Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Die Gestaltung von Angeboten stellt die zentrale Aufgabe der Programmplanenden in der Erwachsenenbildung dar. Im Bereich Finanzielle Grundbildung gibt es bisher kaum Angebote und didaktische Grundlagen. Daher wird gefordert, Kompetenzanforderungen für Finanzielle Grundbildung zu ermitteln sowie entsprechende Lernangebote zu entwickeln. Kompetenzmodelle, welche die Handlungsanforderungen in bestimmten Situationen strukturieren, können als Grundlage für die Entwicklung von Programmen und Angebote…
Gender Mainstreaming ist eine zentrale, europaweite politische Handlungsmaxime. In der Wrwachsenenbildung ist davon indes noch nicht viel zu spüren. Wo es eine gendersensible Erwachsenenbildung gibt, orientiert sie sich bis heute stark am Differenzansatz. Im Blick auf Teilnahmequoten an allgemeiner und beruflicher Erwachsenenbildung und einer innerhalb der Segmente nochmals gegenderten Interessensaufteilung spricht der Autor von einer »doppelt geteilten Struktur«. Für die Zukunft fordert er ver…
Weite Teile der Weiterbildung werden durch einschlägige Gesetze überhaupt nicht mehr erreicht. So erfolgt eine faktische Deregulierung. Diesem Reichweitenverlust steht eine wachsende Regelungstiefe derjenigen Gesetze gegenüber, die den Weiterbildungsbereich tangieren und zuletzt novelliert wurden. Auf diesen ambivalenten Zusammenhang macht der Autor anhand der wichtigsten Rechtsgrundlagen der Weiterbildung aufmerksam: der Weiterbildungsgesetze der Bundesländer und des SGB III.
Einen funktionalen Bildungsbegriff hat schon Max Scheler entwickelt. Bei Scheler steht Bildung dem Nutzeninteresse nicht entgegen, sondern ermöglicht dem instrumentellen Interesse, einen Nutzen überhaupt zu erreichen. Unter den Vorzeichen der postmodernen Medien- und Massengesellschaft ist das Verhältnis von Bildung und Nutzen umzuformulieren. Unter Rückgriff auf Lyotard entwickelt der Autor die Idee von Bildung als einer regulativen Idee. Dieses Konzept erwartet von den Individuen nicht mehr d…
Wer Inklusion ernst meint, so Silke Schreiber-Barsch in ihrem »Stichwort«, muss »Gewissheiten traditioneller Zuschreibungen oder Normalitätserwartungen« in Frage stellen. Dabei sollte es längst »normal« sein, Inklusion in Gesellschaft und damit in alle Bildungsbereiche als ein Menschenrecht anzuerkennen, die Frage ist eher, wie sie gelingen kann (dazu Marianne Hirschberg, Franziska Bonna und Helge Stobrawe in ihrem Beitrag sowie Rebecca Babilon und Michael Weiß im »Gespräch«). Dass die Umsetzun…
Gerade im Wettkampfsport mit seiner inhärenten Leistungsbezogenheit scheint Inklusion schwierig. Doch das »Special Olympics Unified Sports®«-Konzept bringt Sportler*innen mit und ohne Behinderung im wettkampforientierten Sport zusammen; Ziel ist ein »wirkungsvoller Einstieg« in ein »inklusives Klima«. Gelingt dieser Einstieg? Dieser Frage geht die Autorin auf Basis einer Studie nach.
Was ist Wahrheit? Was sind Fakten? Diesen großen Fragen nähern sich Thomas Philipp im Gespräch und Sigrid Nolda im Stichwort. Ob wir uns schon von Fakten verabschiedet haben und in einem »postfaktischen Zeitalter« leben, lotet Henning Pätzold aus – und zeigt Konsequenzen für die Erwachsenenbildung auf. Eine Konsequenz ist, sich als Lehrender Methoden anzueignen, Fake und Fakt zu unterscheiden (Martin Merkt). Grundsätzlicher kann gefragt werden, was Lehrende von der Wissenschaft erwarten – und w…
Der Tod ist zentraler Bestandteil unseres Lebens, aber unser Umgang mit ihm ist oftmals destruktiv. Der Beitrag zeigt den problematischen Umgang mit Tod und Todesangst auf und argumentiert, dass Erwachsenenbildung helfen kann, einen produktiveren Umgang mit dem Tod und der eigenen Sterblichkeit zu finden.
Erwachsene konnten notwendige Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen in der frühen Neuzeit in den größeren Handelsstädten an städtischen Privatschulen erwerben. In der nachfolgenden Quelle wird über ein Werbeschild einer solchen Privatschule, gemalt von Hans und Ambrosius Holbein, berichtet.
In der Renaissance wurden Teile der Antike wiederbelebt und mit Elementen der Gegenwart verschmolzen. So entstanden neue mentale, soziale und kulturelle Strukturen. Als zwei sich polar gegenüberstehende Protagonisten, von denen die weitere Entwicklung des Lernens stark beeinflusst wurde, können Johann Amos Comenius und Francis Bacon aufgefasst werden.