Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Der Beitrag profiliert all das, was der Biografieforscher während des Feldzugangs über seine Interviewpartner gewollt oder ungewollt erfährt als »Paratext«, der zur Konstruktion des Forschungsgegenstandes beiträgt. Damit wird ein Begriff, der sonst in der literaturwissenschaft beheimatet ist, in die Biografieforschung getragen.
Immer mehr verpasste Optionen. Zeitstrukturen in der Beschleunigungsgesellschaft Der Autor diagnostiziert eine dreifache Beschleunigungsdynamik unserer Gesellschaft: eine technische Beschleunigung mit der Folge einer »Raumvernichtung«, ein beschleunigter sozialer Wandel, der in eine »Gegenwartsschrumpfung« mündet, sowie – als Resultat aus beidem – eine Beschleunigung in der subjektiven Zeitwahrnehmung. Die Bewegungsgesellschaft erzeuge so einen Druck, möglichst viele Optionen des Lebens zu rea…
Der steigende Stellenwert von Weiterbildung für die Wissensgesellschaft ist unstrittig, dennoch ist der organisatorisch und rechtlich breit gefächerte Weiterbildungsbereich statistisch nur unzulänglich erfasst. Der Beitrag gibt einen Überblick über die heterogene Anbieterlandschaft und erläutert die vorhandene Datenlage. Hieran anknüpfend wird die Trennung nach Anbietern von beruflicher und allgemeiner Bildung problematisiert. Abschließend werden die aktuellen Veränderungen im institutionellen …
Der politischen Bildung wird häufig etwas Krisenhaftes attestiert. So auch in der zwanzigsten Ausgabe des REPORT im Jahr 1987, die sich im Schwerpunkt – auch wenn er als solcher damals noch nicht ausgewiesen war – mit der Thematik befasste. Das Heft wurde durch einen Beitrag von Horst Siebert eröffnet; dieser Beitrag soll hier Ausgangspunkt sein, Schlaglichter auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre zu werfen und eine Positionsbestimmung vorzunehmen. Dies erfolgt bezogen auf den Gegenstand,…
Anhand von drei ausgewählten Beiträgen wird der erwachsenenpädagogische Theorie-Diskurs zu Beginn der 1980er, 1990er und 2000er Jahre beleuchtet. Dabei geht es um Fragen der Gegenstandsbezogenheit und verwendeten Begrifflichkeiten, der empirischen Rückbindung und historischen Verortung sowie um die Beeinflussung durch die sogenannten Bezugswissenschaften. Die hier aufgegriffenen Stationen der Theoriediskussion vermitteln ein ambivalentes Bild, das sich zwischen Zuversicht, Irritation und Resign…
Ein Organisationstheoretiker und Hochschulforscher auf der einen und ein Weiterbildungspraktiker auf der anderen Seite tauschen sich im Interview mit der „DIE Zeitschrift“ über die positiven wie negativen Effekte einer strategischen Drittmittelorientierung aus.
Die Erwachsenenpädagogik ist durch lineare Legenden geprägt. Zu diesen zählen die ihr impliziten Lebenslaufmodelle. Sie sind – wie in einem ersten Schritt der vorliegenden Betrachtungen gezeigt werden soll – Beschreibungen der aufbrechenden Biografie, ihnen entgeht der Aspekt des zuende gehenden Lebens. Aus diesem Grunde transportieren ihre Begründungen häufig ein nur halbiertes Bild vom Erwachsenen. Erwachsene erscheinen als zeitlose und prinzipiell entwicklungsoffene Wesen, deren „Unbelehrbar…
Die Transformation des Wohlfahrtsstaats führt auch zu einer Veränderung der beruflichen Profile in der Weiterbildung. Dies zeigt sich u.a. in Tendenzen der De-Professionalisierung, etwa in Form einer (Wieder-)Unterordnung erwachsenenpädagogischer Berufsrollen und Tätigkeiten unter die Logiken der Verwaltung, des Markts, des Rechts oder anderer Professionen oder in einer Substitution von Professionalität durch Verfahren und Manuale. Gleichzeitig finden sich Anzeichen dafür, dass die durch den St…