Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Betriebliche Weiterbildung ist mit direkten und indirekten Kosten verbunden, die auf unterschiedliche Art und Weise auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt werden können. Der Beitrag gibt einen Überblick über einzelne Finanzierungsmodelle im Bereich der betrieblichen Weiterbildung, indem empirische Ergebnisse verschiedener Betriebs- bzw. Unternehmensbefragungen vorgestellt werden. Dabei wird nicht nur auf das Angebot und die Teilnahme an betrieblicher Weiterbildung eingegangen, sondern es w…
Gender Mainstreaming ist eine zentrale, europaweite politische Handlungsmaxime. In der Wrwachsenenbildung ist davon indes noch nicht viel zu spüren. Wo es eine gendersensible Erwachsenenbildung gibt, orientiert sie sich bis heute stark am Differenzansatz. Im Blick auf Teilnahmequoten an allgemeiner und beruflicher Erwachsenenbildung und einer innerhalb der Segmente nochmals gegenderten Interessensaufteilung spricht der Autor von einer »doppelt geteilten Struktur«. Für die Zukunft fordert er ver…
Einen funktionalen Bildungsbegriff hat schon Max Scheler entwickelt. Bei Scheler steht Bildung dem Nutzeninteresse nicht entgegen, sondern ermöglicht dem instrumentellen Interesse, einen Nutzen überhaupt zu erreichen. Unter den Vorzeichen der postmodernen Medien- und Massengesellschaft ist das Verhältnis von Bildung und Nutzen umzuformulieren. Unter Rückgriff auf Lyotard entwickelt der Autor die Idee von Bildung als einer regulativen Idee. Dieses Konzept erwartet von den Individuen nicht mehr d…
Es ist davon auszugehen, dass sich Teilnahmequoten, Teilnahmeinteressen und -motive nicht nur hinsichtlich zentraler soziodemographischer Merkmale, sondern auch im Hinblick auf die jeweilige Milieuzugehörigkeit stark unterscheiden. Theoretisch schließen Milieustudien einerseits an traditionelle Leitstudien in der Erwachsenenbildung (vgl. Strzelewicz u.a. 1966), anderseits an differenzierende Analysen der modernen Sozialstrukturforschung an (vgl. Müller 1992; Bourdieu 1982; Hradil 2001). In dies…
Bildungsberichte sind ein zentrales Element der Neuen Steuerung im Bildungswesen: Sie sollen Daten liefern, um die Politik bei der evidenzbasierten Steuerung zu unterstützen. Dafür werden Indikatoren zum Kontext, zum Input, zu den Prozessen und zur Wirkung von Bildungsanstrengungen entwickelt und über Kennzahlen operationalisiert. Der vorliegende Beitrag untersucht die Berichtsteile zur Weiterbildung in verschiedenen Berichtssystemen daraufhin, wie diese Dimensionen von Weiterbildung bislang ab…
Die von der OECD aufgezeigten PISA-Ergebnisse für den Schulbereich haben auch Konsequenzen für die Weiterbildung. Für die Entwicklung der Weiterbildung selbst, aber auch für ein ganzheitliches Konzept des lebenslangen Lernens wird es wichtig sein, auf spezifische internationale Vergleichsergebnisse zurückgreifen zu können. Der Beitrag beschreibt bildungspolitische Maßnahmen, die in Folge der PISA-Ergebnisse initiiert wurden und skizziert Entwicklungen und Perspektiven für ein PISA für Erwachsen…
Die große Nachfrage nach Bewegungsangeboten ist Ausdruck einer neuen Bewegungskultur. Inhaltlich geht es in den ganzheitlich orientierten vhs-Bewegungskonzepten schwerpunktmäßig um Koordination, Kraft, Ausdauer, Dehnung und um den Einstieg für Bewegungsungeübte. Volkshochschulen arbeiten mit anderen Akteuren der Gesundheitsbildung und – förderung zusammen, z.B. mit Krankenkassen. Zwischen „Gesundheitssport“ und Gesundheitsbildung gibt es inhaltliche Annäherungen. Daraus könnten Netzwerke entst…
Zur Erklärung des Weiterbildungsverhaltens Einzelner werden häufig soziodemografische, betriebs- und beschäftigungsbezogene Daten herangezogen. Obwohl Weiterbildungsbedarfe häufig unmittelbar im Arbeitskontext entstehen, konnten – nicht zuletzt aufgrund der vorhandenen Datenlage – tätigkeits- und arbeitsplatzbezogene Merkmale seltener berücksichtigt werden. Auf der Grundlage einer repräsentativen Befragung von rund 20.000 Erwerbstätigen im Jahr 2006 ist dies jedoch möglich. Die nachfolgenden mu…
Bildungsbedarfsanalysen erscheinen oft in einem Bild des" Vergleichens" von definierbaren Soll- und gemessenen Ist-Werten. Dadurch entsteht meist der Eindruck von Defiziten. Je nach Anlage einer Bedarfsanalyse wird damit in besonderer Weise die Frage nach der Verarbeitung und Verwertung des empirischen Datenmaterials gestellt, insbesondere bei der Interpretation und Deutung der erhobenen Befunde bei qualitativ angelegten Untersuchungen. Wissensbasierte Untersuchungen stützen sich auf Ereignisve…
»Prekäre Arbeit«, »Entlohnung an der Armutsgrenze« und »Forderung nach Mindestlohn« sind Stichworte, die die Situation des Weiterbildungspersonals und die Debatten darüber widerspiegeln. Im Rahmen des Beitrages wird die Lohngerechtigkeit in der Weiterbildung diskutiert, wobei auf das Konzept der »relativen Lohngerechtigkeit« aus der Betriebswirtschaftslehre zurückgegriffen wird, da es vielfältige Bezugspunkte zu der aktuellen Debatte im Bereich der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung aufweist. Al…