ZfW schaut nach vorne
Auf der jüngsten Sitzung des Herausgebergremiums der Zeitschrift für Weiterbildungsforschung (ZfW) wurde der Weg für die künftige strategische Weiterentwicklung der Zeitschrift geebnet.
Die Herausgebenden der ZfW haben auf ihrem jüngsten Editorial Board Meeting am 31. August in Bonn die Weiterentwicklung des Profils der Zeitschrift für die kommenden Jahre diskutiert. Die im Jahr 2015 vom Verlag Springer Nature im Open Access Gold verlegte Zeitschrift hat in den zurückliegenden Jahren deutlich an Sichtbarkeit in der nationalen wie in der internationalen Fach-Community gewinnen können. Die Zahl der Einreichungen, der publizierten Artikel, aber auch der Downloads und Zitationen steigt kontinuierlich. Im Frühjahr 2026 hat die Zeitschrift einen aussichtsreichen Antrag auf Aufnahme in den Zitationsindex Scopus gestellt. Die Herausgebenden und der Verlag sind überzeugt davon, dass eine Aufnahme in den Index, die für Ende 2026 erwartet wird, die Sichtbarkeit und den Impact weiter erhöhen wird.
Die Herausgeberinnen und Herausgeber der ZfW (v.l.): Prof. Dr. Hannes Schröter (Wissenschaftlicher Direktor DIE), Prof. Dr. Gabriele Molzberger (Bergische Universität Wuppertal), Dr. Thomas Jung (leitender Redakteur), Alexander Hutzel (Verlag Springer Nature), Prof. Dr. Henning Pätzold (Universität Koblenz), Prof. Dr. Josef Schrader (ehem. Wissenschaftlicher Direktor des DIE/Seniorprofessor Universität Tübingen), Prof. em. Dr. Philipp Gonon (Universität Zürich, Schweiz), Prof. Dr. Katrin Kraus (Universität Zürich, Schweiz), Prof. Dr. Bernhard Schmidt-Hertha (Ludwig-Maximilians-Universität München). Es fehlen Prof. Dr. Elke Gruber (Universität Graz, Österreich) und Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Ekkehard Nuissl (ehem. Wissenschaftlicher Direktor des DIE).
Relevanz der ZfW
Doch nicht nur quantitative Aspekte sollen die Relevanz der Zeitschrift für die Community erhöhen. Auch inhaltlich haben die Herausgebenden sich neue Ziele gesteckt. So sollen in den kommenden Jahren verstärkt Anschlüsse an internationale Forschungsdiskurse zum Lernen Erwachsener hergestellt werden, um den Austausch zwischen nationalen und internationalen Communities zu intensivieren, Forschungsresultate wechselseitig bekannter zu machen und gemeinsame Publikations- oder Forschungsprojekte anzuregen. Gleichzeitig wollen die Herausgebenden die Zeitschrift «behutsam» für Forschungsergebnisse aus benachbarten Disziplinen, wie etwa der Schulpädagogik, der Psychologie, der Bildungssoziologie oder der Digitalisierungsforschung, öffnen und diese für die Erwachsenen- und Weiterbildungsforschung anschlussfähig machen. Ohne den Anspruch zu haben, mit anderen etablierten internationalen Journals, die einen hohen Journal Impact Factor haben, «konkurrieren» zu wollen, soll die Zeitschrift mit dieser Öffnung hin zu neuen Diskursfeldern, Gegenstandsbereichen und Adressaten einer der zentralen Publikationsorte für die Forschung zur Bildung und zum Lernen Erwachsener sein, soll bisherige, aber auch neue Autorinnen und Autoren, Leserinnen und Leser gewinnen und wechselseitige Anschlüsse und Austauschgelegenheiten über Disziplingrenzen genauso wie über Sprachen und Regionen hinweg herstellen.
Neue Themen, neue Perspektiven
Mit Blick auf die Themen der kommenden Jahre haben die Herausgebenden vielfältige Perspektiven diskutiert und Akzente gesetzt, die in Heftkonzepte zu Forschungsmethoden in der Erwachsenenbildung, zur Politischen Bildung, zur Wissenschaftsforschung, zum Personal in der Weiterbildung, zur Wissenschaftlichen Weiterbildung, zur Lehrkräfteweiterbildung und zum Wandel der Publikationsverhältnisse in der Disziplin eingehen werden. Die neuen Calls for Papers werden in den kommenden Monaten veröffentlicht.
Medienpartnerschaft
Um die Sichtbarkeit der Zeitschrift auszubauen und gleichzeitig die steigende Anzahl von Manuskripten qualitätsgesichert prozessieren zu können, ist es unerlässlich, die Zusammenarbeit mit einem zuverlässigen Medienpartner zu stärken und Workflows zu optimieren. So wurde die Kooperation mit dem Verlag, der mit seinem Repräsentanten Alexander Hutzel vertreten war, für die kommenden zwei Jahre bekräftigt.
Um die Akquise von Reviewern zu beschleunigen, haben Herausgebende und Redaktion ein Konzept für ein Reviewer Board entwickelt, das ab 2027 seine Arbeit aufnehmen soll. Damit soll auch die Verweildauer der Manuskripte im Reviewprozess verkürzt werden, so dass die Forschungsergebnisse schneller in den Forschungszyklus eingespeist werden können.
Willkommen und Abschied
Im Rahmen des Meetings sind zwei langjährige Mitstreiter aus dem Editorial Board verabschiedet worden. Die mit der Funktion des Wissenschaftlichen Direktors des DIE verbundene Rolle des Editor-in-Chief der Zeitschrift war bereits am 1. April 2026 von Josef Schrader (seit 2013 Mitherausgeber der ZfW) an Hannes Schröter übergegangen. Josef Schrader hat sich nun aus dem Editorial Board zurückgezogen, wird aber an vielen anderen Stellen weiterhin wissenschaftlich und publizistisch aktiv bleiben. Auch Philipp Gonon aus Zürich (seit 2011 Mitherausgeber) hat sich aus dem Editorial Board verabschiedet. In ihrer Funktion als Herausgeber der ZfW haben beide Kollegen nicht nur viele Aspekte des Herausgebens einer Fachzeitschrift – von der strategischen Ausrichtung bis zur Verantwortung für einzelne Hefte – maßgeblich beeinflusst, sondern sie waren stets auch inhaltlich präsent, wenn es um aktuelle Entwicklungen und Debatten in der Forschung, aber auch im weiten Feld des wissenschaftlichen Publizierens an einem von Verlagen dominierten Markt ging. Die Herausgebenden und das DIE danken Josef Schrader und Philipp Gonon für Ihr Engagement im Editorial Board und Ihre Expertise, mit der sie die ZfW zu dem gemacht haben, was sie ist – und was sie in den Jahren, die vor ihr liegen, werden kann.
Eine Zeitschrift für die Community
Für die Community bieten sich mit diesen Perspektiven neue Einreichungsmöglichkeiten und – mit Blick auf die erwartete Aufnahme in Scopus – eine noch größere Sichtbarkeit und Reputation. Über die stärkere internationale Vernetzung und über eine Öffnung über Disziplingrenzen hinweg wird es für Forschende zudem möglich, neue Kooperationen für Forschungs- und Publikationsaktivitäten anzubahnen. Herausgebende, Redaktion und Verlag werden alles dafür tun, dass die Zeitschrift ihren Erfolgskurs weiterverfolgt – und für die Forschenden ein relevantes Forum des Austausches bleibt.