterschiedlich qualifiziertem Personal in deutschen Museen konzipiert?

Welche (wissensbezogenen) Vermittlungsoperationen lassen sich in personalbetreuten Museumsführungen für Erwachsene in verschiedenen Museumsarten ermitteln?

Welche Aneignungsprozesse werden durch die ermittelten Operationen der Vermittler/innen bei den teilnehmenden Besucher/inne/n ermöglicht, unterstützt oder ausgeblendet?

Welche (objektbezogenen, sozialen, kognitiven, motivationalen und interessebezogenen) Erlebnisse werden bei den erwachsenen Teilnehmenden in unterschiedlichen Museumsarten während einer Führung angeregt und wahrgenommen?

Projektziel

Obwohl der Bildungsauftrag von Museen seit über vier Jahrzehnten betont wird, sind die Vermittlungs- und Aneignungsprozesse bei personalbetreuten Führungen noch kaum erforscht. Das geplante Forschungsvorhaben untersucht, wie Museumsführungen für Erwachsene konzipiert und gestaltet werden, welche Vermittlungsoperationen sich bei den Vermittelnden beobachten lassen, welche Aneignungsprozesse dadurch intendiert und ermöglicht werden sowie welche Erlebnisse (z.B. kognitiv, motivational, sozial) damit bei den teilnehmenden Besucher/innen einhergehen. In dem Forschungsvorhaben werden in einer ersten Studie mit Hilfe von Experteninterviews unterschiedliche Führungskonzepte von unterschiedlich qualifizierten Vermittelnden in verschiedenen Museumsarten ermittelt. In einer zweiten, darauf aufbauenden Studie werden für eine kontrastive Auswahl von Vermittelnden, die (kontrastive) Führungskonzepte verfolgen, Vermittlungsoperationen  sowie die damit einhergehenden Erlebnisse der Besucher/innen mit Hilfe teilnehmender Beobachtungen und Befragungen analysiert. Theoretisch orientiert sich das Vorhaben am systemtheoretischen Konzept der „pädagogischen Kommunikation“. Die Befunde können dazu beitragen, die beiden zugrundeliegenden Konstrukte der (Wissens-)Vermittlung und der Aneignung für personalbetreute Museumsführungen zu konkretisieren und zu differenzieren. Ziel des Forschungsvorhabens ist es zu klären, ob und inwieweit charakteristische Komponenten pädagogischer Kommunikation sowie unterschiedliche pädagogische Formen der Wissensvermittlung in personalbetreuten Führungen für Erwachsene existieren und welche (möglichen) Folgen sich daraus für die Bildung der Besucherinnen und Besucher ergeben.

Projektergebnisse

Loreit, F. & Specht, I. (März, 2020/angenommen). Von „Leitwölfen“ und „Leitfossilien“ – Zur Vermittlung und Aneignung in Museumsführungen. Poster angenommen für die 27th DGfE-Kongress 2020 „Optimierung“ (15.-18. März 2020). Der Kongress wurde auf Grund des Corona-Virus abgesagt. Poster ansehen

Beteiligte Personen

Beteiligte Institutionen

  • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE) - Lehren und Lernen

Förderer

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
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