Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Der Anlaß dieser Beiträge ist die Diskrepanz zwischen zunehmender Relevanz von Wissen in der Gesellschaft und der marginalen Rolle, die die Diskussion über Wissen als Lehrgegenstand in der Erwachsenenbildung einnimmt.
Erwachsenenpädagog/innen lassen sich in ihrer Tätigkeit von Zeitdiagnosen inspirieren. Sinnvoll ist das, weil in ihnen zentrale Fragen und Probleme unserer Gesellschaft erörtert werden. Zeitdiagnosen stellen einen besonderen Reflexionstypus zwischen Sinnstiftungsangeboten und Analyse dar; sie arbeiten mit Zuspitzungen, die selten genauerer Nachfrage standhalten. Dies ist ein Problem für Erwachsenenpädagog/innen, die sich in ihrem Blick auf Gesellschaft, Adressaten und eigene Tätigkeit von Zeit…
Kann eine vor allem auf dem Prinzip der Selbststeuerung basierende Strategie des Lernens bei sogenannten Problemgruppen überhaupt greifen? Ungleichverteilung der Kompetenzen fordert Politik und Erwachsenenbildung heraus, nach Möglichkeiten einer Gegensteuerung zu suchen. Rainer Brödel plädiert für eine unterstützende Lernberatung, die informelle und formelle Lernformen zusammenführt, Kompetenzen aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen und Lebensphasen bündelt und zu zukünftiger Handlungsfähig…
Ist das »postfaktische Zeitalter« – so die Lehnübersetzung der Post-Truth Era – angebrochen? Und was bedeutet das für die Erwachsenenbildung? Diesen Fragen geht der Autor nach, indem er die Genese dieser Gegenwartsdeutung nachzeichnet und als Konsequenz nicht nur für die Erwachsenenbildung fordert, sich wieder mehr auf die Sichtweisen anderer einzulassen und Widersprüche aushalten zu können.
In diesem Beitrag werden aktuelle Entwicklungen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung (EB/WB) daraufhin befragt, inwiefern sie als Antworten auf einen gesellschaftlichen Wandel des Umgangs mit Wissen und Nicht-Wissen gedeutet werden können. Vor dem Hintergrund des Diskurses zur Wissensgesellschaft und empirischer Befunde zur Veralltäglichung der Wissensvermittlung werden Beispiele für eine Differenzierung, eine Forcierung und eine Entgrenzung der Aneignungsorientierung aufgezeigt. Während sic…
In Erweiterung eines am „ökonomischen Paradigma“ orientierten Verständnisses von Wissensgesellschaften wird auf die Pluralität von Wissensformen verwiesen. Innerhalb dieser Wissensformen werden Merkmale der Wissensform des wissenschaftlichen Wissens aufgezeigt. Für die Vermittlung wissenschaftlichen Wissens stellt sich die Frage nach den Eigenschaften der Lehr- und Lernmethoden. Ihnen kann die Funktion zugewiesen werden, die spezifische Struktur des wissenschaftlichen Wissens in den mentalen St…
In aktuellen Diskussionen um Wissen, um dessen Genese und Bedeutung werden kulturtheoretische Aspekte ebenso wie Fragen des Zugangs zum Wissen oder einer Technokratisierung der Gesellschaft verhandelt. Die Erwachsenenbildung beteiligt sich an diesem Diskurs und bringt dabei ihr klassisches Verständnis von Wissen ein, das sie als Grundkategorie von Bildung und Lernen versteht. Dieses Heft untersucht Wissen im Spannungsfeld von Potenzial und Macht und diskutiert Fragen des Nutzens, der Instrument…