Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Der Beitrag geht der Frage nach, welche Werte (verstanden als »Vorstellungen vom Wünschenswerten«) für Leitungspersonen der Weiterbildung insbesondere im Umgang mit ihren Mitarbeitenden bedeutsam sind und inwiefern es aus ihrer Sicht gelingt, Wünschenswertes auch tatsächlich zu realisieren. Eine Re-Analyse von Interviews mit Leitungspersonen, die unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen handeln, deutet darauf hin, dass unabhängig vom jeweiligen Kontext eine auf Mitbestimmung und Solidarität be…
Obwohl davon auszugehen ist, dass Lehrende in der betrieblichen Weiterbildung wichtig für den Trainingserfolg sind, ist die Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern in Deutschland nicht geregelt. Häufig dient eine so-genannte Trainerausbildung als pädagogischer Professionalitätsnachweis. Die Studie erfasst die Inhalte dieser Ausbildungen und deren Häufigkeiten. Hierfür wurden Programmbeschreibungen von 47 Anbietern mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Das induktiv entwickel…
Transnationalisierungsprozesse von Unternehmen bringen erweiterte Qualifizierungs- und Bildungsanforderungen mit sich, die bislang noch nicht in entsprechenden theoretischen Konzepten und Lernkulturgestaltungen Aufnahme gefunden haben. Wissen ist sowohl als Kategorie als auch als (realistische) Anforderungsinterpretation nicht ausreichend platziert. Unternehmerische Interessen verdecken die Anforderungen an Lernen und Weiterbildung, die in den Arbeitszusammenhängen in kulturdifferenten Kontexte…
Der Beitrag verfolgt das Ziel, Spannungsfelder in der Programmplanung stärker als bisher theoretisch zu unterscheiden, indem Widerspruchskonstellationen und professionelle Antinomien differenziert werden. Strukturen und Widerspruchskonstellationen haben Einfluss auf die Konturierung der Antinomien und damit auf die Programmplanung. Professionelles Programmplanungshandeln zeigt sich gerade im Umgang mit professionellen Antinomien. Neben einem Mehrwert für die wissenschaftliche Analyse ist die Un…
Der vorliegende Beitrag gibt Einblick in den theoretischen und empirischen Ort kultureller Erwachsenenbildung. Diese wird als eine Institution zur Schärfung der Sinne für das Ästhetische gefasst, das – in Anlehnung an Welsch – leicht in das Anästhetische kippen kann, eine Situation aufgehobener Empfindsamkeit. In einem zweiten, empirischen Zugriff wird die gegenwärtige Angebotslandschaft anhand dreier »Partizipations-Portale« systematisiert vorgestellt. Kulturelle Bildungsangebote können dem »s…
Der Beitrag klärt darüber auf, welche Wege Erwachsene einschlagen können, um ein reflexives Verhältnis zur Zeit zu erlernen und es dabei nicht bei einer zweckrationalen Verbesserung ihres Zeitmanagements zu belassen. Zunächst beschreibt sie in Anlehnung an Holzkamp, welcher Art ein solches »Lernen der Zeit« sein müsste, bevor sie aus österreichischer Perspektive geeignete Lernmöglichkeiten benennt, die sie v.a. in Büchern, aber auch in Vortragsveranstaltungen und Aktivitäten einschlägiger Verei…
Die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen gilt als wichtiges gesellschafts- und bildungspolitisches Ziel. Im Beitrag wird vor dem Hintergrund zentraler hochschul- und bildungspolitischer Rahmenvorgaben untersucht, welche Zielgruppen dabei vor allem adressiert werden und welche Anforderungen sich daraus für die Organisation und Gestaltung von Studium und Lehre ergeben. Dabei werden vor allem Beiträge der Hochschulforschung und der Hochschuldidaktik analysiert. Anregungen erhalten beide Di…
Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage ob und wie Lernwirkungen in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung erfasst werden können. Ausgehend von den Forderungen einer evidenzbasierten Praxis und Bildungspolitik, die den Druck auf die Forschung nach validen Daten über die Wirkungen pädagogischen Handeln erhöht, zeigt der Beitrag die Schwierigkeiten empirisch-analytischer Wirkungsuntersuchungen auf und sensibilisiert für einen differenzierten Zugang erwachsenenpädagogischer Forschung…
Der Beitrag fragt nach Bildungsgerechtigkeit, indem er die Dimensionen „Weiterbildungsteilhabe“ und „regionale Disparität“ zusammenhängend betrachtet. Die Datenbasis bildet eine Re-Analyse organisationsbezogener Strukturdaten des hessischen Anbietergefüges. Angesichts des in vielfacher Weise rechtlich verankerten Postulats der Angleichung gesellschaftlicher Lebensverhältnisse von Regionen erscheint die Ungleichverteilung entlang geografischer Strukturräume als (»territoriale«) Ungerechtigkeitsd…
Positive Lernerfahrungen in Kindheit, Jugend und Beruf sind günstig für Bildungsprozesse im Alter. Aus gerontologischer Perspektive kann die Bedeutung der schulischen Bildung und der betrieblichen Qualifizierung für das Bildungsverhalten in der nachberuflichen Phase mit der Kontinuitätstheorie untersucht werden. Menschen, die positive Erinnerungen an ihre Schulzeit und berufliche Bildung haben, bilden sich eher im Alter weiter. Um den Stellenwert bildungsbiographischer Erfahrungen empirisch zu …