Susanne Lattke
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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lattke@die-bonn.de
Mit dieser Frage hat sich das europäische Projekt Block.Ed – Empowering Adult Learners through Microcredential Blockchain Integration in den vergangenen zwei Jahren beschäftigt. Zum Abschluss des Projekts kamen am 15. September 2026 DIE in Bonn Projektpartner, Expertinnen und Experten sowie weitere Interessierte aus der europäischen Bildungslandschaft zusammen.
Im Mittelpunkt der Abschlusskonferenz stand die Frage, wie vertrauenswürdige, portable und anerkannte Microcredentials für das lebenslange Lernen entwickelt und in der Praxis eingesetzt werden können. In Plenardiskussionen, Roundtables und der Präsentation der Projektergebnisse wurden Erfahrungen aus Block.Ed mit weiteren Ansätzen und Initiativen rund um Microcredentials und digitale Zertifikate verbunden.
Teilnehmende der Block.Ed-Konferenz am 15. September 2026 im DIE
Vier Projektergebnisse für die Praxis
Block.Ed hat sich mit der Entwicklung, Gestaltung und Validierung von Microcredentials ebenso beschäftigt wie mit ihrer technischen Umsetzung. Entstanden sind vier miteinander verbundene Ergebnisse:
Block.ED-Plattform: Bekanntmachung in Social Media
Das Projekt richtete sich insbesondere an Bildungseinrichtungen und ihre Mitarbeitenden, an Technologieanbieter sowie an weitere Akteure, die an der Gestaltung, Qualitätssicherung und Anerkennung von Bildungsangeboten beteiligt sind.
Was braucht es für vertrauenswürdige Microcredentials?
Die Diskussionen während der Abschlusskonferenz haben deutlich gemacht, dass technische Lösungen alleine nicht ausreichen. Entscheidend sind vielmehr klare Lernergebnisse, nachvollziehbare Verfahren zur Überprüfung des Lernerfolgs und eine Qualitätssicherung, die zum jeweiligen Bildungsangebot und seinem Kontext passt.
Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure. Lernende, Bildungsanbieter, Unternehmen, Qualitätssicherungsstellen und weitere Stakeholder bringen unterschiedliche Anforderungen und Perspektiven ein. Microcredentials können dann einen Mehrwert schaffen, wenn diese Perspektiven bereits bei ihrer Entwicklung berücksichtigt werden.
Auch die Frage der Verhältnismäßigkeit spielt eine Rolle: Nicht jedes Bildungsangebot benötigt dieselben technischen oder organisatorischen Verfahren. Lösungen müssen zu den jeweiligen Rahmenbedingungen und zum konkreten Bedarf passen.
Damit verbindet Block.Ed technische Innovation mit einer Frage, die für die Erwachsenenbildung zentral bleibt: Wie lassen sich Kompetenzen sichtbar, nachvollziehbar und für unterschiedliche Bildungs- und Arbeitskontexte nutzbar machen?
White Paper bündelt Erfahrungen und Empfehlungen
Zum Abschluss des Projekts wurde auf der Konferenz das White Paper „Microcredentials in Adult Education: From Design to Verification“ vorgestellt. Es bündelt die Erfahrungen und Erkenntnisse aus zwei Jahren Block.Ed und führt die zentralen Projektergebnisse in einem Integrated Framework for Trustworthy Microcredentials in Adult Education zusammen.
Das White Paper steht ebenso wie die weiteren Projektergebnisse auf der Block.Ed-Website zur Verfügung.
Mit dem Ende des Projekts endet die Auseinandersetzung mit Microcredentials jedoch nicht. Die Abschlusskonferenz hat gezeigt, wie wichtig der weitere Austausch zwischen Bildungsorganisationen, Forschung, Praxis, Politik und Technologieanbietern ist. Die im Projekt entwickelten Materialien und technischen Lösungen bieten dafür eine Grundlage.
Das DIE war gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Deutschland, Griechenland, Italien, Portugal, der Schweiz und der Slowakei an Block.Ed beteiligt.
White Paper „Microcredentials in Adult Education: From Design to Verification“