Forschung
Wir erforschen, wie Erwachsenenbildung inklusiv, digital und wirksam gestaltet werden kann.
Angebot
Digitale Tools, Fachportale und Daten – für Lehrende, Forschende, Studierende und Interessierte.
Institut
Wir bieten Forschung, Transfer und Infrastruktur für lebenslanges Lernen.
Als Pädagoge ist Gaston Bachelard in den deutschsprachigen erziehungswissenschaftlichen Diskursen wenig bekannt – als Erwachsenenpädagoge noch viel weniger. Vielmehr hat er sich als Wissenschaftsphilosoph einen Namen gemacht und übte als solcher großen Einfluss auf die französische Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie seiner Zeit und darüber hinaus aus. Vermittelt über den Ansatz der historischen Epistemologie erfahren die epistemologischen Konzepte Bachelards gegenwärtig Aufmer…
Die Grüne Transformation bringt einen sozialökologischen Strukturwandel mit sich, der alle gesellschaftlichen Bereiche betrifft. Wie kann die Erwachsenen- und Weiterbildung dabei unterstützen, diesen Strukturwandel zu gestalten? In welchen Bereichen ist sie selbst von diesem Strukturwandel betroffen? weiter bilden reflektiert Lösungsansätze aus der Praxis der EB/WB.
Am Beispiel zweier Arbeitnehmerinnen mit Migrationshintergrund zeigt die Autorin, wie sehr Lernmotivation und Lernentscheidungen Erwachsener von persönlichen, zutiefst inneren Beweggründen bestimmt sind, auch wenn Lernzumutungen extern erfolgen, wie im Betrieb oft üblich. Das Lernverständnis des Dänen Illeris ist dabei die theoretische Folie, auf der die Autorin die Fallbeispiele auf »intimacy of lifelong learning« hin auslegt. Die Beispiele entstammen dem DIE-Projekt »Deutsch am Arbeitsplatz«.
Der Beitrag reflektiert, wie die Vorbereitungszeit auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland von Lernzumutungen und Lernerwartungen, von einer Metaphorik des Pädagogischen durchdrungen war. Er unterscheidet zwei Ebenen: Bezogen auf die gesamte Bevölkerung wurde die Erwartung gehegt, ein vorbildicher Gastgeber zu sein, der Fremdenfreundlichkeit und Servicementalität verinnerlicht hat. Im engsten Umfeld der Fußball-Nationalmannschaft werden Lern- und Erziehungszumutungen, insbesonder…
Lehrende in der Erwachsenenbildung werden intensiv in ihren kommunikativen Kompetenzen gefordert. Der Lernerfolg hängt maßgeblich von Vermittlungsaspekten des Lernstoffs ab: Rhetorische und stimmliche Prozesse erweisen sich als bedeutsam für die Lernatmosphäre, die Gruppendynamik, die verständliche Wissensvermittlung und das Anstoßen von Gruppen- und Feedbackprozessen. Deshalb ist für Lehrende in der Erwachsenenbildung ein möglichst fundiertes und umfassendes Repertoire kommunikativer Kompetenz…
In diesem Beitrag wird das Kompetenzstufen-Modell der PISA-Studie auf den Gegenstandsbereich Fußball übertragen. Die Autoren definieren fünf Kompetenzstufen einer Fußball-Literacy als Grundlage für ein Erwachsenenbildungs-Curriculum. Anlass für den Beitrag ist die Ausrichtung der Fußball-Weltmeiserschaft im PISA-Verlierer-Land Deutschland. Wenigstens in Sachen Fußball-Wissen soll die Bevölkerung gut gerüstet sein.
Erwachsenenbildung ist als Beruf weder nach außen klar abgegrenzt noch nach innen klar konturiert. So entsteht eine ambivalente Situation: Einerseits gibt es Berufsmöglichkeiten diesseits und jenseits der institutionalisierten Erwachsenenbildung. Andererseits droht die Verpflichtung auf einen im engen Sinne pädagogischen Berufszweck ebenfalls diesseits und jenseits der Grenze zu bröckeln. Die Autorin knüpft an einer Rede W. Schulenbergs aus dem Jahre 1969 an und zeigt Perspektiven für die Profe…
Zunehmend wird die ökonomische Standardbildung für ihre Weltfremdheit, Einseitigkeit und Unreflektiertheit kritisiert. Die Autorin fragt nach den möglichen Wirkungen und gesellschaftlichen Bedeutungen dieses kritisierten Zustandes: Vermag er einer blinden Marktgläubigkeit Vorschub zu leisten, die selbst wiederum als wesentlich für die öffentliche Meinungsbildung in den letzten Jahrzehnten anzusehen ist? Welche Kriterien spielen hierfür eine Rolle? Der Artikel geht diesen Fragen nach, indem er i…