Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Bildung ist wertvoll! Wer wollte dies ernsthaft bestreiten? Dennoch – und vielleicht gerade weil man die Benefits von Bildung für Individuum und Gesellschaft einfach als selbstverständlich gegeben ansieht, kann sich die Forschung in Deutschland bislang auf wenig empirische Evidenz berufen: Welche monetären und nicht-monetären Erträge kann die Weiterbildung eigentlich nachweislich erzielen? Worin bzw. woraus bestehen die sog. »wider benefits of lifelong learning«? Last but not least: Sind die E…
Nach der Veröffentlichung eines Entwurfs für den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) im November 2010 befindet sich die Diskussion in einer kritischen Phase. Die Weiterbildung findet zunehmend Interesse am Thema und hat Einflussmöglichkeiten erschlossen. Aber ihr bleibt nicht viel Zeit, in der DQR-Diskussion Position zu beziehen. Ihre Optionen im bildungspolitischen Machtspiel müssen offengelegt und reflektiert werden. Hierzu leistet das Heft einen wichtigen Beitrag. Im Rahmen einer Umfrage b…
Schwerpunktthema dieser Ausgabe des REPORT ist das didaktische Handeln in der Erwachsenenbildung und damit verbundene Fragen wie die Ermittlung von Bildungsbedarf- und Bedürfnissen, Programm- und Veranstaltungsplanung. Neue didaktische Aufgaben wie die Unterstützung selbstgesteuerten Lernens, E-Learning, Lernberatung und Qualitätssicherung machen Überlegungen notwendig wie: Lässt sich lebenslanges Lernen überhaupt didaktisieren? Brauchen wir eine Didaktikfolgenabschätzung? Sind Erwachsene nich…
Das Cover der Ausgabe ziert ein Rechtschreibfehler: „lebenslang“ wurde in die Teile „Leben“ und „Slang“ getrennt. Ein kleiner Seitenhieb auf all jene, die aus der PISA-Diskussion den Stoff für ein ganzes Leben von Bildungsprofis gemacht haben und hierzu gleich den Jargon des Bedauerns institutionalisiert haben. Dennoch: Für Weiterbildung und lebenslanges Lernen bietet die PISA-Studie wichtige Anknüpfungspunkte. Sie betreffen die im Heft zusammengeführten Felder: Lehrerfortbildung und Elternbild…
Einst galt die Zukunft als Schicksal, dem man ausgeliefert war – heute verstehen wir sie als gestaltbaren und pluralen Möglichkeitsraum. Doch das Gestalten vielfältiger Zukünfte will gelernt sein. weiter bilden fragt, welche Rolle Erwachsenenbildung dabei spielt und was für ihre eigene Zukunft wichtig sein wird.
Was nahe liegt, muss nicht selbstverständlich sein. Für die Erwachsenenbildung ist keineswegs evident, was eigentlich den Erwachsenen konturiert, der sie konstituiert. Zur vertieften Klärung dieses bislang übersehenen und doch fundamentalen Themas gibt es keinen besseren Anlass als das Jubiläum zum 20-jährigen Erscheinen einer Zeitschrift, die die Bildung der Erwachsenen im Namen führt. Wie es scheint, ist die Suche nach dem Erwachsenen auch mit dieser Ausgabe nicht gänzlich erledigt.
In der klassischen Bildungstheorie galten die Kategorien Beruf und Bildung als Widerspruch. Mit den aktuellen gesellschaftlichen Modernisierungsprozessen kommt es zu einem Paradigmenwechsel: Beruf und Bildung bedingen sich geradezu gegenseitig. Diese Ausgabe des REPORTs nimmt das spannungsreiche Verhältnis von Beruf und Bildung in theoretisch sowie empirisch gehaltvollen Beiträgen in den Blick und fokussiert auf vier Schwerpunkte: rechtliche Verankerung, statistische Erfassbarkeit, Institutio…
"Nachhaltigkeit" ist zu einem Containerwort verkommen und bezeichnet inzwischen alles, was Bestand hat oder bleibende Wirkungen entfaltet. Wenn sich die DIE Zeitschrift der "Nachhaltigkeit" widmet, dann in dem sehr viel engeren Begriffsverständnis von "nachhaltiger Entwicklung". Wobei die Verknüpfung mit Bildung ("Bildung für nachhaltige Entwicklung") dann wiederum erheblich mehr thematische Breite verspricht: Hierunter werden alle Bemühungen verstanden, Bildungsprozesse auf das gemeinsame Ziel…
Es ist nahezu ein Allgemeinplatz, von der Pluralität der Lernorte zu sprechen und mittlerweile Konsens, die Vielfalt der Orte des Lehrens und Lernens sowie deren Eingebundensein in gesellschaftliche Strukturen und Funktionen zu akzeptieren und wissenschaftlich zu verorten. Es gibt eine diszplinübergreifende Übereinstimmung darin, dass es neben den traditionellen Orten institutionalisierten und organisierten Lernens eine Vielzahl von „offenen“ und „freien“ Lernorten gibt. In jüngster Zeit gewinn…
Die Frage nach der Lernfähigkeit und der Lernmotivation Älterer hat eine lange Geschichte. Trotz vieler gegenteiliger Belege hielt sich bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts die Annahme, dass die Lernfähigkeit kontinuierlich, biologisch bedingt, abnimmt. In den 1980ern Jahren kam es zu einem Perspektivenwechsel. Schon damals zeichnete ich ein demographischer Wandel ab. Alter - bisher vor allem ein medizinisches Thema - wurde nun auch sozialwissenschaftlich und pädagogisch diskutiert. In…