Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Grundlage des Buches ist eine Bestandsaufnahme der professionstheoretischen Diskussion der letzten 35 Jahre, fokussiert auf die Begriffe 'Profession', 'Professionalisierung' und 'Professionalität'. Es werden Ansätze und Schulen integriert, die weder in der deutschen Soziologie noch in den deutschen Erziehungswissenschaften bisher angemessen gewürdigt wurden. Neben der Theorie liefert der Band aber auch eine realistische Einschätzung der Verberuflichungschancen und deckt Begrenzungen der Profess…
Grundlegend für die Argumentation ist ein Begriffsverständnis, das unter Werten »große Prinzipien« versteht. Die Arbeit von Bildungseinrichtungen beruht auf Werten in diesem Sinne, kann sie aber nicht selbst garantieren. Deshalb kommt es darauf an, Werte sowohl im internen Diskurs der Weiterbildung bewusst zu machen, als auch sie in Bildungsveranstaltungen ausdrücklich zu thematisieren. Diese beiden Strategien werden für sinnvoller gehalten als das Herausarbeiten einer berufsspezifischen »Ethik…
Jyri Manninen stellt empirische Daten zu »wider benefits of lifelong learning« vor, die er in Einrichtungen der freien Erwachsenenbildung (Zentren für Erwachsenenbildung, Volkshochschulen, Sommerkurse an Universitäten, Studien- und Sportzentren) in Finnland 2007 erhob. Zur Darstellung der Ergebnisse wurde ein »Modellkonzept zu den wider benefits of learning« entwickelt, welches eine fünffache Feineinteilung des Begriffs »benefits« vorsieht: 1. »Den Lernprozess betreffende Benefits«, 2. »Direkte…
In der gegenwärtigen bildungspolitischen wie wissenschaftlichen Argumentation zur Frage von Inklusion/Exklusion ist eine zirkuläre Begründungslogik aus den Segmenten Demokratie – soziale Inklusion – Bildung zu beobachten. Der Beitrag untersucht die Wechselwirkungen der Segmente und im Besonderen die ambivalente Position der Erwachsenenbildung in diesem Spannungsfeld. Davon ausgehend sind anhand der Thesen eines französischen Vertreters der politischen Philosophie, Jacques Rancière, die zugrunde…
Der Beitrag stellt zwei Festschriften zu Jubiläen von Erwachsenenbildungs-Einrichtungen vor und identifiziert in ihnen einen verharmlosenden Umgang mit problematischen Anteilen der Geschichte. Die Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Heimvolkshochschule Tingleff verharmlost die Rolle ihrer Leiterin während des NS-Regimes. Eine im Rahmen des 800-jährigen Stadtjubiläums erschienene Festschrift zur Geschichte der Volkshochschule Dresden grenzt die problematischen Vergangenheiten der NS-Zeit u…
Die Beteiligung Erwachsener am Lebenslangen Lernen entspricht bei Weitem nicht den Erwartungen, die mit dem Programm verbunden sind. Gründe dafür sind vielfältig und unterschiedlich. Unsere These ist, dass sich Erwachsene in ihren Lernaktivitäten an Lebensphasen orientieren. Die Beteiligung an institutionalisierten Lernarrangements von Weiterbildung ist demnach weniger eine Sache der Akzeptanz Lebenslangen Lernens, sondern vielmehr eine, die in Bezug auf soziokulturelle Erwartungsmuster lebensp…
Die Gestaltung von Angeboten stellt die zentrale Aufgabe der Programmplanenden in der Erwachsenenbildung dar. Im Bereich Finanzielle Grundbildung gibt es bisher kaum Angebote und didaktische Grundlagen. Daher wird gefordert, Kompetenzanforderungen für Finanzielle Grundbildung zu ermitteln sowie entsprechende Lernangebote zu entwickeln. Kompetenzmodelle, welche die Handlungsanforderungen in bestimmten Situationen strukturieren, können als Grundlage für die Entwicklung von Programmen und Angebote…
Der Beitrag fokussiert Herausforderungen, die das Inklusionsparadigma an Angebotsplanung und –realisierung richtet. Es werden vier strategische Herangehensweisen vorgestellt, die den Einstieg in eine inklusive Erwachsenenbildung erleichtern können. (1) Vorhandene Angebote sind für Menschen mit Behinderungen grundsätzlich besser zugänglich zu machen. (2) Der Bereich kultureller Bildung kann als besonders prädestiniert fokussiert werden. (3) In Angebotsformen für Lerngruppen mit großer Heterogeni…
Öffentlich finanzierte Erwachsenenbildung hat nur selten zur Mehrung von Bildungsgerechtigkeit beigetragen. Oft genug profitierten jene, die ohnehin schon breit an Bildung und Beruf teilhatten. Dies zeigt der Autor in einem Durchgriff durch die deutsche Nachkriegsgeschichte der Weiterbildung, innerhalb derer er mehrere Konjunkturen der Mittelverteilung identifiziert. Zunächst adressierte die Erwachsenenbildung Bildungsbeflissene, bevor im Zuge der »realistischen Wende« sozialpolitisch motiviert…