Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
In dem Maße, in dem Sozialwissenschaften abhängig von den Begriffen sind, in denen sie formuliert werden, unterliegt auch die Erwachsenenpädagogik den Wirkungen terminologischer Entscheidungen, die so, aber auch anders getroffen werden können. Die Verwendung des Begriffs Intervention ist eine solche Entscheidung, sie steht im Mittelpunkt dieses Beitrags. Durch die Interpretation empirischer Ergebnisse aus der Forschung zu Selbstlernkompetenzen sowie durch theoretische Überlegungen im Anschluss …
Bildungsbedarfsanalysen erscheinen oft in einem Bild des" Vergleichens" von definierbaren Soll- und gemessenen Ist-Werten. Dadurch entsteht meist der Eindruck von Defiziten. Je nach Anlage einer Bedarfsanalyse wird damit in besonderer Weise die Frage nach der Verarbeitung und Verwertung des empirischen Datenmaterials gestellt, insbesondere bei der Interpretation und Deutung der erhobenen Befunde bei qualitativ angelegten Untersuchungen. Wissensbasierte Untersuchungen stützen sich auf Ereignisve…
In diesem Beitrag geht es darum, durch Bildungsmanagement das Bewusstsein im Unternehmen offensiv im Sinne einer fairen Auseinandersetzung mit den Betrachtungen des anderen zu schärfen. Um hierzu alle Organisationsmitglieder einladen und derartige Prozesse ermöglichen zu können, hat die Projektgruppe wissenschaftliche Beratung (PwB) mit mehreren Konzernen ein Personalentwicklungsseminar erarbeitet. Durch zeitgemäße und realitätsnahe Situationen werden die Grundlagen für professionelle Feedbackg…
Der Beitrag untersucht in einer Beobachtung zweiter Ordnung die spezifische Art und Weise, mit der neuere "Einführungen in die Erwachsenenbildung" ihren Gegenstand konstituieren und dabei eine je besondere Perspektivität zur Geltung bringen. Die vier untersuchten Einführungen thematisieren die Erwachsenenbildung als doppelte Suchbewegung, als professionelles Lernvermitteln, als Institutionalisierungsform des Lernens Erwachsener und als wissenschaftspropädeutischen Anwendungsfall.
In theoretischen Begründungen der Erwachsenbildung wird die Rekonstruktionsperspektive zu eng angelegt und Erwachsenenbildung voreilig von strukturell ähnlichen Interventionsformen getrennt betrachtet. Gemeinsamkeiten und Übergänge zwischen Erwachsenenbildung, Beratung und Therapie werden vernachlässigt mit negativen Folgen für die theoretische Gegenstandskonstitution der Erwachsenenbildung selbst. Kommunikationstheoretisch betrachtet konstituieren sich diese Kommunikationsformate und das mit i…
Aufgrund empirischer Ergebnisse, die derzeit auf subjektwissenschaftlicher Basis zum E-Learning vorliegen, möchte ich Fragen an medien- und erwachsenendidaktische Anordnungen aufwerfen. Zugespitzt stelle ich diese Fragen anhand der "Brennglas-These" zur Diskussion. Dabei ist zu klären, welche Charakteristika eine spezifisch mediendidaktische Diskussion rechtfertigen. Da diese spezifischen Gründe die empirisch aufgeworfenen Probleme nicht lösen, soll eine gesonderte Mediendidaktik dann zurückges…
Im Folgenden werden anhand vier zentraler Thesen des radikalen Konstruktivismus Erkenntnisgewinne wie auch Widersprüche, die sich aus dieser Perspektive für erwachsenendidaktisches Handeln zeigen, herausgearbeitet. Ein abschließendes Fazit geht der Frage nach, wie viabel der Konstruktivismus für didaktisches Handeln ist.
Der Beitrag thematisiert die Bedeutung der Kategorie Geschlecht für theoretische Grundlagen didaktischer Ansätze in der Erwachsenenbildung. Strukturelle Geschlechterverhältnisse ebenso wie soziale geschlechterbezogene Konstruktionen prägen die Erwachsenenbildungsforschung, die Institutionen, die Bildungssituationen, das Bildungsverständnis sowie die am Bildungsgeschehen beteiligten Personen und ihre LebensweIten. Diese Ausgangsbedingungen erfordern Standortbestimmungen der Erwachsenenbildung in…
Nicht selten dient der Konstruktivismus vorrangig der Legitimation von aktuellen "Lehr-Lern- Technologien". So ist die Schließung "Konstruktivismus legitimiert selbstgesteuertes Lernen und damit Lernen mit neuen Medien" in der mediendidaktischen Literatur weit verbreitet. Ob es sich hierbei um logische Schlüsse oder um "Kurzschlüsse" handelt, soll in dem vorliegenden Text betrachtet werden. Hierzu wird das Verhältnis des konstruktivistischen Prinzips der Selbstorganisation zu selbstgesteuertem …