Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Der Begriff des Erwachsenen ist in den letzten Jahren einigen Auflösungserscheinungen ausgesetzt, die der Autor zum Anlass nimmt, den disziplinären Blick der Erwachsenenbildung auf den Erwachsenen kritisch zu befragen. Danach hat sie zu sehr an Autonomiekonzepten festgehalten, die äußeren Merkmalen des Erwachsenseins folgen. Die wissenschaftlich-erwachsenenpädagogische Diskussion hat sich von Zielen der seelischen Reifung des Menschen abgekoppelt. In einer psychologisch geweiteten und vertiefte…
Kulturmuster prägen die Architektur, in der wir leben und lernen. Die Ausführungen von Urs Maurer helfen dabei, diese nur unbewusst wahrgenommen Muster als eine Architektursprache zu entdecken und auf den Bildungsbau anzuwenden. Grundlegend ist hierbei die Idee, dass die architektonische Sprache durch Polaritäten gekennzeichnet ist, wobei insbesondere der von Ernst Bloch geprägte Antagonismus zwischen »Todeskristall« und »Lebensbaum« herangezogen wird.
Der Beitrag liefert eine bildungstheoretische Reflexion des Lehr/-Lernraums in Bildungshäusern. Dabei wird Erwachsenenbildung als »lebensweltlicher Erkenntnisprozess« definiert, der besondere Anforderungen an die Architektur stellt. Joachim Ludwig macht in diesem Zusammenhang insbesondere darauf aufmerksam, dass Architektur stets mehr als ein Arrangement von Baumaterialien ist. Raumstrukturen enthalten vielmehr »Sinnangebote«, welche einen großen Einfluss auf die »Lebenshaltung« von Lernenden w…
Der Autor liefert Good-Practice-Beispiele und definiert Kernaufgaben und -prozesse der modernen Bibliothek, die als zentraler Lernort für Erwachsene begriffen wird. Anhand der Kriterien »Mangel–Überangebot«, »Konsum–Kokreation« und »Produkt–Prozess« werden die für Bibliotheken und Erwachsenenbildung relevanten gesellschaftlichen Herausforderungen beschrieben. Hierdurch wird deutlich, dass sich Bibliotheken und Erwachsenenbildung in einem Umbruch befinden, für den geeignete architektonische Lösu…
Diese fragende Annahme verspricht auf den ersten Blick wenig Plausibilität, erscheint eher absurd. Gerade die regelmäßigen Bekundungen über die Moderne als „wissensbasierte“ Gesellschaft einerseits und die konsensuale Aufnahme des Appells zum „lebenslangen Lernen“ in der Bevölkerung andererseits assoziieren ja eher das Gegenteil von einem Bild, in dem gewissermaßen das Pädagogische der Weiterbildung abhanden gekommen ist. In diesem Beitrag werden die Thesen aufgestellt, dass Lerner/innen immer…
Es ist modern geworden, von multiplen Literalitäten zu sprechen. Daher greifen wir hier die Begriffshistorie auf und versuchen, zu einer Präzisierung beizutragen. Die Fragen, wie Schrift und Denken einerseits und Schrift und Gesellschaft andererseits zusammenhängen, sind strittig, deshalb zeichnen wir die Diskussion nach und stellen eine weitere Position zur Debatte, nämlich die Idee einer „legitimen Literalität“.
Die Bedeutung von Alphabetisierung und Grundbildung in nationalen wie internationalen Bildungsdebatten ist unbestritten. Die in Deutschland angelaufenen Projekte werden im Jahr 2009 erste Arbeitsergebnisse vorstellen können. Die Beiträge dieses Heftes werden vornehmlich einen Beitrag zur Theorieentwicklung leisten und damit Grundlagen für die weitere Forschung auf diesem Gebiet schaffen.
In der erwachsenenpädagogischen Praxis wird das Spiel als Formgebungsprozess mit langer Tradition sehr geschätzt. Spielen eröffnet einen »Möglichkeitsraum« (Jakob L. Moreno), um die eigenen Fähigkeiten in einem ganzheitlichen Spektrum zu erfahren und zu entwickeln. Lernspiele, Planspiele, Rollenspiele, Spielen in Theaterformen, Warm-Up- und andere Spiele mehr sprechen eine deutliche Pro-Spiel-Sprache aus der Praxis der Erwachsenenbildung. Ganz anders stellt sich dies in der Theoriebildung bzw. …