Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Die Freiwilligensurveys des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die 1999 und 2004 durchgeführt wurden, zeigen: Freiwilliges Engagement nimmt zu, gerade auch im Bereich Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Lernmotive spielen beim Engagement eine große Rolle. Fachwissen wird als wichtig erachtet, jedoch mehr von Männern als von Frauen. Weiterbildungsmöglichkeiten werden – bei gleichbleibender Teilnahmequote – als schlechter eingeschätzt.
Die Autorin untersucht kulturbezogenes Lernen in DaF- und DaZ-Kursen und betont die Bedeutung von Sprache und Diskurs. Dabei hebt sie die Notwendigkeit eines dynamischen Verständnisses von Gesellschaft und Kultur hervor und plädiert für einen offeneren und wertschätzenden Umgang mit Mehrsprachigkeit.
In diesem Beitrag werden Begriffe und Forschungsstand zur Numeralität Erwachsener systematisierend zusammengestellt. Die Befunde und Theorien sind nach ihrem Bezug zum deutschsprachigen Diskurs der Erwachsenenbildung ausgewählt und zugleich in einen historischen Kontext, aber auch in den internationalen Diskurs eingebettet. Viele jüngere Befunde erweitern den Ansatz von Jean Lave dahingehend, dass sich Numeralität durch eine hohe Relevanz von Faustregeln und Schätzungen sowie durch weniger form…
Mit der DIY-Ratgeberliteratur scheint sich ein weites Feld der Autodidaktik zu eröffnen, doch spielen explizite Bezüge auf »Lernen« kaum eine Rolle. Vor dem Hintergrund einer komplexen Konstellation der zeittypischen Produktion von Wissen und Werten ist das Repertoire der Erwachsenenbildung dabei geeignet, die postulierte Leistung der DIY-Ratgeber kritisch in den Blick zu nehmen, aber auch Dimensionen wie Handlungsbezug, Leiblichkeit oder Emotion beim lernenden Selbst (wieder) zu entdecken.
Im Jargon der Produktgenerationen werden Merkmale »neuer« und »alter« Organisationen identifiziert. Auf diese Weise wird der Generationenwechsel in der Organisation von Weiterbildungseinrichtungen beschrieben. Er vollzieht sich auf drei Ebenen, beim Organisationsverständnis (Dienstleister statt Angebotsverwalter), bei den inneren Strukturen (interne Flexibilisierung) sowie bei einrichtungsübergreifenden Veränderungen im Zusammenhang des lebenslangen Lernens.
Freiwilliges Engagement im Bereich von Flucht und Migration stellt einen potenziellen Lernraum dar, in dem vielfältige Kompetenzen erworben werden. Der auf einer empirischen, in Österreich durchgeführten Vorstudie basierende Beitrag analysiert die politischen Lern- und Bildungsprozesse der Unterstützenden unter Berücksichtigung relevanter Einflussfaktoren auf das Engagement, wie z.?B. des politischen und medialen Diskurses über Geflüchtete. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die Bedeutung von Le…
Die veränderten Anforderungen der Betriebe an ihre Arbeitnehmer bringen neue Muster der Erwerbsverläufe mit sich. Hans Pongratz macht mit seiner These vom Arbeitskraftunternehmer deutlich, dass zunehmend Fähigkeiten wie Selbst-Kontrolle, Selbst-Ökonomisierung und Selbst-Rationalisierung gefragt sind. Damit einher gehen Fragmentarisierungs- und Biografisierungstendenzen von Erwerbsverläufen. Erwachsenenbildung muss daher Konzepte entwickeln, die dabei unterstützen, den eigenen Lebensverlauf deut…
Angesichts des demographischen Wandels werden Bildungsinvestitionen für Ältere immer wichtiger. Zugleich zielen die Reparaturanstrengungen im Bildungssystem eher auf die ganz Jungen. Wie lassen sich Bildungsinvestitionen sinnvoll zwischen jung und alt aufteilen? Am Beispiel skandinavischer Länder erläutert der Autor eine Doppelstrategie von hohen Bildungsinvestitionen in der Jugendphase und im Erwachsenenalter. Den Ländern ist es gelungen, entgegen dem Trend die Beschäftigungsquote der Erwerbsp…
Die Förderung von Ernährungs- und Bewegungskompetenzen bei Lerngruppen hat vor allem die Unterstützung eines gesundheitsfördernden und nachhaltigen Lebensstils zum Ziel. Die schulische Allgemeinbildung hat zu diesen Themen differenzierte Bildungspläne mit grundlegenden Inhalten und Kompetenzen entwickelt. Im Bereich der Erwachsenenbildung gibt es zwar eine umfassende Gesundheitsbildung, in die Aspekte der Ernährung und Bewegung gleichermaßen einfließen. Im Kontext von Alphabetisierung und Grund…
Wie kann in der Erwachsenenbildung die Unsicherheit der Zukunft und der Umgang damit fassbar und vermittelt werden? Das Konzept der Futures Literacy – übersetzbar als »Zukünftebildung« – bietet hierzu Antworten. Die Autor*innen Angelika Neudecker und Stefan Bergheim beschreiben diese in sechs Teilkompetenzen, die in jedem Menschen als Grundform der Zukünftebildung verankert sind und durch Zukünftelabore gezielt gefördert werden können.