Herausgeber
Grotlüschen, Anke Gonon, Philipp
Titel
Numeracy – eine unterschätzte Domäne der Grundbildung?
Zeitschrift
Zeitschrift für Weiterbildungsforschung
Ausgabe
3/2019
Ort
Stuttgart
Verlag
Springer VS
Seite
315 - 422
Zitierlink
http://www.die-bonn.de/id/37189
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Inhalt

315
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Grotlüschen, Anke; Gonon, Philipp

Editorial

319
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Grotlüschen, Anke; Buddeberg, Klaus; Kaiser, Gabriele

Numeralität – eine unterschätzte Domäne der Grundbildung?

Ausgewählte Forschungsbefunde
In diesem Beitrag werden Begriffe und Forschungsstand zur Numeralität Erwachsener systematisierend zusammengestellt. Die Befunde und Theorien sind nach ihrem Bezug zum deutschsprachigen Diskurs der Erwachsenenbildung ausgewählt und zugleich in einen historischen Kontext, aber auch in den internationalen Diskurs eingebettet. Viele jüngere Befunde erweitern den Ansatz von Jean Lave dahingehend, dass sich Numeralität durch eine hohe Relevanz von Faustregeln und Schätzungen sowie durch weniger formale Vorgehensweisen von der Schulmathematik unterscheidet. Numeralität wird deshalb oft nicht als Mathematik verstanden und bleibt eher unsichtbar. Hinter numeralen Praktiken stehen zudem gesellschaftliche Machtverhältnisse. Auch die Durchsetzung eigener Interessen basiert auf Numeralität – etwa bei finanzieller Grundbildung, im Gesundheitssystem oder bei der Nutzung statistischer Daten. Nicht zuletzt gehen numerale Kompetenzen und Praktiken mit besseren Lebensumständen einher.
343
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Yasukawa, Keiko; Evans, Jeff

Adults’ numeracy practices in fluid and unstable contexts – An agenda for education, policy and research?

Rechenpraktiken sind immer vom konkreten sozialen Kontext, in dem sie erfolgen, abhängig. Dieser Kontext ist mit Blick auf technologische und sozio-politische Entwicklungen instabil. Wie wirkt sich diese Instabilität auf die Teilhabe der Menschen an Gesellschaft aus? Mit Blick auf aktuelle Forschungen stellen wir zunächst deren zentrale Befunde heraus, bevor wir unser Konzept der Rechenumwelt vorstellen, mit dessen Hilfe Unterstützungsmöglichkeiten sowie Herausforderungen sichtbar werden, die sich den Menschen bieten. Dabei berufen wir uns auf die kulturhistorische Aktivitätstheorie, die es ermöglicht, Auswirkungen der Rechenumwelten zu analysieren. Dies tun wir anhand von ausgewählten Beispielen und schließen mit einem Ausblick auf Implikationen dieses Konzepts auf Weiterbildungsangebote, -politik und -forschung.
357
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Beeli-Zimmermann, Sonja

Extending belief research to adult basic education: an exploration of some adult educators’ beliefs about numeracy and its teaching

Die Belief-Forschung stellt heute einen integralen Bestandteil erziehungswissenschaftlicher Forschung dar, wobei sie sich kaum der Erwachsenenbildung annimmt. In dieser explorativen Studie werden die mathematischen Vorstellungen (beliefs) von fünf Kursleitenden beschrieben, welche in der Schweiz in der Grundbildung tätig sind und Alltagsmathematik unterrichten. Dabei wird gezeigt, dass sich die Vorstellungen dieser Gruppe deutlich von den Vorstellungen anderer Lehrpersonen in der Erwachsenenbildung unterscheiden. Auf dieser Basis wird argumentiert, dass eine systematischere Ausdehnung der Belief-Forschung auf die Erwachsenenbildung, insbesondere im Bereich Grundbildung, mit dem Einsatz von unterschiedlichen Instrumenten einen wichtigen Beitrag zu deren Weiterentwicklung beitragen könnte.
379
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Pabst, Antje; Curdt, Wiebke; Benz-Gydat, Melanie; Schreiber-Barsch, Silke; Zeuner, Christine

Numeralität als soziale Praxis – forschungstheoretische Einordnung und empirische Zugänge

Numeralität als Teil von Grundbildung wurde im deutschen Sprachraum bisher sowohl in der Wissenschafts- als auch in der Praxisdiskussion der Erwachsenenbildung nur peripher berücksichtigt. Ausgehend von diesem Befund, führt der Beitrag die einzelnen forschungstheoretischen und konzeptionellen Linien des Diskursraumes in einer Systematik zusammen. Zudem argumentiert der Beitrag für eine Erweiterung des Diskurses um den Ansatz einer subjektorientierten Grundbildung, der auf dem Konzept von Numeralität als soziale Praxis aufbaut. Erste Befunde aus zwei Forschungsprojekten zur Verschränkung von Numeralität mit Alter bzw. Behinderung können subjektive Begründungs- und Bedeutungszusammenhänge sowie die soziale Einbettung von Numeralität aufdecken.
397
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Redmer, Alina; Grotlüschen, Anke

Alltagsmathematische Praktiken im höheren Lebensalter

Durch den demografischen Wandel werden Grundkompetenzen bis ins hohe Alter gefordert, auch Kompetenzen bezüglich finanzieller Angelegen- heiten kommen hierbei in den Fokus. Die in den beiden Large-Scale-Assessments PIAAC und CiLL gemessenen Kompetenzen stellen übergreifende kognitive Fähig- keiten dar, die als Grundlage für eine erfolgreiche Teilnahme am sozialen sowie wirt- schaftlichen Leben anzusehen sind. Auf der Grundlage von Sekundäranalysen wird in diesem Beitrag aufgezeigt, dass finanzbezogene Praktiken bei Menschen im hö- heren Lebensalter bestehen bleiben, obwohl ihre numeralen Kompetenzen geringer sind als bei Jüngeren. Dabei zeigt sich ein Geschlechterunterschied im Umgang mit Finanzangelegenheiten: Männer bearbeiten Rechnungen und Bankauszüge, Frauen bewirtschaften den Haushalt.

415
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Alke, Matthias; Nuissl, Ekkehard; Siebert, Horst; Heidemann, Lena

Neue Bücher aus der Weiterbildungsforschung

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