Publikation
DIE Aktuell
DIE Aktuell
Abstract
In kompakter und allgemeinverständlicher Form präsentieren diese Online-Texte aktuelle Forschungsergebnisse oder Kommentierungen zu aktuellen Fragestellungen aus der Weiterbildung.
Inhalt
PD Dr. phil. Marion Fleige; Dr. Bettina Thöne-Geyer; PD Dr. Monika Kil; u. a.
Der vielfältige und weite Nutzen von allgemeiner Erwachsenenbildung
Ergebnisse der europäischen Studie “Benefits of Lifelong Learning“
Der vielfältige und weite Nutzen von allgemeiner Erwachsenenbildung
Ergebnisse der europäischen Studie “Benefits of Lifelong Learning“
Die Studie „Benefits of Lifelong Learning“ (BeLL) wurde zwischen 2011 und 2014 in zehn Europäischen Ländern durchgeführt und am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) koordiniert. Sie wurde von der EU-Kommission im Lifelong-Learning-Programm („Studies and Comparative Research, KA1“) gefördert. Im Mai 2014 lagen die Ergebnisse vor. Sie zeigen: Allgemeine Erwachsenenbildung hat einen vielfältigen individuellen und sozialen Nutzen. Die Ergebnisse, die aus schriftlichen und persönlichen Befragungen der Teilnehmenden resultieren, unterstreichen die Bedeutung des Lebenslangen Lernens. Bestandteil des dazugehörigen Forschungsberichts sind auch Empfehlungen für die politische und zivilgesellschaftliche Förderung dieses Bildungsbereiches
PD Dr. phil. Marion Fleige; Dr. Bettina Thöne-Geyer; PD Dr. Monika Kil; u. a.
PD Dr. phil. Marion Fleige; Dr. Veronika Zimmer; Sabrina Thom
Zugang von Menschen mit Migrationshintergrund zu Weiterbildungsangeboten
Zugang von Menschen mit Migrationshintergrund zu Weiterbildungsangeboten
„Interkulturelle Öffnung“ zielt darauf ab, die Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund am Weiterbildungsangebot zu erhöhen. Eine exemplarische regionale Studie des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) im Auftrag der Kommunen Bremen und Bremerhaven liefert Einsichten über Beteiligung, Angebote und die Ansprache von Menschen mit Migrationshintergrund sowie über die Planung von Angeboten in den Weiterbildungseinrichtungen. Im Folgenden werden die Ergebnisse der Studie unter dem Aspekt des Zugangs von Menschen mit Migrationshintergrund zu Weiterbildung und im Hinblick auf Übergänge von Zielgruppenangeboten in das sogenannte „Regelangebot“ der Weiterbildungseinrichtungen vorgestellt. Zudem wird veranschaulicht, welche konzeptionellen Strategien der Programmplanung und Angebotsentwicklung für Menschen mit Migrationshintergrund in den Einrichtungen verfolgt und welche Strategien der Ansprache gewählt werden.
PD Dr. phil. Marion Fleige; Dr. Veronika Zimmer; Sabrina Thom
Roman Jaich
Finanzierung der gesetzlich geregelten Erwachsenenbildung durch die Bundesländer
Finanzierung der gesetzlich geregelten Erwachsenenbildung durch die Bundesländer
Die allgemeine Erwachsenbildung fristet im Segment der Weiterbildung ein Schattendasein. Während die betriebliche Weiterbildung, die Weiterbildung von Erwerbslosen oder die Aufstiegsfortbildung im Rahmen der Diskussion über die Förderung des Lebenslangen Lernens sowie über den demografischen Wandel und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel an Aufmerksamkeit gewonnen haben, spielt die allgemeine Erwachsenbildung, deren Förderung im Wesentlichen durch die Länder und Kommunen erfolgt, in diesen Diskussionen nur eine untergeordnete Rolle.
Aus diesem Grund hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Max-Träger-Stiftung beauftragt, ein Gutachten zu vergeben, in dem eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Finanzierung der allgemeinen Erwachsenenbildung durch die Bundesländer vorgenommen wird. Die erhobenen Zahlen werden ins Verhältnis zu den Bildungsausgaben der Länder und der erwachsenen Bevölkerung gesetzt. Als „Messlatte“ diente die Forderung der GEW nach einem Prozent der Bildungsetats für die allgemeine Erwachsenenbildung.
Peter Stoppacher
Selbstorganisationen und migrantische Communities als Brücke zur Erwachsenenbildung
Selbstorganisationen und migrantische Communities als Brücke zur Erwachsenenbildung
Eine zentrale Frage des Projekts I-Connect – lebensweltorientierte Einrichtungen als Brücke zwischen MigrantInnen und Erwachsenenbildung betraf die Zugänge zur Erwachsenenbildung für Menschen mit Migrationshintergrund. Insbesondere wurden in diesem Zusammenhang die Tätigkeiten von migrantischen Vereinen und Selbstorganisationen sowie ihre mögliche Rolle als Brücke zur Erwachsenenbildung analysiert – dies vor allem mit Blick auf bildungsfernere Gruppen unter den zugewanderten Menschen. Im Folgenden wird auf diese Themen näher eingegangen, abschließend werden einige mögliche Handlungsoptionen zusammengefasst.
Magdalena Skorupa
Ältere im Rampenlicht. Lebenslanges Lernen auf der Bühne
Zusammenfassung der Bestandsaufnahme zum Seniorentheater in Nordrhein-Westfalen
Ältere im Rampenlicht. Lebenslanges Lernen auf der Bühne
Zusammenfassung der Bestandsaufnahme zum Seniorentheater in Nordrhein-Westfalen
In Nordrhein-Westfalen gibt es eine Vielzahl von spielbegeisterten Seniorentheatergruppen, die eine große Bandbreite ambitionierter Amateurtheaterarbeit zeigen. Allerdings findet die Seniorentheaterszene – anders als das Kinder- und Jugendtheater – im öffentlichen Bewusstsein bisher nur wenig Beachtung und Anerkennung. Und dies, obwohl ältere Menschen aktuell Gegenstand gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Diskurse sind, wenn es beispielsweise um Renten- und Gesundheitsdebatten geht. Vor diesem Hintergrund wurde von kubia – dem Kompetenzzentrum für Bildung und Kultur im Alter im Institut für Kultur und Bildung e.V. im Frühjahr 2014 eine Bestandsaufnahme der Seniorentheater in Nordrhein-Westfalen konzipiert und durchgeführt.
Falko von Ameln
Heimvolkshochschulen in Niedersachsen
Befunde zu Profil und Bildungsverständnis
Heimvolkshochschulen in Niedersachsen
Befunde zu Profil und Bildungsverständnis
Die Heimvolkshochschulen (HVHS) sind vor allem in Niedersachsen eine wichtige Säule der Erwachsenenbildung. Dennoch wird ihnen seitens der Bildungsforschung und -politik nicht immer die dementsprechende Aufmerksamkeit zuteil, befand der Niedersächsische Landesverband der HVHS. Aus diesem Grund gab er eine Studie zu Profil, Bildungsverständnis und Entwicklungsperspektiven der HVHS bei der ArtSet® Forschung Bildung Beratung GmbH in Auftrag. Die Ergebnisse der Studie liegen nunmehr vor und werden hier zusammenfassend dargestellt.
Dr. Veronika Zimmer
Nutzenorientierte Zweitsprachförderung am Arbeitsplatz – möglich und gewünscht?
Nutzenorientierte Zweitsprachförderung am Arbeitsplatz – möglich und gewünscht?
Zweitsprachförderung am Arbeitsplatz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund wird von den Unternehmen gleichermaßen gefordert und gefördert. Jedoch benötigen die Arbeitgeber Kurse, die arbeitsplatzbezogen, flexibel und individuell sind. Diese Anforderungen stellen die Planenden in den Weiterbildungseinrichtungen vor große Herausforderungen. Das zeigen die Ergebnisse der Projekte „Deutsch am Arbeitsplatz 1 und 2“ (DaA) sowie „Arbeitsplatz als Sprachlernort“ (ASL). Die Projekte unterstreichen die Notwendigkeit der arbeitsplatzorientierten Zweitsprachförderung für Menschen mit Migrationshintergrund. Zudem versuchen sie, Antworten auf die folgende Frage zu geben: Wie können die Planenden in den Weiterbildungseinrichtungen Angebote der arbeitsplatzorientierten Zweitsprachförderung gestalten, um den Bedarfen der Betriebe, der Lernenden und der Weiterbildungseinrichtungen Rechnung zu tragen? Hierzu werden zentrale Projektergebnisse vorgestellt.
Christoph Kaletka; Bastian Pelka; Gerhard Seiler; Nenja Wolbers
„Moderator/in digitale Inklusion“
Neues Lernangebot schließt Lücke in der beruflichen Weiterbildung
„Moderator/in digitale Inklusion“
Neues Lernangebot schließt Lücke in der beruflichen Weiterbildung
In vielen europäischen Regionen haben sich Interneterfahrungsorte zu wichtigen Promotoren von Erwachsenenbildung und digitaler Inklusion entwickelt. Eine zentrale Herausforderung für solche Interneterfahrungsorte liegt in der Qualifizierung ihres Personals, der Moderatorinnen und Moderatoren für digitale Inklusion. Diese Gruppe zumeist zwar hoch motivierter, oft ehrenamtlich tätiger Menschen zu qualifizieren, ist kompliziert – teils aufgrund unterschiedlicher Vorqualifikationen, teils aufgrund unterschiedlicher Lernangebote der Interneterfahrungsorte. Ein im Rahmen des europäischen Projekts „Trans e-facilitator“ erarbeiteter Lehrplan soll Abhilfe schaffen.
Christoph Kaletka; Bastian Pelka; Gerhard Seiler; Nenja Wolbers
Melanie Franz
Auftreten, Bearbeitung und Bedeutung von Widerstand in Kooperationen der Weiterbildung
Auftreten, Bearbeitung und Bedeutung von Widerstand in Kooperationen der Weiterbildung
Kooperationen verschiedener Organisationen haben im Kontext des Lebenslangen Lernens in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Trotz zahlreicher Erkenntnisse über den Nutzen kooperativer Bildungsarrangements ist bekannt, dass diese nicht immer konfliktfrei funktionieren und von Widerständen der beteiligten Akteure begleitet werden. Doch wie genau entstehen Wider-stände in interorganisationalen Kooperationen? Wie werden sie von den beteiligten Akteuren thematisiert und bearbeitet? Und welche Bedeutung kann Widerstand für Kooperationen erhalten? Diese Fragen waren Gegenstand der kürzlich erschienenen Studie „Widerstand in kooperativen Bildungsarrangements“. In diesem DIE aktuell werden ausgewählte Ergebnisse der Studie vorgestellt.
Dr. Elisabeth Reichart
Weiterbildungsbeteiligung auf Rekordniveau. Der AES 2012 Trendbericht
Weiterbildungsbeteiligung auf Rekordniveau. Der AES 2012 Trendbericht
Der eben veröffentlichte Trendbericht zum deutschen Adult Education Survey (AES) hat eine zentrale Botschaft: Die Weiterbildungsbeteiligung ist mit 49 Prozent so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Berichterstattung im Jahr 1979. Die erhobenen Zahlen zeigen, dass dieses Rekordniveau vor allem auf den Anstieg der betrieblichen Weiterbildung zurückzuführen ist. Doch wie entwickelte sich die Weiterbildungsbeteiligung außerhalb des betrieblichen Segments? Anhand der Bereiche „Geringqualifizierte“, „Gender“, „Migrationshintergrund“ und „Alter“ stellt die Autorin ausgewählte Entwicklungen der sogenannten „nicht-berufsbezogenen Weiterbildung“ vor.
Rainer H. Lehmann; Bernhard von Rosenbladt
Begrenzte Lernerfolge in Alphabetisierungskursen
Befunde aus der Forschung – Konsequenzen für die Praxis
Begrenzte Lernerfolge in Alphabetisierungskursen
Befunde aus der Forschung – Konsequenzen für die Praxis
Vor dem Hintergrund einer alarmierend hohen Zahl funktionaler Analphabeten stellt sich die Frage nach wirkungsvollen Maßnahmen für die Verbesserung basaler Lese- und Schreibkompetenzen in Deutschland. Die Studie „Alphapanel“ hat hierzu eine repräsentative Stichprobe von Teilnehmenden an Alphabetisierungskursen befragt und Tests zur Lese- und Schreibkompetenz durchgeführt. DIE aktuell stellt die zentralen Ergebnisse einem breiteren Fachpublikum vor.
Bernd Käpplinger
Weiterbildungsgutscheine wirken – jedoch anders als erwartet
Weiterbildungsgutscheine wirken – jedoch anders als erwartet
Gutscheine als Instrument der Nachfrageförderung haben in der Weiterbildung seit rund einer Dekade deutlich an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig sind sie umstritten. Was sind empirisch zu beobachtende Effekte von Weiterbildungsgutscheinen? Sind Gutscheine, wie im aktuellen Koalitionsvertrag in Bezug auf die Bildungsprämie formuliert, „erfolgreiche“ Anreize zur Stimulierung der Weiterbildungsteilnahme und auf welcher Basis kann man das einschätzen? Unter anderem mit diesen Fragen hat sich die kürzlich erschienene Studie „Weiterbildungsgutscheine – Wirkungen eines Finanzierungsmodells in vier europäischen Ländern“ (Käpplinger/Klein/Haberzeth 2013) aus dem Projekt „Effekte“ befasst. Sie wird hier entlang einiger Kernergebnisse vorgestellt.
Dr. Peter Brandt; Barbara Veltjens
Weiterbildungsqualität international: die neue Norm ISO 29990
Weiterbildungsqualität international: die neue Norm ISO 29990
Es ist wieder Bewegung in der Qualitätsdebatte der Weiterbildung. Seit der Implementierung verschiedener branchenbezogener, regionaler und nationaler Modelle in der ersten Hälfte der „Nullerjahre“ hat sich erstmals wieder eine wichtige Entwicklung vollzogen – international. Am 1. September 2010 ist die Norm ISO 29.990 veröffentlicht worden, im Dezember wurde sie auch als DIN-Norm publiziert. Sie erhebt den Anspruch, national wie international zum Referenzrahmen für Bildungsdienstleistung zu werden. Implizit ist damit für den hiesigen Markt auch der Anspruch verbunden, der Vielfältigkeit der Modelle und Qualitätssysteme ein über die einzelnen Branchen hinweg einzusetzendes Modell gegenüberzustellen. DIE aktuell informiert über die Hintergründe, Konzept und Perspektiven der Norm.
Meike Weiland
Wie verbreitet sind Qualitätsmanagement und formale Anerkennungen bei Weiterbildungsanbietern?
Wie verbreitet sind Qualitätsmanagement und formale Anerkennungen bei Weiterbildungsanbietern?
Für Weiterbildungseinrichtungen sind Qualitätsmanagementsysteme inzwischen nahezu selbstverständlich. Öffentlichkeitswirksam dokumentieren sie die „gute“ Qualität des Lehrangebots. Zudem sind Qualitätsmanagementsysteme oft die Voraussetzung für eine formale Anerkennung der Einrichtung, die die Marktchancen weiter erhöht. DIE aktuell präsentiert erstmals kompakt die neuesten Ergebnisse des wbmonitor 2010, der repräsentative Daten zu den Themen Qualitätsmanagement und formale Anerkennung erhoben hat. Abschließend wird ein Blick auf das aktuelle Geschäftsklima geworfen.
Dr. Thomas Vollmer; Frauke Bilger
Zur Situation der Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland. Im Gespräch über die Daten des deutschen Adult Education Survey (AES) 2010
Zur Situation der Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland. Im Gespräch über die Daten des deutschen Adult Education Survey (AES) 2010
Seit Mitte Oktober 2010 liegen die Daten des deutschen Adult Education Survey (AES) vor. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt liefert Daten zur „Weiterbildungsbeteiligung 2010“ in Deutschland und im Trend seit 2007 bzw. 1979. Anlässlich der Veröffentlichung des Schlussberichts traf sich DIE aktuell-Redakteur Thomas Vollmer mit Frauke Bilger, Projektleiterin bei TNS-Infratest, zum Interview. Sie diskutierten die wichtigsten Ergebnisse.
Der Schlussbericht ist zu finden unter:
Frauke Bilger, Bernhard von Rosenbladt (Hg.): Weiterbildungsbeteiligung 2010. Trends und Analysen auf Basis des deutschen AES (DIE spezial). Bielefeld 2011: W. Bertelsmann Verlag, 286 Seiten, 49,90€ , ISBN: 978-3-7639-4906-9