Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Der Beitrag beleuchtet das Thema Qualität in der Weiterbildung aus der Perspektive von Bourdieus Theorie des Habitus und dem darauf aufbauenden Konzept sozialer Milieus. Dabei wird das Augenmerk auf einige, in der Diskussion vernachlässigte Aspekte geworfen, die für eine von den sozialen Akteuren ausgehende " Theorie der Praxis" aber von besonderem Interesse sind: auf die Lernenden, die praktischen Prozesse auf der organisationalen Ebene und die Frage des inhaltlichen Bezugs von Qualität. Zunäc…
Kulturgeschichtlich geht die Andragogik der Pädagogik voraus. Aufgabe der Andragogik ist die soziale Distribution kultureller Innovationen, deren Weitergabe an den Nachwuchs ist die Aufgabe der Pädagogik. Andragogik und Pädagogik vollziehen sich über Jahrtausende im Modus des informellen Lernens. Mit der Herausbildung der Schriftkultur entsteht das formelle Lernen, das sich in Schulformen für den gesellschaftlichen Nachwuchs institutionalisiert. Mit Renaissance und Reformation, mit agrarischer …
Mit zunehmender Individualisierung von Bildungsverläufen wächst der Bedarf an Unterstützung bei der Suche nach maßgeschneiderten Bildungsangeboten. Die Beratung von Individuen und Organisationen gewinnt in diesem Kontext an Bedeutung. Das Heft nimmt sowohl theoretische Zugänge als auch bildungspolitische Entwicklungen in den Blick und widmet sich aktuellen Herausforderungen in unterschiedlichen Handlungsfeldern: der Qualifizierung von Berufsberater/inne/n, der Erforschung von Beratungsprozesse…
Der Beitrag lotet den Zusammenhang von Risikogesellschaft, reflexiver Moderne und individuellem Lernen aus. Mit Beck, Giddens und Lash werden zunächst gesellschaftliche Bedingungen ausgeleuchtet, die dem Menschen abverlangen, (mit Mitscherlich und Marotzki) Unbestimmtheiten auszuhalten und kritische Ich-Stärke zu gewinnen. Schließlich lenkt die Autorin den Blick auf die Realität zeitgenössischer Umgangsweisen mit Anforderungen. Hierzu greift sie auf Erkenntnisse aus narrativen Interviews zurück…
In einem bildungstheoretischen Bezugsrahmen wird vor dem Hintergrund eines von der DFG geförderten Forschungsprojektes das Lebenslange Lernen als Modus der Subjektbildung analysiert. Dabei wird der Zeitdimension von Bildung theoretisch, methodologisch und methodisch durch die Auswertung von qualitativen Interviews, die nach mehr als 25 Jahren mit denselben Personen noch einmal geführt wurden, besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Orientierung folgt einem lernbezogenen, aber nicht lernzentrier…
Aus einer konstruktivistischen Perspektive wird untersucht, wie wir über Lernen reden und welche Plausibilität ein solcher Diskurs erreichen kann.
Petra Grell und Peter Faulstich werfen ein Schlaglicht auf das Phänomen „Lernwiderstand“. Der Beschreibung von Erscheinungsformen von Lernwiderständen folgen grundsätzliche Überlegungen zu Lerntheorien und die Unterscheidung von expansivem und defensivem Lernen. Die zentralen Perspektiven zur Analyse von Lernwiderständen liegen in den Fragen nach den Gründen für das Lernen, nach Hemmnissen (milieuspezifisch) und Schranken (Institutionen). Diese Fragen bilden gleichzeitig eine Systematik zur the…
Etwas mehr als zehn Jahre nach der Einführung des WorldWideWeb (WWW) hat das Internet einen hohen Verbreitungsgrad in westlichen Industriegesellschaften erreicht. Inzwischen gibt es kaum noch einen gesellschaftlichen Bereich, der von der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie und der wachsenden Bedeutung des Internets nicht betroffen ist. Insbesondere im Bildungs- und Weiterbildungsbereich sind die Veränderungen in der heutigen (Wissens-)Gesellschaft unübersehbar. …
Hinter jedem geschlechtsneutral behandelten Phänomen verbergen sich potentiell Akte sozialer Benachteiligung. Diese Erkenntnis der Geschlechterforschung greift mit Zeitverzögerung auch auf die Erwachsenenbildung über. Die Kategorie des Geschlechts gewinnt an didaktischer Brisanz. Was bisher fehlt, ist eine geschlechtsbewusste Selbstreflexion innerhalb des pädagogischen Feldes. Der Band dokumentiert eine Tagung, die Gelegenheit bot, sich mit geschlechtsbezogenen Konstruktions-Prozessen von Bild…